Hier erfahrt ihr, was wir auf unseren Reisen erlebt haben.
Kategorie: Atlantik und Ärmelkanal 2022
Unsere Herbstreise wird uns über die Lahn und Maas an die holländische Küste führen, die wir in südlicher Richtung über Belgien nach Frankreich folgen werden, bis uns das Wetter nach Hause zwingt.
Hier müssten wir den letzten offenen Campingplatz vor dem Rhein erwischt haben. Direkt am Rhein-Marne-Kanal gelegen, hat man mehrere Möglichkeiten mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß die Gegend zu erkunden.
Das Städtchen aus rotem Sandstein erbaut und viel Blumenschmuck strahlt viel elsässisches Flair aus. Es war noch mal so warm, dass wir draußen direkt am Kanal saßen. Nur konnte das Essen nicht mit dem mithalten, was wir die letzten Wochen gewohnt waren.
Damit die Kalorien sich nicht ansetzen können, fuhren wir im Anschluss an das Mittagessen den Rhein-Marne-Kanal entlang in Richtung des Schiffshebewerks. In Lutzelburg machten wir eine kleine Pause auf einer sonnigen Bank. Neben uns stand eine alte Lok, die ehemals die Kähne durch den nur wenige Kilometer entfernten Tunnel zogen, der sich am oberen Ende des Schiffshebewerkes anschließt.
Jetzt genießen wir die Sonne, so lange sie uns noch scheint.
Hier müssten wir den letzten offenen Campingplatz vor dem Rhein erwischt haben. Direkt am Rhein-Marne-Kanal gelegen, hat man mehrere Möglichkeiten mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß die Gegend zu erkunden.
Das Städtchen aus rotem Sandstein erbaut und viel Blumenschmuck strahlt viel elsässisches Flair aus. Es war noch mal so warm, dass wir draußen direkt am Kanal saßen. Nur konnte das Essen nicht mit dem mithalten, was wir die letzten Wochen gewohnt waren.
Damit die Kalorien sich nicht ansetzen können, fuhren wir im Anschluss an das Mittagessen den Rhein-Marne-Kanal entlang in Richtung des Schiffshebewerks. In Lutzelburg machten wir eine kleine Pause auf einer sonnigen Bank. Neben uns stand eine alte Lok, die ehemals die Kähne durch den nur wenige Kilometer entfernten Tunnel zogen, der sich am oberen Ende des Schiffshebewerkes anschließt.
Jetzt genießen wir die Sonne, so lange sie uns noch scheint.
Wer meinen Blog regelmäßig liest, wird über den Titel überrascht sein. Nicht mehr Maas oder Marne sondern Mosel oder genauer an der Meurthe sind wir gelandet. Nicht ganz freiwillig, aber immer mehr Campingplätze schließen und da bleiben nur noch ein paar bei den Großstädten.
Die Nächte sind im Moment recht kalt und dann dauert es eine Weile bis die Heizung wohlige Temperaturen zum Aufstehen erzeugt hat. Da der Campingplatz ziemlich oben am Berg liegt, haben wir uns entschieden mit dem Bus (sonntags kostenlos) in die Stadt zu fahren.
Vor ein paar Jahren sind wir die Stadt angefahren, da wir uns für Jugendstiel interessiert hatten. Damals war die Innenstadt noch eine große Baustelle. Heute ist der Platz Stanislav der städtische Treffpunkt. Hier saß noch mal alles draußen in der Sonne und genoss die beeindruckende Kulisse.
Bei unserer Vorbereitung mit dem Internet entdeckten wir, dass sich auch hier etliche Künstler unter der Leitung des Museums der Schönen Künste Street Art Werke geschaffen haben. Darunter zählen auch Straßenmalereien, Skulpturen und natürlich Fresken.
Das Museum hat einen Plan mit Wegen zu den Kunstwerken heraus gegeben. Zusätzlich sind die Werke abgebildet und beschrieben. Mit dem Plan kamen wir ganz gut zurecht, nur liegen einige Werke etwas außerhalb und mit dem Fahrrad möchte ich mich nicht in der Stadt bewegen. Es gibt zwar einige sehr schmale Fahrradspuren, von holländischen Verhältnissen ist man aber noch weit entfernt.
