Vom Mt. Washington nach Maine

Da wir nicht weit vom Mt. Washington weg übernachtet hatten, sahen wir gleich am Morgen, dass alle höheren Berge in den Wolken lagen. Aber da es auf dem Weg lag, fuhren wir die Endstation der Zahnradbahn trotzdem an.

Ein Zug mit einer Bio-Diesellokomotive geschoben fuhr gerade weg, ab in die Wolken. Auf einem der Parkplätze entdeckten wir eine Gruppe von historischen Chevrolets, einer schöner und gepflegter wie der andere, aus den Jahren ab 1934.

In Skowhegan machten wir einen längeren Aufenthalt. Der Name bezieht sich auf den Indianischen Namen eines Wasserfalls, den 2 Flüsse hier bildeten. Schon längst wurden sie von Staumauern und Kraftwerken überbaut. Hier entdeckten wir eine Bäckerei, wo man direkt hinter dem Tresen den Bäckern zusehen konnte. Im Nebenraum wurden die Torten verziert, da waren die Künstler am Werk, im Hintergrund befand sich noch ein Blumenladen und lokale Produkte gab es auch. Einige Kleidungsstücke hingen auf Bügeln, die vielleicht auf einen nahen Laden hinweisen sollten. Übrigens war der Kaffee sehr gut. (Bitte Bilder anklicken, sonst sieht man kaum was.)

Ich hatte doch von dem hiesigen Namenswirrwarr gesprochen: Hier eine Karte zur Orientierung. Und auf der Suche nach einem Elch sind wir immer noch. Da ist es mit Pilzen und anderem Getier leichter.

Tag der Wasserfälle

Nach dem wir gestern in Amsterdam waren, fuhren wir heute durch Dresden. Das stimmt wenigstens der Himmelsrichtung nach, immer nach Osten. Aber heute kamen wir durch Berlin, das passte irgend wie nicht für unsere Route. Hier gibt es jede Stadt Europas gleich mehrmals, deswegen steht immer da hinter der Staat, also Amsterdam NY und Dresden VT (Vermont) und Berlin in NH=New Hampshire.

Nach dem wir den Hudson River hinter uns gelassen haben, wurde es hügelig bis bergig. Morgens streicht der Nebel über das Wasser. Es wird nicht mehr vor Kutschen gewarnt sondern jetzt vor Mooses, den Elchen, aber bis jetzt Fehlanzeige. Bei einem kleinen Ort sahen wir unseren ersten Wasserfall, der zum Teil durch eine Turbine läuft. Die Eisenbahn verfolgte uns eine ganze Weile in die Berge hinein.

Hinter Rutland erreichten wir die Scenic-Route 100, die über viele Meilen von Süd nach Nord verläuft. Hier gibt es kaum noch Dörfer, manchmal sieht man einzelne Bauernhöfe. Wenn es dann mal einen Laden gibt, dann hat er gleich mehreres wie ein Café mit Buchladen zum Kaufen oder Ausleihen. Dort gab es Internet, selbst gebackene Bagels, die hier wirklich gut schmecken und natürlich Kaffee.

Etwas weiter kamen wir noch an 2 Wasserfällen vorbei, die durch einen kurzen Spaziergang erreichbar waren. Hier gibt es viel Tourismus. Im Moment ist Übergangszeit bis die Wintersaison mit Skifahren und was es da sonst noch gibt, anfängt. Im Sommer ist Wandern und Mountenbiking angesagt. Übrigens hat man auf viele Landstraßen rechts und links Fahrradwege abgeteilt. Noch werden sie wenig genutzt, aufpassen muss man trotzdem.

Erie-Kanal Teil 2

Port of Newark

Süslich von Rochester erreichten wir wieder den Erie-Kanal. Der Morgen war ausgefüllt mit Großeinkauf beim Wallmart mit der Suche nach einem Verlängerungskabel, Duschmatte, Tischsets und natürlich Lebensmittel, wozu hier auch das Trinkwasser gehört. Das Stadtwasser, das wir ins Wohnmobil füllen, nehmen wir nur zum Waschen.

Einen Stop machten wir in Port Newark. Die Pfeiler der Brücken waren bemalt. In einer Ecke fanden wir das Portrait eines Indianerhäuptlings, den Präs. Washington sehr geschätzt haben soll. An den beidseitigen Anlegestellen waren Boote festgemacht. Das ergab eine nette Stimmung.

