Downeast Scenic Railroad

Sonntag und uns gehen die wichtigsten Lebensmittel aus, aber in Bar Harbor, gestern, fanden wir für so triviale Dinge wie 1 Gallon Trinkwasser-Flaschen keinen Laden. So fuhren wir mit dem Wohnmobil in die entgegen gesetzte Richtung nach Ellsworth. Auf dem Weg kamen wir an einem Lobster (Hummer)-Lokal vorbei. Das erinnerte uns doch stark an das Titelbild zum Blog, das ich von Stephan zur Verfügung gestellt bekam.

Die Äpfel sind reif.

Fangkästen und Bojen in Mengen: Die wichtigsten Dinge, die ein Hummerfischer braucht. Am frühen Morgen war noch alles ruhig. Gegenüber am Straßenrand war ein Stand mit Tomaten und Eiern, da konnten wir den ersten Punkt auf der Einkaufsliste, die Tomaten schon mal streichen. Am Ortseingang von Ellsworth fanden wir einen riesigen Walmat mit vielen Autos auf dem Parkplatz, also war er auf und wir gleich darauf drinnen.

Er war gut sortiert und kamen bald voll beladen wieder heraus. In dem großen Wohnmobil verschwand alles schnell ohne Spuren zu hinterlassen. Jetzt wollten wir uns im Ortszentrum mit einer Tasse Kaffee belohnen. So weit kamen wir aber nicht, da Gudrun ein Plakat von der Downeast Scenic Railroad las.

Bei einem kurzen Stop erfuhren wir, dass heute gegen Mittag noch eine weitere Runde gefahren wurde. Wir könnten uns doch ein Lunchpaket holen und dann im Zug essen. So machten wir es auch. Ein Seefood-Laden hatte schon auf und machte uns 2 gemischte Krebs/Hummer Sandwiches.

In einem offenen Eisenbahn-Wagon saßen wir bald darauf und ließen uns unser Lunch schmecken. Vorne am Zug befand sich eine ALCO S4 aus dem Jahre 1950, die ihre Arbeit brav verrichtete, aber von Green-Diesel noch nichts gehört zu haben scheint. Die geschlossenen Wagons wurden bereits in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut und recht gut erhalten.

Die Strecke, die wir befuhren waren das Endstück der ehemaligen Maine Shorline Railroad von 1884, die von Anfang an hauptsächlich dem Personenverkehr diente. Als sie engestellt und abgebaut werden sollte, kümmerte sich ein Verein um die verbliebenen Lokomotiven und Wagons und führt den Turismus-Verkehr durch.

Das Ende besteht aus einem Gleisdreieck, wo früher ganze Züge gedreht werden konnten und sich jetzt die Werkstätten des Vereins befinden. Vom Zug aus hat man schöne Blicke auf den Ort Ellsworth wie auch die Landschaft um den Ort mit Adlernestern und das Werkstatt-Gelände. Es war eine wirklich unterhaltsame Fahrt.

Das wir nette Leute kennen gelernt haben, soll nur am Rande erwähnt sein. Und wie der Tag ausging?, mit einer guten Tasse Kaffee und einem tollen Eis: Man gönnt sich ja sonst nichts.

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