Es sieht so aus, als würde damit unsere Herbstreise zu Ende gehen. Ob wir noch einen Zwischenstopp einlegen ist ungewiss, also bitte nicht traurig sein, wenn die nächste Zeit hier nichts mehr von uns zu erfahren sein wird.
Nach heftig kalter Nacht warteten wir bis der Nebel sich verzogen hat und die Sonne durch kam. Direkt am Campingplatz führt die Voie Verte vorbei. Gut asphaltiert, immer auf dem ehemaligen Treidelpfad, folgten wir der Marne aufwärts.
Die Schifffahrt scheint im Moment eingestellt zu sein, so dass wir in keiner Schleuse irgend eine Bewegung feststellen konnten, aber alle waren gut in Schuss. Manchmal gab es noch Klappbrücken.
Der Weg führte uns aus dem Tal auf eine Hochebene hinauf. An einer Stelle führte der Kanal über die Marne, oft verlief der Weg zischen Marne und Kanal, die immer mal wieder dazu benutzt wurde, um den Wasserstand im Kanal aus zu gleichen.
Hinweisschilder an den Schleusen wiesen auf Angebote wie Läden oder Gaststätten, Aussichtspunkte oder Museen hin. Als Endpunkt unserer heutigen Tour hatten wir uns einen Kanaltunnel heraus gesucht. Er war gut beleuchtet, so dass das Passieren auch mit dem Fahrrad kein Problem war.
Graureiher sieht man ja auch hier ständig, mehrmals sichteten wir Enten und dreimal Eisvögel. Im Wasser entdeckten wir eine Gruppe größerer Fische und später eine Wasserratte, die von unserer Fotografiererei genervt im Ufergebüsch verschwand.
Schon auf unserer Fahrt nach Neufchateau fiel uns an der Straße ein Hinweis nach Grand auf. Kurz darauf kamen wir an einem Museum in Le Tivoli vorbei, wo ein Maler ein Fresko beendete. Auf ihm waren eindeutige Hinweise auf ein Mosaik vorhanden. In der Zwischenzeit wissen wir mehr darüber und beschlossen noch mal zurück zu fahren. Heute war das Fresko beinahe fertig.
Grand liegt ziemlich abseits und mitten in dörflicher Umgebung. Hier soll also einst ein Zentrum Gallo-Römischen Lebens gewesen sein. Form und Größe weisen darauf hin, dass hier ein Gerichtssaal oder Versammlungsort einer Korporation gewesen sein könnte. Mit 232 m² ist es eines der größten römischen Mosaike im gallischen Raum.
Die Mosaiksteine bestehen aus Kalkstein und Glaspaste. Für die Figuren wurden Steine aus den verschiedensten Ländern bis aus Nordafrika verwendet. Bei den vier Tieren handelt es sich um Bär, Wolf, Tiger und Panther. Das zentrale Bild wurde bei der Zerstörung des Gebäudes weitgehendst vernichtet. Es sind noch 2 Personen zu erkennen, die aus einem komischen Theaterstück stammen.
Teilweise läuft man über einen Glasboden unter dem man den ursprünglichen Boden erkennen kann. In den Seitenvitrinen befinden sich etliche Gegenstände, die man bei den Ausgrabungen gefunden hat.
Beim Ausgang befindet sich ein kleiner Souvenirshop. Mit dem Eintrittspreis von 5€ kann man auch das Amphitheater besuchen, es sollte einstmals 16-18 Tausend Menschen fassen können. Da davon kaum mehr etwas vorhanden ist und die Hälfte freitragend durch eine moderne Tribüne überspannt ist, haben wir uns diesen Teil geschenkt und sind weiter an die Marne gefahren. Eigentlich ein Stück zurück, aber das Wetter zieht uns im Moment nicht wirklich nach Hause.