Die Nacht verbrachten wir auf einem Bauernhof, der über Jahre hinweg sich immer mehr zum RV-Park mit Golfplatz entwickelt hat. Er war sehr ordentlich bis auf die Sanitärgebäude, die werden von den US-Amerikanern kaum genutzt.

Auf der Weiterfahrt haben wir einige besondere Stellen eingesammelt. Mal war es die Rekonstruktion eines befestigten Blockhauses, mal die Reste eines Aquaduktes, hier eine Wandmalerei, dort nette Häuser.

Außerdem haben wir bei 2 Schleusen Halt gemacht, die noch die Technik des 19. Jahrhunderts verkörpern. Bei der zweiten Schleuse hatten wir das Glück, sie in Funktion zu erleben.

Am Ontario-See entlang

Heute Morgen machten wir uns auf die Weiterfahrt. Zu erst folgten wir der Scenic-Route den Niagara entlang bis zu seiner Mündung in den Ontario-See. Rechts und links der Straße befinden sich wunderschöne alte Häuser in Gärten mit großen alten Bäumen – eine Parklandschaft. Am Ausgang des Tales liegen an beiden Seiten Forts von denen sich mal Engländer und Franzosen mal heftig bekämpft haben. Die Briten gewannen, um kurz darauf alles an die neu gegründeten Vereinigten Staaten zu verlieren.

Die Scenic-Route führt am gesamten südlichen Ufer des Ontario-Sees weiter. Manchmal direkt am Seeufer entlang, meist befinden sich aber Privatgrundstücke direkt am Ufer. Nur in den Orten und wo Wasserläufe in den See münden, kommt man direkt an den Strand. Die Ort sind meist größere Dörfer, besitzen kleine Häfen, wenige Geschäfte oder auch mal eine Künstlerboutique. Es herrschte bereits Nachsaison und manch Laden machte nur am Wochenende auf.

Auf der Fahrt vielen zu erst die riesigen Rinderfarmen auf in denen Milch produziert wird. Bei der Masse von Tieren stank es ziemlich. Später waren es vor allem Obstplantagen an denen wir vorbei fuhren, auch gab es Hinweisschilder auf Winzer.

Natürlich kommt man auch innerhalb der Stateparks ans Wasser heran. Davon gibt es einige entlang des Sees. Sie besitzen den nötigsten Komfort, sind großzügig angelegt und füllen sich zum Wochenende. Ein Shop mit dem Notwendigsten fanden wir und wir konnten auch Wäsche waschen. In einer guten Stunde stand alles warm und sauber wieder zur Verfügung und das zu 4 $ waschen und trocknen. Warum das in Griechenland einen halben Tag gedauert hat, ist mir immer noch ein Rätsel. Dabei kommen die Amerikaner mit 110 Volt aus.

Eins muss ich noch richtig stellen: Hier im State-Park bekamen wir einen ordentlichen Rotwein für 10$, also etwa 10€. Das letzte Mal haben wir direkt beim Erzeuger in einer Probierstube gekauft, das ist wohl nicht der günstigste Weg.

Niagara-Falls

Heute haben wir die Wasserfälle des Niagara besichtigt. Diese bilden die Grenze zwischen den USA und Kanada. Etliche Parkplätze befinden sich in der Nähe, wo wir auch das Wohnmobil abstellen konnten.

Auf US-Amerikanischer Seite ist das Gebiet ein State Park, so dass sich der Commerce in Grenzen hält. Um den Besuchern möglichst viel zu bieten, sind etliche Angebote in einem etwa 40 $ teuren Tagespass zusammen gefasst. Wir parkten auf der Insel Goat Island, die zwischen den „American Falls“ und den „Horseshoe-Falls liegt.

Unser erster Gang führte uns gleich zu den Hufeisen-Fällen und wir bekamen einen tollen Eindruck von der Gewalt des Wassers. Die Gicht stieg weit empor, so dass die Hochhäuser auf kanadischer Seite da hinter verschwanden.

Mit einem Aufzug fuhren wir dann hinunter an den Fuß der American Falls. Mit Gummisandalen und Plastikcape ausgerüstet konnten wir bis dicht an den äußeren Wasserfallarm heran. Es war aufregend schön, aber wir waren froh danach trockene Hosen und T-shirts im nahen Wohnmobil anziehen zu können.

