Plymouth und die Pilgrim-Väter

Auf dem Weg dort hin fuhren wir über kleine Landstraßen mit 35-40 Meilen in der Stunde, etwa 60 km/h. Das hatte den Vorteil, dass wir uns in Ruhe die Landschaft, die Häuser und auch die Granberry-Felder ansehen konnten. Diese werden wie Reisfelder unter Wasser gesetzt.

Blick über die Bay

Also ich meine das Plymouth, wo die Mayflower 1620 etwa 200 hungrige, verlauste und frierende Britan an Land gesetzt hat. Wenn man obiges Bild dazu nimmt, dann stellt sich für einen Nicht-US-Amerikaner die Frage: Waren das Piraten?

Wenn man sich hier an diesem Geschichtsträchtigen Ort befindet und den Ernst empfindet mit dem die ersten Schritte zur Besiedelung, später Eroberung dieses Teil des Kontinents über all dargestellt werden, dann wird einem der Ernst dieser ersten Stunden, ja Jahre bewusst. Der Nachbau der Mayflower befand sich leider zur Reparatur in einer Werft.

Die Lage in einer Bucht ist ansprechend und der Hafen liegt voll von Freizeitbooten. Für größeren Tiefgang ist der Hafen nicht geeignet. An der Promenade liegt der Stein in den 1620 die Ankommenden diese Jahreszahl eingeritzt haben. 2 Häuschen im Stil der Anfangsjahre stehen in einem Park und fungieren als Souvenir-Shops.

In einem Terassenlokal mit Blick auf den Hafen gönnten wir uns in einem Selbstbedienungsrestaurant eine Fischplatte für 2 Personen, die wir nicht geschafft haben, aber gut schmeckte.

Ein Museum besuchten wir anschließend, wo uns die besondere Bedeutung der Frauen der ersten Stunde erklärt wurde. Die Männer auf Seiten der Native Americans wie der Britten schlossen den Vertrag (der einzige zwischen Ihnen, der nie gebrochen wurde!), für das Überleben während der ersten Jahre waren aber die Frauen auf beiden Seiten maßgeblich beteiligt.

Es war 29°C warm und so machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Campingplatz auf Cape Cod.

Salem MA (Massachusetts)

Heute Morgen versuchten wir zuerst so nah wie möglich an der Küste zu bleiben. Es gibt da zwar eine Straße, aber vom Meer sieht man nicht all zu viel, da immer noch ein Grundstück zwischen Straße und Küste liegt. Wenn dann aber doch mal kurzfristig die Straße ganz vorne entlang führt, dann steht da bestimmt: No parking any time.

Es war ziemlich frustrierend, da wir auch in den Orten keinen Parkplatz für Wohnmobile fanden. Ein Baugrundstück nutzten wir für einen kurzen STOP. Dazu kommt natürlich, dass wir Samstag haben, es ist herrlich warm und halb Boston sucht einen Platz am Strand. Zwischen schroffen Felsen gibt es immer wieder sandige Buchten wo die Wellen zu beachtlicher Größe auflaufen.

Ein paar Eindrücke haben wir nun von der Halbinsel nach Cap Ann. Aber langsam hungrig ließen wir uns vom Navi nach Salem führen. Das Städtchen, dass zum Einen wegen seiner Schulen und der Kunst bekannt ist, nennt sich außerdem die Hauptstadt der Hexen, da gerade hier im 18. Jahrhundert noch etliche angebliche Hexen ermordet wurden. Nicht kann so fürchterlich sein als dass man daraus nicht noch ein Geschäft machen kann.

Etliche Hexenmuseen gibt es und jetzt vor Halloween boomt das Geschäft in vielen Geschäften mit Zubehör, um als „richtige“ Hexe oder Zauberer durchgehen zu können. Trotzdem ist die Innenstadt mit Fußgängerzone sehenswert. Hier stehen etliche schöne Brigbauten (Ziegelstein), deren dunkles Rot an die Hansestädte erinnert.

Außerhalb des historischen Kerns entdeckten wir etliche Streetartkunstwerke, vom kleinen Bild bis zur kompletten Hauswand findet man hier alles. Tolle Künstler waren hier am Werk und ich wundere mich, dass in keinem von mir gelesenen Reiseführer darüber berichtet wird. Wer mehr von den Bildern sehen will, sollte meinen zukünftigen Videovortrag nicht verpassen.

