Inhaltsübersicht über unsere Reise in die Extremadura im Frühjahr 2024

Frühlingsreise in die Extremadura

Von Crailsheim über Rambervillers nach Épinal

St. Desert – ein netter Zwischenstop

Aprilwetter auf den Weg nach Salles.

Burgos

Alaejos

Via Verde de Monfragüe

Weiß der Geier …in Monfragüe

Nationalpark Monfragüe

Via Verte ab Plasencia

Cáceres

Los Barruecos

Alcántara

Waschtag in Cáceres

Trujillo

Via Verde von der Estación Villar de Plasencia nach Aldeanueva del Camino

Via Verde de la Plata 3. Teil

Parque national de Doñana

El Rocío

Isla Cristina

Isla Cristina bei Sonnenschein

Ostern 2024

El Puerto de Santa Maria – El Castillo

Cádiz

Waschtag

Küstenfahrt mit dem Fahrrad

Sierra Morena

Embalse de José Torán

Laguna Fuente de Piedra

Orchideenwanderung

Vogelexkursion

Wanderung auf den Sierrecilla

Fuenteheridos

Sierra Aracena & Picos

Die Minen des Rio Tinto

Naturpark Monfragüe

Baños de Montemayor nach Navalmoral de Béjar

Naturpark Monfragüe

En el camino

Cudillero in Asturien

Ribadesella – Am Ufer der Sella

Die Höhlen von Ribadesella

Comillas

Santillana del Mar

Laredo

St. Jean-de-Luz

Fahrttour nach Biarritz

Sur la piste Roger Lapébie

Bahnhof La Sauve

Angoulême

Angoulême Street-Art

La Vallée des Singes (Das Tal der Affen)

Châtres-sur-Chêr

Cosne-Cours sur Loire

Guedelon

Canal entre Champagne et Borgogne

Metz

Metz

Nach der gestrigen Fahrradtour haben wir noch alles zusammen gepackt und sind bis Metz gefahren. Den Camping Municipal kannten wir zwar schon, es ist aber immer wieder eine Herausforderung die Einfahrt zu finden.

Heute war Stadtbummel angesagt, eingeschlossen ein Besuch beim Friseur. Bisher hatten wir für solche Nebensächlichkeiten nie genug Zeit, denn ohne Termin geht so was auch in Frankreich nicht. Nun, das konnten wir gut über die Bühne bringen und sehen nun fast wie Franzosen aus.

In einem Straßenrestaurant aßen wir noch mal Moule Frites, ein Straßenmusikant spielte französische Chansons auf seiner Ziehharmonika. Es war alles Perfekt.

Ein Verdauungsspaziergang führte uns zu der imposanten Kathedrale. Ihr klarer gotischer Stil beeindruckt und dominiert die Altstadt. Immer wieder blieben wir stehen, um die imposanten Häuser aus der Zeit von 1880 bis 1910 zu bewundern. Die Architekten wie Knobloch hatten sich in der Fassade verewigt. Von der Gründerzeit bis zum Jugendstil ist alles vorhanden.

Die weitläufige Fußgängerzone ist durch versenkbare Säulen gesichert und wird nur von wenigen Fahrzeugen im Schritt befahren. Bei den Geschäften fielen uns mehrere Musikgeschäfte auf, Instrumente und auch CD´s konnte man kaufen, Daneben gibt es Spezialitäten aus dem Land und auch eine Drogerie, wie es sie vor langer Zeit gab, da war mir leider nur ein Bild durch die Scheibe möglich. Es lohnt sich die Details an zu sehen.

Ach, ja! Bevor ich es vergesse: Das ist für diese Reise mein letzter Beitrag. Morgen sind wir wieder in Deutschland und der Rest ist nichts als Heimfahrt. Danke meinen treuen Lesern, auch für den einen oder anderen Kommentar. Wer meinen Blog abonniert hat, erfährt, wann es weiter geht, vermutlich in die Bretagne. Euer Horst-H. Henßen

Guedelon

Fest stand, dass wir nach ein paar Jahren mal wieder zur Burgenbaustelle Guedelon fahren wollten. Wir sind extra früh aufgebrochen, und waren 15 Minuten vor Kassenöffnung da, aber ein groß Teil der Parkplätze waren schon belegt und die Schlange vorm Eingang dem entsprechend groß.