Der nächste Gang ging an die Oberkante der zuvor von unten betrachteten Wasserfall. Über eine Fußgängerbrücke kamen wir zum Visitor-Center. Von hier ging es wieder hinunter, um mit einem Schiff nahe an die Wasserfälle heran zu fahren. Dieses Mal hatten die Caps eine andere Farbe, die Nässe war die Gleiche, nur mit kurzen Hosen und barfuß in Sandalen konnte nicht mehr so viel nass werden.

Im Anschluss daran konnte man noch auf eine Aussichtsplattform über dem Niagara. Zum Glück war kein Glasboden installiert. Im Visitor-Center zeigten sie einen Film über die Menschen an den Wasserfällen im Laufe der Zeit und berichteten über Menschen die sich die Fälle hinunter gestürzt hatten und überlebten. Da haben einige Familien mit Kindern fluchtartig den Saal verlassen.

Anschließend fuhren wir mit einem Shuttlebus zu einem kleinen Aquarium. Jetzt wurden die Schatten länger und mit einem Stopp bei den Inseln mit Namen: die drei Schwestern, wo ich 2 schöne Schlangen sah, fuhren wir zu unserem RV-Platz zurück.

Entlang dem Erie-Kanal

Der Erie-Kanal erstreckt sich vom Erie-See bei Buffalo nach Osten, südlich des Ontariosees bis zum Hudson River, der die Verbindung zum Atlantik darstellt. Wie in Frankreich gibt es auch hier entlang des Kanals ein Treidl-Pfad, der jetzt zum Fahrradweg ausgebaut wurde. Wir umfuhren Rochester und erreichten in Brockport den Kanal.

Die Scenic-Route 31 führt zwar nicht direkt am Kanal entlang, aber bei den auf dem Weg liegenden Städtchen treffen Kanal, Straße und Eisenbahn zusammen. Den ersten Stopp machten wir in Albion bei einem großen Trödelladen. Auch hier waren durchaus wertvolle Teile zu sehen. Uns faszinierte eine große Puppenstube, bei der jedes Zimmer liebevoll ausstaffiert war.

In Medina wollten wir eigentlich einen Kaffee trinken. Auf der Suche danach fanden wir ein Eisenbahnmuseum mit Modellbahnanlage in einem ehemaligen Güterschuppen. Vor allem die HO-Anlage faszinierte uns eine Weile. Vor dem Gebäude standen eine Lok der New York-Central und diverse Wagons mit denen Museumsbetrieb durchgeführt wird.

Unser letzter Stop für heute fand in Lockport statt. Dort konnten wird eine Hubbrücke in Aktion beobachten und direkt in der Stadt gab es eine Doppelschleuse. Da wir uns ja in einem Weingebiet befinden, nutzten wir den Hinweis auf eine Weinprobierstube, Gudrun durfte ja – probieren und ich dann zahlen. Für 20 $ bekommt man ein anständiges Tröpfchen. Die Ecke hier ist scheinbar etwas teurer.

Der angefahrene KOA-Campingplatz verlangte fast 100 $ pro Nacht, etwa das Doppelte wie gestern. Das war uns zu viel und so stehen wir heute hinter einem Motel mit einigen andren Wohnmobilen für 43 $, es geht auch anders.

Die Finger-Lake Region

Von Nord nach Süd erstrecken sich etliche Seen von beachtlicher Länge. Zwischen ihnen befinden sich Hügelketten, wo sich Amish-People niedergelassen haben. Hier soll man auf Kutschen aufpassen. Unterwegs sahen wir zwei Kinder am Straßenrand laufen, über ihrer „historischen Kleidung“ Warnwesten tragend.

Weiter zu den Seen hin befinden sich viele Weingüter, im Uferbereich Ferienhäuser und andere Urlaubseinrichtungen. Hier verbrachten wir auch unsere letzte Nacht, idyllisch im Wald mit Zugang zum See. Auf einer Wiese im Campground ästen 3 Weißwedelhirsche. Alles war schön, bis wir am Morgen von Schüssen aufgeschreckt wurden, nicht auf dem Platz, aber es verdarb die Stimmung.