Da wir nördlich von Boston keinen freien Platz in einem Campingplatz fanden, durchquerten wir am späten Nachmittag die Großstadt und checkten beim nächsten KOA Campground ein.

Shaker Village in Canterbury NH

Heute wollten wir mal wieder ins Landesinnere, da es doch einen eigenständigen Charakter gegenüber der Küstenlandschaft aufweisen soll. Zudem haben wir den Tipp bekommen, uns dieses Freilandmuseum anzusehen.

Die Shaker waren eine freie Gemeinde, die von den Quäkern abstammte. Ein wesentliches Merkmal war die absolute Einhaltung des Zölibates, wodurch sie letztendlich ausstarben. Männer und Frauen waren in allen Bereichen absolut gleichberechtigt. Im Handwerk strebten sie einen höchstmöglichen Qualitätsstandard an. Was ihre Werkzeuge und Möbel noch heute sehr begehrt macht.

Bei der Besichtigung des Dorfes kann man so wohl einzelne Häuser besichtigen, die weitgehendst eingerichtet sind als auch einigen Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Wir hatten das Glück die Druckerei zu besichtigen in der ehemals ganz Bücher gedruckt worden sind als auch einem Schreiner beim Stuhlbau zu sehen. Vor allem der Sitzkomfort überzeugte uns. In der Kaffeeteria konnten wir auf solchen Stühlen sitzen. Für 273 $ waren sie auch zu kaufen.

Mit Schule, Krankenstation und eigener Stromerzeugung waren sie autark. Bekannt wurden auch ihre Sämereien, die von anderen Farmern gern gekauft wurden.

Auf dem Heimweg fuhren wir noch mal über Land, also nicht auf einem Interstate Highway. Meine Suche nach einer aktiven Eisenbahnstrecke führte uns nur an einem historischen Bahnhof vorbei. Als Trost hielten wir dafür an einem Eisstand an und bekamen 2 Babyportionen, die wir gerade so eben schafften. Die Sortenauswahl war immens. Zum Abendbrot nahmen wir uns auf dem Weg noch eine Pizza mit, eine SMALL, die war so groß wie bei uns NORMAL.

Vom Straßenbahnmuseum nach Portsmouth

Ihr kennt doch sicher Kennebunkport, seht ihr, und knapp 1 Meile davor liegt das Straßenbahnmuseum mitten im Wald. Mit über 280 Exponaten soll es das Größte seiner Art sein. Auf jeden Fall gibt es einen Bahnhof wie bei der Eisenbahn und einen riesigen Betriebshof mit etlichen Gebäuden und Außenanlagen, die alle mit dem Fahrdraht überspannt sind.

Am Schönsten ist aber die Strecke, um auch mal richtig das Straßenbahnfeeling zu bekommen. Es geht etwa 1 Meile immer gerade aus bis zu einer Wendeschleife mit Haltestelle, wo einem viel Interessantes über das Museum berichtet wird. Auf der Rückfahrt saß ein „Red Tailed Seahauk“ Rotschwanz-Bussard im Gleisbett.

Wie fast über all in den USA wird das Museum ausschließlich mit freiwilligen Kräften betrieben. Die Personen an der Kasse und im Souvenirshop, die Fahrer und Schaffner, die Gleisbauer und die Elektriker, Schlosser und Schreiner in den Werkstätten.

Pferde-Straßenbahnwagen von 1884

Mehrmals konnten wir direkt bei den Arbeiten zusehen. Und es gibt noch viel zu tun. Wie bei vielen historischen Vereinen liegt viel Material im Freien herum und vergammelt. Einige aufbereitete und fahrbereite Fahrzeuge zeigen aber, was die Leute können.

Irgend wann mussten wir uns losreißen und fuhren weiter nach Kennenbunkport. Hier gab es aber in der Nähe des Ortskern kein Platz für ein Wohnmobil. Erst in Yorkbeach war es etwas ruhiger, so dass wir uns etwas umsehen konnten.

Danach fuhren wir nach Portsmouth. Vor dem Ort mussten wir über eine ziemlich neue Hubbrücke und hatten von da oben einen herrlichen Blick über den Ort, der uns dort hinein abbiegen ließ. Die Atmosphäre am Wasser wie auch die Häuser im Ort gefielen uns gut.