Ich hatte in einem der letzten Beiträge Jeanne d´Arc mit Neufchateau in Verbindung gebracht. Bei näherem Hinsehen versucht hier jeder irgend wie von der Lichtgestalt seinen Schein ab zu bekommen. Auf jeden Fall sind wir heute auf dem Maasradweg gen Norden gefahren. Das ging zuerst ganz gut, aber dann wurde der Weg immer schlechter und eine Abzweigung war nicht ausgeschildert, so dass umgeben von Wildschweinspuren den schönen Herbstwald genießen konnten.
Irgend wann erreichten wir eine Landstraße und bald darauf sahen wir den Höhepunkt unserer Fahrt am Hang vor uns liegen, nur noch schnell den Berg hinauf. Hier steht sie: Die Basilika von Bois-Chenu, eher bekannt unter Basilika Sainte-Jeanne-d’Arc de Domrémy-la-Pucelle. Der Grundstein wurde 1881 ganz in der Nähe der Stelle, wo die Schäferin Jeanne d´Arc die Stimmen gehört hat. Beendet wurde der Bau 1926.
Die im Neoromanischen Stil erbaute Kirche besticht durch seine farbigen Mosaike und den Tapisserien, die sämtliche Wände im Innern verkleiden und das Leben der Jeanne d´Arc darstellen. Auf dem Vorplatz leuchtet golden eine Skulpturengruppe: Jeanne und ihre Stimmen von Cousteau.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch durch den Geburtsort von Jeanne: Domrémy-la-Pucelle. Ihr Geburtshaus ist noch erhalten. Zum Glück gerade geschlossen, sonst kommt man wohl hier nicht ohne Souvenir heraus, hier wohl Devotionalien genannt. Auf den letzten Kilometern fanden wir ein Stück eines neuen Fahrradweges -im Bau. Vielleicht wird es ja mal was.
Neufchâteau ist die Hauptstadt der West-Vogesen und liegt am Zusammenfluss von Maas und Mouzon. Der Ort war ursprünglich ein Markt an der Römerstraße vom Lyon nach Trier. Der Herzog von Lothringen ließ hier im 11. Jahrhundert eine Burg erbauen. Als sehenswert gelten 2 Kirchen aus dem 13. Jahrhundert und das Rathaus.
Bei unserem Bummel durch die Altstadt hatten wir den Eindruck, dass man in letzter Zeit viel Geld in die Verschönerung des Stadtbildes investiert hat. Die Straßen besitzen neue Beläge, alles macht einen freundlichen und aufgeräumten Eindruck. Der Verkehr funktioniert wegen der engen Straßen nur im Einbahnstraßen-Modus. Da ist man als Fremder eindeutig schneller zu Fuß unterwegs.
Wir steuerten zuerst das Office-de-Tourisme an, um nach Informationen zu fragen. Davor auf dem Platz thront Jenne Darc auf einer Säule. Sie ist bestimmt das berühmteste Kind der Stadt. Das hätte alles einen beeindruckenden Eindruck hinterlassen, wenn nicht etliche Hinterlassenschaften von Hunden sich besonders vom hellen Steinboden abgehoben hätten.
In keine der Kirchen konnte man ohne weiteres hinein, so dass uns nur der Anblick von außen blieb. Am Rande der Altstadt fiel uns dann noch ein bunter Elefant auf, der aus der Patenstadt Hameln stammte – ein Elefant zur Deutsch-Französischen Verständigung, warum nicht? Auch eine gute Partnerschaft brauch manchmal ein etwas dickes Fell.
Unsere Erkältungen sind am Abklingen. Corona konnten wir ausschließen und von Sonne noch immer keine Spur, also einpacken und davon fahren. Gestern Abend suchte ich noch als Ziel die Marne heraus und bei der Suche nach einem offenen Campingplatz bin ich scheinbar an der Maas gelandet.
Nach dem Debakel in Paris vertrauten wir dem Navi nur noch begrenzt und suchten uns bewusst eine Strecke, die die größeren Städte mied. Hier in der Champagne ist das kein Problem: Die Ortschaften sind weit auseinander, die Straßen schnurgerade, so dass man den Tempomat einstellen kann und es laufen lassen.