Wir kamen dennoch sehr zügig rein, da die meisten ihr Ticket bereits über das Internet gelöst hatten. So standen wir nun plötzlich vor der Burg. Sie wirkt viel gewaltiger wie zuvor. Die Westseite ist nun ganz fertig und der Behelfseingang auf de r Ostseite gibt es nicht mehr. Dort wächst gerade die Mauer empor. Wir hatten etwas Glück und konnten verfolgen, wie die Arbeiter Steine in eine hölzerne Trage luden, die darauf mit dem Kran über die Mauer in den Innenhof gebracht wurden.

Die meiste Arbeit konnten wir in den Ateliers verfolgen. Zimmerleute fertigten mit Äxten Balken. Ein Schreiner war am Hobeln, daneben arbeitete ein Drechsler, während in einer anderen Hütte ein Wagner eine neue Radnabe fertigte.

fertige Westseite

Vollkommen neu für uns waren die Fenster. Sie bestehen aus einem in einen Rahmen gespanntes dünnes Leder, mache auch aus Tuch. Da scheint man noch zu experimentieren, wie an deren Bemalung.

An anderer Stelle wurde ein neuer Kräutergarten angelegt, daneben steht ein Backofen und ein Brennofen für Keramik ist auch neu am Erstehen. Wir hatten den Eindruck, dass trotz der vielen Baufortschritte ein Ende der Arbeiten noch nicht so schnell zu befürchten ist.

ehemaliger Eingang

Cosne-Cours sur Loire

Gestern waren wir so rechtzeitig angekommen, dass wir mal wieder ins Strandrestaurant essen gehen konnten. Vom Strand ist im Moment nichts zu sehen. Die Sorge geht eher in die Richtung, ob der Wasserstand endlich fällt und das Lokal vor Überschwemmung verschont bleibt.

Früher gab es hier ein fantastisches Buffett, das ist vorbei, aber der Grillteller für 2 Personen mit 2 Beilagen war so reichlich, dass wir sie nicht geschafft haben.

Vor dem Lokal stand ein Citroen Traction Avant, der bei dem schönen Wetter Ausfahrt hatte.

Heute sind wir mit den Fahrrädern den Loire-Radweg abwärts bis Belleville gefahren. Immer am Wasser entlang. Auf einer Weide sahen wir Esel und Pferde, auf einer anderen standen Störche, die es hier nur ganz selten zu sehen geben soll. Dazu schwammen Schwäne und Gänse in der Nähe um sie herum.

Auf dem Rückweg fuhren wir ein Stück am Loire-Seitenkanal entlang. Da lag auch schon eine Yacht aus der Schweiz am Ufer. Über eine Kanalbrücke kehrten wir wieder auf den offiziellen Radweg zurück.

Die Haptblütezeit der Einjährigen Pflanzen ist vorbei. Trotzdem gibt es hin und wieder was zu entdecken.

Châtres-sur-Chêr

Gestern sind wir am Chér angekommen. Das Flüsschen, heute eher „Fluss“, ist längst nicht so bekannt wie die Loire, obwohl einige der bekanntesten „Loireschlösser“ am Chér liegen. Das wirkt sich auch auf den Tourismus aus. Es gibt nur wenige einfach ausgestattete Camping-Municipale, der hier rührend betreut wird.

Am Chér führt ein Fern-Radwanderweg entlang. Wie wir heute erfahren haben, ist man an dessen Ausbau fleißig dran. Wir hatten uns entschieden den Weg nach Süden hin zu verfolgen. Der Weg war ganz neu betoniert. Fiel nach dem Ort aber ab zu den Wiesen am Rande des Chér, so tief, dass eine Weiterfahrt mit großer Sicherheit zu einem unfreiwilligem Bad geführt hätte. Also umdrehen und den Weg in die andere Richtung folgen.

Hier galt es einige Baustellenabsperrungen zu umfahren, was hier üblich ist, und bald erreichten wir das mittelalterliche Örtchen Mennetou. Eine Kapelle, die Feuerwehr in Ausgehuniform und eine größere Gruppe von Personen zog an uns vorbei. Über eine ehemalige Zugbrücke betraten wir den Ort und schauten uns ein wenig um.

Später fuhren wir dann weiter nach Villefranche-sur-Chér. Hier bekamen wir in einem Ausflugslokal am Chér etwas zu essen. 350 g Steak, da kann man zum Vegetarier werden, aber der warme Ziegenkäse mit Frites und Wurst war gut, nur zu viel. Zum Glück ließ sich die Wurst gut einpacken.

Mennetou

Wie immer verläuft die Rückfahrt viel schneller, wenigstens hat man den Eindruck. Jetzt gibt es nur noch eins: in der Sonne liegen, faulenzen und später eine Dusche genießen.