Boothbay Harbor

Der Teil, der wild zerklüfteten Küste und den vielen Inseln da zwischen endet auf der Höhe von Portland (Maine). Deshalb sind wir noch mal von der Hauptstraße weg bis zum Ende einer langen Halbinsel gefahren. Dort befindet sich das Bilderbuch Städtchen Boothbay.

Am Eingang der Siedlung hat man ein Freilichtmuseum aufgebaut. Außen herum fährt ein Zug auf 2 Fuß breiten Gleisen. Am Sonntag von einer Dampflokomotive gezogen. Wir mussten uns heute mit einer Diesellok begnügen. Die Wagen sind so schmal, dass rechts und links vom Mittelgang nur eine Person sitzt.

Innerhalb hat man Häuser der frühesten Besiedlung Neuenglands zusammen getragen, restauriert und eingerichtet. In einer Scheune befand sich eine im Betrieb geteigten HO-Modelleisenbahn mit Motiven der Regionn. In einer anderen befinden sich alte Feuerwehrwagen. Da zwischen steht ein Häuschen, das eine umfangreiche Sammlung von Salz und Pfeffer Streuern aufnimmt und ein Schmied zeigt sein Handwerk.

Im Anschluss daran bummelten wir durch Boothbay Harbor. Etliche Lokale und Hotels sind auf Holzstelzen ins Meer hinein gebaut und waren früher Piere zum Anlegen der Hummerfang Boote. Eine Holzbrücke führt quer über die Bucht, überall liegen Boote und die Ufer sind gesäumt von netten gepflegten Häusern.

Maine – Atlantikküste Von Camden nach Brunswick

Das erste Städtchen auf unserer heutigen Tour war Camden. Parken konnten wir erst etwas von der Downtown entfernt. Doch war das kein Nachteil. Eine Amerikanerin mit deutschen Freunden verwickelte uns in ein Gespräch und zeigte uns dabei den besten Weg hinein in die Innenstadt.

An der Waterfront befanden sich nette Lokale. Davor lagen viele Privatboote an den Stegen. Mitten drin ergoss sich ein Wasserfall ins Meer.

In einem der interessanten Läden kaufte ich mir ein warmes Hemd. Die Sonne wärmt, wenn sie scheint noch ordentlich, aber es ist wolkig und windig, – kein T-shirt Wetter mehr. 3568

Rockland war uns schon wieder zu groß und zu sehr geprägt von der Industrie. Etwas außerhalb ging der Hwy 73 nach Spruce Head ab, einer kleinen vorgelagerten Insel. An einer Weggabelung hatte sich ein Weißkopfseeadler auf seinem Nest nieder gelassen. Immer wieder kamen wir an Hummerfang-Stationen vorbei, bis die Straße vor einer Lobsterbude aufhörte. Frischer konnte man ihn nicht auf den Teller bekommen. Der Preis war in Ordnung und das Tier hat viel besser geschmeckt wie beim ersten Mal. An Beilagen gab es nicht viel: Eine spezielle Soße, ein Brötchen und eine Tüte Chips, aber wegen vieler Beilagen waren wir ja nicht hier.

Bath ist ein Städtchen, dass von einer großen Werft im Süden der Stadt beherrscht wird. Das Stadtzentrum wirkt sehr ordentlich und besitzt nette Geschäfte, darunter ein Café das gleich mehrere Kaffeesorten anbietet so wie auch Espresso, Gebäck und Kuchen darf da natürlich nicht fehlen. Mein Muffin war lecker, Gudruns Zitronentorte schmeckte anfangs ganz gut, aber dann war ihr nach einem Unterberg zu Mute.

Schon wieder kein WIFI. Morgen brauchen wir einen KOA mit full service.

Vom Mount Desert Island nach Belfast

In der Nacht wurde es ziemlich frisch und so entschieden wir nach einer letzten Tour im Acadia Nationalpark den Highway 1 nach Süden in Angriff zu nehmen.

Unser Campingplatz lag ja schon auf der Hauptinsel Mount Desert Island, so dass wir nur die richtigen Straßen finden mussten, die uns auf den westlichen Teil der Insel führt. Auffallend sind die vielen Seen, die es auf dieser Insel gibt. Sie sind zum Teil recht groß. Der Eagle Lake (Adler See) ist über 2 km lang. An dem machten wir unseren ersten Halt. Dort begegneten uns zahlreiche Fahrradfahrer. Auf dem See sahen wir Kanuten.