Es hatte gerade 12 Uhr geschlagen, als wir in Nogent-sur-Aube einfuhren und gleich am Anfang eine Brasserie sahen. Klar, anhalten. Als wir zur Tür herein traten, stand an der Bar alles voll mit Männern. Es sah aus, als wäre ein Treppe tiefer im Restaurant schon alles besetzt. Nein, hier trank man in Ruhe seinen Apperitiv bevor man runter zum Essen ging. Und wirklich, unten war noch gut Platz. Gleich links stand das große Salat Buffett und die Käseplatte, eine Tortenplatte voll gestellt mit den unterschiedlichsten Art. Die Bestellung war nicht all zu schwierig, nach dem Salat zum selber holen gab es drei Hauptgerichte zur Auswahl (Gudrun nahm Faux-Filet, ich eine besondere Wurst (keine Andoulliette) dazu gab es drei verschieden Beilagen zur Auswahl. Hat alles gut geschmeckt, den Käsegang haben wir ausfallen lassen, haben uns aber die Nachtische bringen lassen, ja und dann kam der Kaffee. Ihr werden sagen, man soll nicht das Essen vor der Rechnung loben: Richtig. Mit 2 Getränken antialkoholischer Natur durfte ich 35 € hinblättern. Das komplette Essen ohne Getränke wurde für 16€ angeboten.
Gut gestärkte rollte es noch mal so gut weiter. Wir durchfuhren eine Reihe netter Orte an der Aube, wie hier in Ceffonds. Die Kirche ist beeindruckend und hätte viel mehr verdient als den kurzen Fotostopp.
St. Remy in Ceffonds
In einem weiteren Ort fiel uns das große Gemälde auf. Ein richtiger Eyecatcher, nur leider gibt es das Lokal oder die Personen nicht, es war nur mal eine trostlose Wand.
Dann waren wir auch in Neufchâteau an der Maas angekommen. Der Campingplatz ist gut ausgeschildert und liegt an den städtischen Sportanlagen, daher stammt auch das Beitragsbild. Das Office ist nur noch kurzzeitig morgens und abends geöffnet, bieten aber für den Besucher eine Fülle von Informationsmaterialien. Ob die was taugen, davon bald mehr.
Regen, Kälte und Erkältung führten zu dem Entschluss, uns auf die Heimreise zu machen. Natürlich kam an diesem Tag die Sonne mal wieder heraus. An der Autobahn vor Paris fanden wir noch einen Aucan mit riesigen Angebot, einem passablen Restaurant, so wie einer recht günstigen Tankstelle, wie eigentlich meistens bei den Supermärkten.
Was konnte uns jetzt noch passieren? Das Navi hatte ich auf eine leichte Route eingestellt. Vermutlich meinte es, dass eine 4-6-spurige Autobahn leicht zu bewältigen ist, wenn der Verkehr fließt. Wir konnten auf den 2 Stunden über den Boulevard Péripherique mehrmals einen Blick auf die Seine werfen und immer mal wieder sahen wir den Eifelturm.
Erst als wir den Ring um Paris verlassen hatten, lief der Verkehr wieder flüssig. Gudrun studierte noch mal den Campingführer und stellte fest, dass es mit der letzt` möglichen Ankunft eng werden würde. Ein Anruf scheiterte. Aber 2 Minuten vor 18 Uhr standen wir vor der Schranke und kurz darauf erschien der Besitzer.
Der Platz ist sauber, besitzt alles was man erwünscht und ab 19 Uhr hat die Küche mit einer kleinen Karte geöffnet. Ziemlich croggy bestellten wir eine Pizza zu zweit, von der wir die Hälfte heute gegessen haben. Nach einer regnerischen Nacht lockerte sich der Himmel immer weiter auf und es wurde mal wieder angenehm warm in der Sonne.
Klappbrücke von 1902Bouleplatz auf dem Bahnhofsvorplatz
Wir machten einen Spaziergang und sahen uns die Besonderheiten des Ort an, nichts überwältigendes aber gemütlich. Da die brücke über die Seine einspurig ist, so sind noch weitere Stellen an der Durchgangsstraße einspurig. Nachdem um Paris viel gedrängelt wurde, ist hier eine wahre Wohltat. Die Bilder stammen vom Spaziergang, das Beitragsbild oben den Seine-Kanal.