Gestern sind wir am Chér angekommen. Das Flüsschen, heute eher „Fluss“, ist längst nicht so bekannt wie die Loire, obwohl einige der bekanntesten „Loireschlösser“ am Chér liegen. Das wirkt sich auch auf den Tourismus aus. Es gibt nur wenige einfach ausgestattete Camping-Municipale, der hier rührend betreut wird.

Am Chér führt ein Fern-Radwanderweg entlang. Wie wir heute erfahren haben, ist man an dessen Ausbau fleißig dran. Wir hatten uns entschieden den Weg nach Süden hin zu verfolgen. Der Weg war ganz neu betoniert. Fiel nach dem Ort aber ab zu den Wiesen am Rande des Chér, so tief, dass eine Weiterfahrt mit großer Sicherheit zu einem unfreiwilligem Bad geführt hätte. Also umdrehen und den Weg in die andere Richtung folgen.

Hier galt es einige Baustellenabsperrungen zu umfahren, was hier üblich ist, und bald erreichten wir das mittelalterliche Örtchen Mennetou. Eine Kapelle, die Feuerwehr in Ausgehuniform und eine größere Gruppe von Personen zog an uns vorbei. Über eine ehemalige Zugbrücke betraten wir den Ort und schauten uns ein wenig um.



Später fuhren wir dann weiter nach Villefranche-sur-Chér. Hier bekamen wir in einem Ausflugslokal am Chér etwas zu essen. 350 g Steak, da kann man zum Vegetarier werden, aber der warme Ziegenkäse mit Frites und Wurst war gut, nur zu viel. Zum Glück ließ sich die Wurst gut einpacken.

Wie immer verläuft die Rückfahrt viel schneller, wenigstens hat man den Eindruck. Jetzt gibt es nur noch eins: in der Sonne liegen, faulenzen und später eine Dusche genießen.