Ein weiteres Mal hielten wir am „Wonderland“ an. Vom Parkplatz wanderten wir durch einen besonderen Wald, deren Kiefern vermutlich sehr alt sind. Sie wachsen auf flachen Granitfelsen in kaum vorhandenem Mutterboden. Um sie herum befinden sich Moose und Flechten. Rechts und links des Weges sahen wir Azaleen und unterschiedliche Beerensträucher, wie auch die Felsenbirne, die sich auch in unserem Garten befindet.

Wir umrundeten diesen Teil der Insel und kamen in Ellsworth auf den Hwy N°1. Diesem folgten wir nun. Bei Bucksport überquerten wir einen Meeresarm in luftiger Höhe. Kurz darauf erreichten wir Belfast in Maine. Das ist ein nettes Hafenstädtchen in dem wir zuerst mal in einem Diner am Hafen uns was zu essen aussuchten.

Gut gesättigt erkundeten wir den Harbor Walk, einem Fußweg der zwischen den kleinen Werften, Warenhäusern und und anderen Betrieben auf der einen Seite und den Bootsanlegestellen auf der anderen durch führt. Das war ein abwechslungsreicher Gang mit den unterschiedlichsten Eindrücken, so habe ich hier zum ersten Mal ein 6-er Ruderboot gesehen.

Downeast Scenic Railroad

Sonntag und uns gehen die wichtigsten Lebensmittel aus, aber in Bar Harbor, gestern, fanden wir für so triviale Dinge wie 1 Gallon Trinkwasser-Flaschen keinen Laden. So fuhren wir mit dem Wohnmobil in die entgegen gesetzte Richtung nach Ellsworth. Auf dem Weg kamen wir an einem Lobster (Hummer)-Lokal vorbei. Das erinnerte uns doch stark an das Titelbild zum Blog, das ich von Stephan zur Verfügung gestellt bekam.

Die Äpfel sind reif.

Fangkästen und Bojen in Mengen: Die wichtigsten Dinge, die ein Hummerfischer braucht. Am frühen Morgen war noch alles ruhig. Gegenüber am Straßenrand war ein Stand mit Tomaten und Eiern, da konnten wir den ersten Punkt auf der Einkaufsliste, die Tomaten schon mal streichen. Am Ortseingang von Ellsworth fanden wir einen riesigen Walmat mit vielen Autos auf dem Parkplatz, also war er auf und wir gleich darauf drinnen.

Er war gut sortiert und kamen bald voll beladen wieder heraus. In dem großen Wohnmobil verschwand alles schnell ohne Spuren zu hinterlassen. Jetzt wollten wir uns im Ortszentrum mit einer Tasse Kaffee belohnen. So weit kamen wir aber nicht, da Gudrun ein Plakat von der Downeast Scenic Railroad las.

Bei einem kurzen Stop erfuhren wir, dass heute gegen Mittag noch eine weitere Runde gefahren wurde. Wir könnten uns doch ein Lunchpaket holen und dann im Zug essen. So machten wir es auch. Ein Seefood-Laden hatte schon auf und machte uns 2 gemischte Krebs/Hummer Sandwiches.

In einem offenen Eisenbahn-Wagon saßen wir bald darauf und ließen uns unser Lunch schmecken. Vorne am Zug befand sich eine ALCO S4 aus dem Jahre 1950, die ihre Arbeit brav verrichtete, aber von Green-Diesel noch nichts gehört zu haben scheint. Die geschlossenen Wagons wurden bereits in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut und recht gut erhalten.

Die Strecke, die wir befuhren waren das Endstück der ehemaligen Maine Shorline Railroad von 1884, die von Anfang an hauptsächlich dem Personenverkehr diente. Als sie engestellt und abgebaut werden sollte, kümmerte sich ein Verein um die verbliebenen Lokomotiven und Wagons und führt den Turismus-Verkehr durch.

Das Ende besteht aus einem Gleisdreieck, wo früher ganze Züge gedreht werden konnten und sich jetzt die Werkstätten des Vereins befinden. Vom Zug aus hat man schöne Blicke auf den Ort Ellsworth wie auch die Landschaft um den Ort mit Adlernestern und das Werkstatt-Gelände. Es war eine wirklich unterhaltsame Fahrt.

Das wir nette Leute kennen gelernt haben, soll nur am Rande erwähnt sein. Und wie der Tag ausging?, mit einer guten Tasse Kaffee und einem tollen Eis: Man gönnt sich ja sonst nichts.