La Vallée des Singes (Das Tal der Affen)

Heute Morgen kamen wir früh weg. Der Wagen rollte gemütlich mit 80 Sachen durch die Landschaft, da kam uns die Idee, mal einem der braunen Hinweisschilder, die auf Sehenswürdigkeiten entlang der Straße hinweisen, zu folgen. Schon bald kam das erste, und an der nächsten Ausfahrt ging es ins Tal der Affen.

Wir sahen uns zuerst etwas skeptisch an, ist das was für uns?, aber warum nicht! Die Beschilderung war schlecht, aber mit dem Handy kamen wir bald an. Von den Straßen hier her erwarteten wir nicht viel, eine Stelle, die prädestiniert war für ein Funkloch, und dann ein großer Parkplatz.

Der Eintritt von 23 € ließ uns dann noch mal kurz stutzten, aber nun waren wir schon mal hier.

Schon beim Betrachten des Plans der Anlage kamen wir ins Staunen. So viele Arten an Affen soll es hier geben! Der Hinweis, keine offenen Taschen mit sich zu führen und alles eng am Körper tragen, verriet, dass wir sehr nah an die Affen heran kommen würden.

Die meisten Arten leben auf Inseln, die von einem breiten Graben umgeben sind. Da fühlen sie sich sicher und man kann sie ohne störenden Glasscheiben oder Zäune beobachten. Die Fütterungszeiten waren angeschrieben. Einige Gebiete mussten wir durch Schleusen betreten. Hier waren wir unter Affen. Füttern und Streicheln ist verboten, obwohl es schon reizt, wenn man so nah an einen Affen heran kommt, ihm mal durch die Wolle zu fahren.

Die Tiere werden wie Wildtiere gehalten. Große Bäume und Gebüsch ermöglicht, dass sie sich zurück ziehen können. Einige Stämme und Seile wurden so drapiert, dass die Affen sich gerne dort aufhalten, wo die Besucher sie gut beobachten können.

Schon bald waren wir überzeugt, dass sich das Eintrittsgeld gut angelegt war. Zudem war es ein Tag unter der Woche, an dem nicht so viele Besucher Zeit hatten und wir immer einen Platz in der ersten Reihe bekamen, oft waren wir allein in einem Bereich. Falls jemand dort vorbei schauen möchte, hier die Adresse: La Vallée des Singes, Le Gureau – 86700 Romagne, eine homepage gibt es auch.

Angoulême Street-Art

Der eigentliche Grund, weswegen wir nach Angoulême gefahren sind, dass es hier viele schöne Bilder an den Häusern gibt und der Ort eine besondere Beziehung zu Comics und deren Künstler hat. In einem großen Bild, das auf einer großen Betonfläche, das den Hang unter der Altstadt schützt, bezeichnet sie sich als Kreative Stadt.

Hier wird vieles unterstützt und so gibt sich die Stadt recht bunt und modern, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Gestern zeigte ich euch den Hinkelstein von Obelix, heute sollen es eine ganze Hauswand mit Goszinny und seinen Figuren sein, aber auch Lucky Luke mit seinem Pferd finden sich hier.

Die Themen beschränken sich aber nicht auf Comicfiguren, oft sind es die kleinen Bilder, die einen besonderen Reiz ausstrahlen.

Am meisten Beachtung finden natürlich die großen Giebelbilder, die über mehrere Stockwerke reichen. Das ist eine kleine Auswahl von über 90 Bildern, die ich geschossen habe.

Angoulême

Im Laufe des Vormittags klarte es immer mehr auf und ich holte die Fahrräder heraus. Der Campingplatz liegt neben einem Naherholungszentrums, dem Plan d´eau. Trotz des unsicheren Wetters waren viele Menschen auf den Wegen um den See anzutreffen. Hier waren die Wege zum Teil asphaltiert, etwas weiter die Charente entlang in Richtung der Stadt waren sie nur noch gesandet. Der war ein mal hart, nun, nach dem vielen Regen war er stellenweise weich.

Ein Teil der Charente wird in einen Kanal geleitet, der zum Wildwasserfahren genutzt wird. Es fand ein Wettkampf statt, dem wir eine Weile zuschauten. Hier eine Scene aus dem Training.

Dann ging es für uns weiter in die Stadt. Der Niveauunterschied zwischen der Charente und dem Weg sehr gering und stellenweise mussten wir mitten durch große Pfützen fahren. Absteigen wäre da nicht so gut gewesen. Jogger schlappten mutig am Rande durch tiefen Matsch, aber kaum jemand drehte um. Allem zum Trotz kamen wir gut in der Stadt an.

