Sonntag vor Labour-Day

Als Erstes war auf dem Campingplatz das Hufeisen-Werfen angesagt. Zwei Mann, Frauen spielten nicht mit, bildeten eine Mannschaft und warfen je 2 Eisen, die um eine etwa 12 m entfernte Eisenstange zum Liegen kommen sollten. Aber auch die Profis taten sich schwer damit. Es war zudem frisch und als es anfing zu tröpfeln, beschlossen wir ein zu packen und weiter zu fahren.

7 oder 7C, da hieß es sich zu entscheiden. Die 7 führte autobahnmäßig weiter, die 7C war die alte Landstraße, mit der wir durch die Ortschaften kamen. Orte waren immer über die Autobahn ausgeschildert, um die Landstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Später hieß die 7C „Old 7“.

Owego

In Binghamton sahen wir von einer Brücke mehrere Loks der Susquahanna Rail Road. Dort hin machten wir einen kurzen Abstecher. Der Ort war für unseren Geschmack schon zu groß. In der Innenstadt wechselten sich alte Gebäude mit neuen gesichtslosen Fassaden ab. Einige alte Gebäude waren abgerissen und die Grundstücke waren asphaltiert. Es sah aus wie ausgefallene Zähne in einem Gebiss. Also weiter.

In Owego wurde auf historische Häuser hin gewiesen. Dort stellten wir das Wohnmobil ab und bummelten einige Straßen ab. Hier waren die alten Häuser meist gut gepflegt und auch die Gartenanlagen waren hübsch, vor allem blühten die baumgroßen Hortensien üppig. An einer Stelle hatte man einen Blick über den Fluss. Zwei Golfspieler versuchten mit einem Schlag die Bälle über den Fluss zu schlagen, was ihnen fast gelang. Wie sie ihre Bälle wieder heraus geholt haben, konnten wir nicht verfolgen.

Etliche Lokale waren wegen des Ferienwochendes geschlossen. Zu zweit gönnten wir uns eine Pizza Stromboli, eine Calzone, die oben eingeschnitten war, so dass man durch die Öffnungen die rote Lava sehen konnte. Für 20 $ incl. unsweeted Eistee und Kaffee wurden wir beide gut satt. Danach gingen wir in einen Antquitätenladen, um ein Schneidebrett fürs Wohnmobil zu suchen. Über 2 Stockwerke waren die Stücke verteilt und es gab alles, was man nur denken kann, vom Ramsch bis zu wertvollen Stücken. Wollte man nichts übersehen so hätte man bestimmt einen ganzen Tag gebraucht. Und so haben wir zwar kein Schneidebrett (war zu teuer), dafür aber ein Tablett gekauft und ich habe einen Güterwagen für meine Eisenbahn gefunden.

Wenn dann nicht die elende Suche nach einem Campingplatz gewesen wäre. Der heraus gesuchte State Park war nur primitiv, der nächste KOA war bis zum letzten Platz gefüllt und jetzt stehen wir schief im Wald und suchen nach dem Frühstück das Weite.

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