Acadia National Park

Heute Morgen sind wir mit dem Rucksack zur Bushaltestelle vor dem Campingplatz aufgebrochen. Alle halbe Stunde fährt der umsonst zum Visitor-Center und dann weiter nach Greenvillage Bar Harbor, dem Kommerziellen Zentrum der Insel.

Wir sind aber schon beim Besucherzentrum ausgestiegen, um uns dort mit den Eintrittskarten zu versorgen. 15 $ pro Person und gelten eine ganze Woche. Von dort starten weitere Busse in alle Ecken der Insel. In unsere Richtung kam bald einer, den wir eine Station weit benutzten, um dann um zu steigen.

Dann standen wir da erst mal mitten im Wald, aber der nächste Bus kam pünktlich und brachte uns zum Sandy Beach, dem einzigen Sandstrand auf der Insel. Hier gab es auch Umkleidekabinen, aber das Wasser soll auch im Hochsommer höchstens 12° warm werden.

Von dort führt ein Wanderweg der Küste entlang. Dieser führt alle paar Meter zu schönen Aussichtspunkten. Man schaut über das Meer auf die vielen nahen Inseln. An einigen Stellen ruhen sich Möven aus, denen man sich sehr weit nähern kann, im Wasser beobachteten wir Möven.

Parallel zu unserem Wanderweg führt eine Einbahnstraße. Heute ist Samstag und alle Parkplätze waren belegt. Da waren wir froh mit dem Shuttle-Bus unterwegs zu sein. Irgendwann kamen wir am Otterpoint an und beschlossen da hin zu fahren, wo es was zu essen gibt.

Der nächste Bus fuhr nach Bar Habor zurück. Den nahmen wir und stürzten uns dort in den Turi-Rummel. Das war es irgend wie schon. Die Häuser wie die Läden haben aber Stil, so dass es Spass macht an ihnen vorbei zu bummeln und zu schauen. Ein Restaurant lag etwas zurück versetzt. Seine kuriose an die Historische Route 66 erinnernde Fassade lies uns einkehren.

Im Innern befanden wir uns in einem Museum für Kuriositäten. Es gab so viel zu sehen, dass die Kellnerin mit uns etwas Geduld aufbringen musste. Dann bestellte wir aber Fish und Chips bzw Hummer: Unser erster auf dieser Reise. Ich durfte die Arbeit übernehmen und durfte dann die Hälfte vom Fleisch Gudrun rüber geben.

Da es nach dem Essen anfing zu tröpfeln, suchten wir die Bushaltestellen auf und ließen uns bis zum Campingplatz bringen. Es gibt auch spezielle Fahrradbusse mit denen man sich bringen bzw. abholen lassen kann. Zu viel Tourismus kann nerven, aber eine gute Infrastruktur ist viel wert.

Anfahrt zum Acadia Nat`l. Park

Gestern, auf dem Weg zur Waschmaschine mit Trockner (Anmerkung für Anka)

Weit war es ja nicht mehr und so konnten wir ein bisschen herum trödeln. Zu erst fuhren wir nach Downtown von Bangor. Sie liegt am Penobscot River, der weiter südlich ins Meer fließt. In der Innenstadt gab es einige moderne Gebäude, daneben die alten Häuserzeilen, das passte nicht zusammen und ergab keinen Flaire.

So fuhren wir bald auf der 1a (Route) in Richtung Park, bzw. der Insel Mt. Desert Island, die mit ein paar kleineren Inseln den Nationalpark bilden. Davor liegt aber noch Ellsworth, ein kleines Städtchen durch das alle hindurch müssen, die auf die Inseln wollen.

Abseits der Durchgangsstraßen gibt es ein kleines Zentrum mit netten Läden und interessanter Gastronomie. Hier bekamen wir zum ersten Mal Krebsfleisch angeboten, das war recht gut. In einem Antiquitätengeschäft konnte ich sogar 2 Wagen für die Modelleisenbahnanlage erstehen.

Dann haben wir das letzte Stück unter die Räder genommen. Kurz vor dem Hauptort Bar Harbor sind wir auf einen Campingplatz eingebogen und bleiben hier für 40 $ pro Nacht die nächsten Tage. Von hier fahren wir morgen mit einem freien Shuttle-Bus zum Besucherzentrum und von dort mit weiteren Bussen in alle Ecken der Hauptinsel, wobei sie überall anhalten wo es möglich ist und einen natürlich auch wieder aufnehmen.

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