Am Nordende des Seneca Sees liegt Geneva, ein nettes kleines Städtchen. Hier waren wir bummeln. Etwa 20 Meilen weiter liegt Canandaigua am gleichnamigen See. Hier bekamen wir die Pizza auf der Tortenetagere, die hat uns mal wieder zu zweit genügt: Angus-Fleisch, Pilze, Käse mit Balsamico-Essig. Das war mal was Besonderes.

Es ist die Hauptstadt der Ontario-Region, etwa wie ein Landkreis. Für den Regierungssitz wurde die Form des Capitols gewählt mit goldener Figur auf der Spitze, die die Justitia darstellt. Selbst im Internet konnte ich kein besseres Bild finden. Zu Fuße in einer kleinen Anlage fanden wir einen Gedenkstein von 1994, der das hundertjährige Friedensabkommen der USA mit den „6 Indianerstämmen“ würdigt. Die Rückseite des Steins zeigt eine Zeichnung der native Americans.

Corning – Museum of Glass

In der Nacht hatte es ganz schön geregnet, aber am Morgen riss der Himmel auf. Wir hatten nur ein paar Meilen zufahren und erreichten bald das Welcome-Center von Corning. Das ist ein großer Parkplatz am Stadtrand mit einem Besucherzentrum wo man seine Informationen zu einer Stadtbesichtigung erhält. Außerdem fährt von hier ein Bus in einer Schleife alle Sehenswürdigkeiten ab und das umsonst.

Die erste Station war gleich das Glasmuseum. Zum Einen zeigte man uns verschiedene Techniken um das Glas. Von der Bearbeitung als Glasbläser oder mittels der Gasflamme einige Glaskünstler, die Funktion der Glasfaser wie auch das Zerbrechen verschiedener Gläser wurde demonstriert und die Ergebnisse erklärt.

Der andere Teil beschäftigte sich mit der Entwicklung der Glasverarbeitung von den Anfängen bis heute. Die wichtigsten Glasmanufakturen wurden dabei besonders vorgestellt, wie zum Beispiel Murano bei Venedig. Viel Raum nahm auch die Präsentation zeitgenössischer Glaskünstler ein. Irgend wann war es uns zu viel zum Schauen und wir nahmen den Bus in die Altstadt.

Die Altstadt muss man sich anders vorstellen wie in Europa. Oft ist es nur eine Straße, die mit 2-3-stöckigen Backsteinbauten bebaut ist. In den Nebenstraßen findet man nur noch einstöckige Holzbauten. Hier in Corning ist die Altstadt etwas größer und stattliche Häuser mit interessanten Geschäften findet man hier. Natürlich auch Restaurants. Mit denen gehen wir diese Reise etwas am Krückstock, denn zum Dinner werden meistens nur Hamburger, Sandwich oder Wrapps (im Taco Eingewickeltes) angeboten. Fast- und Fingerfood, ein Teller und Besteck findet man selten. „Mexikaner“ haben wir noch gar nicht gesehen, aber wenn man Glück hat findet man einen „Italiener“ .

Sonntag vor Labour-Day

Als Erstes war auf dem Campingplatz das Hufeisen-Werfen angesagt. Zwei Mann, Frauen spielten nicht mit, bildeten eine Mannschaft und warfen je 2 Eisen, die um eine etwa 12 m entfernte Eisenstange zum Liegen kommen sollten. Aber auch die Profis taten sich schwer damit. Es war zudem frisch und als es anfing zu tröpfeln, beschlossen wir ein zu packen und weiter zu fahren.

7 oder 7C, da hieß es sich zu entscheiden. Die 7 führte autobahnmäßig weiter, die 7C war die alte Landstraße, mit der wir durch die Ortschaften kamen. Orte waren immer über die Autobahn ausgeschildert, um die Landstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Später hieß die 7C „Old 7“.

Owego

In Binghamton sahen wir von einer Brücke mehrere Loks der Susquahanna Rail Road. Dort hin machten wir einen kurzen Abstecher. Der Ort war für unseren Geschmack schon zu groß. In der Innenstadt wechselten sich alte Gebäude mit neuen gesichtslosen Fassaden ab. Einige alte Gebäude waren abgerissen und die Grundstücke waren asphaltiert. Es sah aus wie ausgefallene Zähne in einem Gebiss. Also weiter.