Am Comic-Museum vorbei fuhren wir hinauf in die Altstadt. Hier befinden sich die meisten Street-Art Kunstwerke an den Wänden. Wir hatten zum Glück einen Plan dabei auf dem die Sehenswürdigkeiten verzeichnet waren. Wir mussten nur die richtigen Straßen finden. Verzeichnet sind aber nur die Bilder, die offiziell von der Stadt in Auftrag gegeben worden sind.

Daneben gibt es noch viele städtische Mülleimer, Trafokästen und nicht zuletzt die heimlich angebrachten kleinformatigen Bilder. Die zu finden ist eine besondere Herausforderung.

Schön fanden wir, dass ziemlich konsequent leere Schaufensterscheiben durch Bilder verschönert wurden. Einige Läden ließen Bilder auf die Scheiben zu Werbezwecken malen. Wobei die historische Bausubstanz, vor allem die Kirchen auch unsere Aufmerksamkeit geschenkt bekam.

Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Boulodrom vorbei, wo seit gestern Wettkämpfe ausgetragen wurden. Für mich überraschend spielten etliche Kinder und Jugendliche in ihren Altersgruppen mit großem Eifer mit.

Fahrttour nach Biarritz

Es gibt ja einen Fahrradweg, der von der belgischen Grenze bis nach Spanien, immer an der Küste entlang führt. Diesem wollten wir heute bis nach Biarritz folgen. Gleich am Ende des Campingplatzes brauchten wir den ersten Gang, um den ersten Buckel zu überwinden.

Oben gab es eine wunderbare Aussicht hinunter an den Strand und weiter bis nach Spanien. Danach ging es bremsend den nächsten Hang hinunter und anschließend wieder hinauf. Hier begegneten wir vielen Wanderern. Der Weg war auch mehr was für Bergwanderer.

Blick auf die Pyrenäen

Gesplittete Teil zwangen uns immer mal wieder zum Absteigen, die Aussichten waren dann die Belohnung. In der Zwischenzeit wurde es immer wärmer und wir fingen an, Teile unserer Kleidung in den Fahrradkörben zu verstauen.

Die Ortschaften waren sehr sauber und gepflegt und noch häufig sieht man die roten Fachwerke, die weiß verfacht sind und mit Blumen geschmückt. So langsam näherten wir und Biarritz, Golfplatz und Paläste in exponierter Lage wiesen uns darauf hin.

Am Rande des Zentrums entdeckten wir einen Steg der zu einer Insel mit einer Madonna oben drauf führte. Von hier aus hatte man einen magischen Rundumblick, so viel Wasser und eine Blick auf die Stadt, als stehe man auf einem Boot.

Auf dem Rückweg fanden wir am Rande der Innenstadt ein nicht so überlaufenes Lokal und gönnten uns als Vorspeise eine Portion Moule crème frites (Miesmuscheln in einer Cremesoße mit Pommes frites) und hinter her eine Pizza Chèvre miel (Ziegenkäse & Honig). Wenn das kein guter Einstieg nach Frankreich ist!!!

Was ist echt, was gemalt?

St. Jean-de-Luz

Vor Jahren waren wir schon mal hier und hatten den Ort in sehr guter Erinnerung, weshalb wir zurück gekommen sind. Wir haben einen Platz direkt am Strand. Das Bild ist im Abendlicht aufgenommen, da kam endlich die Sonne heraus.

Während der Fahrt von Spanien nach Frankreich sind wir leider der Sonne davon gefahren, hinein in den Regen. Wir redeten schon vom Umdrehen. Am späten Nachmittag war es dann so, dass wir mit den Rädern eine Tour in den Ort wagen konnten.

Campingplatz bei Ebbe liegt rechts am Rand

Dabei muss man einen kleinen Berg überqueren, aber mit den E-Bikes ging das. Im Ort war überraschend viel los. St. Jean-de-Luz ist ein kleines Ferienzentrum. Um eine hübsche Bucht herum gelegen mit einem Hafen, zum Meer hin durch alte Festungsanlagen geschützt gibt es optisch was her.

Die Fußgängerzone mit vielen Läden lädt ein zum Schlendern und Schauen, was man nicht alles nicht braucht. Mit etwas Mühe fanden wir einen Bäcker, der uns ein sehr gutes Pain-de-Champagne anbot. Im Informationszentrum bekam ich etliches Material zum Fahrrad-Fahren.

Da ist man hier viel weiter wie in Spanien. Überall sind Fahrradwege ausgeschildert, gibt es an Straßen abgetrennte Fahrradstreifen und auch in Einbahnstraßen sind breite Streifen für Fahrradfahrer in entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung reserviert.