Grand

Schon auf unserer Fahrt nach Neufchateau fiel uns an der Straße ein Hinweis nach Grand auf. Kurz darauf kamen wir an einem Museum in Le Tivoli vorbei, wo ein Maler ein Fresko beendete. Auf ihm waren eindeutige Hinweise auf ein Mosaik vorhanden. In der Zwischenzeit wissen wir mehr darüber und beschlossen noch mal zurück zu fahren. Heute war das Fresko beinahe fertig.

Grand liegt ziemlich abseits und mitten in dörflicher Umgebung. Hier soll also einst ein Zentrum Gallo-Römischen Lebens gewesen sein. Form und Größe weisen darauf hin, dass hier ein Gerichtssaal oder Versammlungsort einer Korporation gewesen sein könnte. Mit 232 m² ist es eines der größten römischen Mosaike im gallischen Raum.

Die Mosaiksteine bestehen aus Kalkstein und Glaspaste. Für die Figuren wurden Steine aus den verschiedensten Ländern bis aus Nordafrika verwendet. Bei den vier Tieren handelt es sich um Bär, Wolf, Tiger und Panther. Das zentrale Bild wurde bei der Zerstörung des Gebäudes weitgehendst vernichtet. Es sind noch 2 Personen zu erkennen, die aus einem komischen Theaterstück stammen.

Teilweise läuft man über einen Glasboden unter dem man den ursprünglichen Boden erkennen kann. In den Seitenvitrinen befinden sich etliche Gegenstände, die man bei den Ausgrabungen gefunden hat.

Beim Ausgang befindet sich ein kleiner Souvenirshop. Mit dem Eintrittspreis von 5€ kann man auch das Amphitheater besuchen, es sollte einstmals 16-18 Tausend Menschen fassen können. Da davon kaum mehr etwas vorhanden ist und die Hälfte freitragend durch eine moderne Tribüne überspannt ist, haben wir uns diesen Teil geschenkt und sind weiter an die Marne gefahren. Eigentlich ein Stück zurück, aber das Wetter zieht uns im Moment nicht wirklich nach Hause.

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