Nach dem wir von Nord nach Süd die Île de Noirmoutier und die Île de Ré besucht hatten, war diese Insel für uns der Höhepunkt. Über Rochefort und Marennes erreicht man zügig die Brücke zur Insel. Von der Brücke sieht man das Fort Louvois, das ehemals den Durchgang sichern sollte und die nun nicht mehr gebrauchten Fähranleger liegen.
Der Hauptort ist Le Chateau d`Oléron. Um den Marktplatz liegen nette Cafés und Geschäfte. Im Spätsommer war es bereits recht ruhig hier. Von dort führt eine Straße zur Zitadelle, die man frei begehen kann und von der man einen schönen Blick auf den Hafen hat. In einigen Kavernen der Zitadelle haben sich Künstler breit gemacht. Diese kann man in ihren Ateliers besuchen. Am Fuße der Zitadelle liegt die Anlegestelle der Fähr- und Ausflugsboote. Die Abfahrzeiten sind tidenabhängig, da der Hafen bei Ebbe trocken liegt. Der Fischereihafen ist durch eine Schleuse vorm trocken liegen geschützt.
Um zum Fischereihafen zu kommen, muss man eine andere Zufahrt benutzen, da einem ein Bach den Zugang versperrt. Man betritt ein ganz anders geprägtes Viertel, rechts und links des Weges stehen bund bemalte Fischerkaten, die im hinteren Teil auch noch von den Fischern benutzt werden, an der Hauptstraße sind Künstler, Kunsthandwerker und Gastronomie eingezogen. Hier wird keine Massenware angeboten, die Mehrzahl sind Einzelstücke, stark geprägt von den Ideen ihrer Hersteller und die Gastronomie bietet das an was frisch aus dem Meer geholt wird. Wer so was mag, der kommt hier nicht so schnell weg, so wie es uns ging.
Dabei hat die Insel noch so viel mehr zu bieten: Ganz im Norden mit dem Phare de Chassiron (Leuchtturm), den man ersteigen kann, St. Denis mit seinem schönen Strand, Boyardville mit Hafen und Gastronomie, die Salzgärten, viele Vögel und Weiderinder und alles verbunden durch gut ausgeschilderte und gepflegte Fahrradwege. Nach dem wir alle drei Inseln besucht hatten, waren wir hier am längsten geblieben und kommen gern wieder.