In Owego wurde auf historische Häuser hin gewiesen. Dort stellten wir das Wohnmobil ab und bummelten einige Straßen ab. Hier waren die alten Häuser meist gut gepflegt und auch die Gartenanlagen waren hübsch, vor allem blühten die baumgroßen Hortensien üppig. An einer Stelle hatte man einen Blick über den Fluss. Zwei Golfspieler versuchten mit einem Schlag die Bälle über den Fluss zu schlagen, was ihnen fast gelang. Wie sie ihre Bälle wieder heraus geholt haben, konnten wir nicht verfolgen.

Etliche Lokale waren wegen des Ferienwochendes geschlossen. Zu zweit gönnten wir uns eine Pizza Stromboli, eine Calzone, die oben eingeschnitten war, so dass man durch die Öffnungen die rote Lava sehen konnte. Für 20 $ incl. unsweeted Eistee und Kaffee wurden wir beide gut satt. Danach gingen wir in einen Antquitätenladen, um ein Schneidebrett fürs Wohnmobil zu suchen. Über 2 Stockwerke waren die Stücke verteilt und es gab alles, was man nur denken kann, vom Ramsch bis zu wertvollen Stücken. Wollte man nichts übersehen so hätte man bestimmt einen ganzen Tag gebraucht. Und so haben wir zwar kein Schneidebrett (war zu teuer), dafür aber ein Tablett gekauft und ich habe einen Güterwagen für meine Eisenbahn gefunden.

Wenn dann nicht die elende Suche nach einem Campingplatz gewesen wäre. Der heraus gesuchte State Park war nur primitiv, der nächste KOA war bis zum letzten Platz gefüllt und jetzt stehen wir schief im Wald und suchen nach dem Frühstück das Weite.

Einkaufsfahrt am Susquahanna River

Da es hier im Kellystone Park absolut nichts zum Kaufen gibt, mussten wir für das Wochenende noch Einkaufen fahren. Vor allem hatten wir noch kein vernünftiges Brot gefunden. Unser erstes Ziel war Afton. Uns fielen ein paar nette Häuser auf. In einem Hardware-Store suchten wir nach einem vernünftigen, nicht zu langem Besen, auch fehlte uns ein Fußabstreifer. In einem nahen Café stärkten wir uns mit einem guten Kaffee. Mit regionalen Produkten aus Ahornsirup, Schmuck und einigen Bildern peppte sie das Angebot ihres Ladens auf.

Im nächsten Ort, Bainbridge setzten wir die Suche nach Brot fort. Ein kleiner Ortsbummel führte uns schließlich zu einem Restaurant mit Pizzeria. Gudrun bestellte nur ein Stück Pizza, ich Fleischbällchen auf Spaghetti, dazu bekam ich einen Salat in 4 aus Pizzateig gebackenen Brötchen. Vom Salat mit den Brötchen allein hätte ich satt werden können, so nahmen wir einen Teil der Brötchen und die Hälfte der Fleischklöße mit ins Wohnmobil. Was das kostet?: 9,80 $. Mit Gudruns Pizza und weiterem Salat und anschließendem Kaffee kamen wir mit 25 $ hin.

Unsere Brotsuche ging weiter. In Sidney, was bekanntlich etwas größer ist, fanden einen „Greater America“ Supermarkt, der seinem Namen gerecht wurde. Gleich nach dem Eingang sahen wir ein reiches Brotangebot, u. a. Der Typ Heidelberg, das man getrost in die Hand nehmen konnte, ohne dass man es zerdrückte. Hier gab es auch eine reiche Auswahl Obst und Gemüse. Sonst machte der Ort einen etwas herunter gekommenen Eindruck. Gut war die Bibliothek von der ich die beiden letzten Blogbeiträge absenden konnte.

Ich habe ja noch zwei Bilder vom Wohnmobil, dass die Slide-Out Teile zeigt. Vor allem im Schlafzimmer erhalten wir damit einen Zugang zum Schrank, der sich am Fußende der Querbetten befindet. Die Teile machen einen stabilen Eindruck, quietschen aber fürchterlich beim Herein- bzw. Herausfahren. Die Elektromotoren funktionieren nur bei eingeschaltetem Auto-Motor. Aufpassen muss man natürlich, dass direkt neben dem Wohnmobil nichts steht.