Fahrradtour im Loirtal

Wunderschönes Wetter lädt ein auf dem Loir-Radweg die Gegend zu erkunden. Das ist ja auch der eigentliche Grund weswegen wir diesen Campingplatz heraus gesucht haben. Im Radtourenführer vom Informationszentrum ist nicht nur der Loir-Radweg sondern noch einige andere „Boucle“, wie der Franzose für kürzere Rundwegen sagt, verzeichnet.

Moulin

Gleich vor dem Campingplatz ist zum Boucle 21 ausgezeichnet, den Weg nehmen wir und erreichen nach kurzer Strecke eine romantisch gelegene Mühle. In der Stadt zweigen wir dann auf den Boucle 20 (alle sind gut miteinander vernetzt), um am Ufer des Loir nach Süden zu fahren. Hier ist es angenehm schattig. Verstreut liegen hier einzelne Gehöfte, in einem Brennsesselfeld ein altes Kirchlein bis plötzlich die Straße aufhört und ein langer Holzsteg über einen Arm des Loir führt.

Wir folgen dem Hinweis zu einem nahen Schloss, mehr ein Bauernhof mit Herrenhaus und Gartenanlage. Die Besitzerin öffnete gerade das Tor und stellt fest, dass alles privat ist und es nichts zu sehen gibt.

Ein Stück weiter sehen wir aber das nächste Schloss hoch über dem Loir liegen: in Montigny-le-Gannelon. Unten am Loir entdecken wir einen Kunstgarten und als Kontrast dazu ein Haus, dass sich jemand in den Berg hinein gebaut hat. Wir kommen in den Bereich des Tuffsteins, wo man häufig Keller oder wie hier das ganze Haus in den Steilhang hinein gegraben hat.

Unser Tourende, besser Umkehrpunkt war Cloyes-sur-le-Loir. Ein unauffälliger netter Ort, wo wir ein Restaurant fanden. Sie boten ein Menue an: Zur Vorspeise wählten wir Schinken mit Melone und Salat, als Hauptspeise Hühnchen in Champignonrahmsoße und Brokolimus, bzw. Colin (Fisch) mit verschiedenem Gemüse, Nachtisch 2 verschiedene Süßigkeiten oder Ricotta, das jeweils für 21 € pro Person, war einfach gut.

St Hilaire-sur-Yerre

Auf der Rückfahrt entdeckten wir noch Gemälde an Hauswänden in einem Ort, das uns bewies, dass es richtig ist, jeden Weg in beiden Richtungen zu befahren. – Das Fahrrad von obensieht man noch rechts vom Auto rausschauen, alles gemalt!

Châtres-sur-Chêr

Gestern sind wir am Chér angekommen. Das Flüsschen, heute eher „Fluss“, ist längst nicht so bekannt wie die Loire, obwohl einige der bekanntesten „Loireschlösser“ am Chér liegen. Das wirkt sich auch auf den Tourismus aus. Es gibt nur wenige einfach ausgestattete Camping-Municipale, der hier rührend betreut wird.

Am Chér führt ein Fern-Radwanderweg entlang. Wie wir heute erfahren haben, ist man an dessen Ausbau fleißig dran. Wir hatten uns entschieden den Weg nach Süden hin zu verfolgen. Der Weg war ganz neu betoniert. Fiel nach dem Ort aber ab zu den Wiesen am Rande des Chér, so tief, dass eine Weiterfahrt mit großer Sicherheit zu einem unfreiwilligem Bad geführt hätte. Also umdrehen und den Weg in die andere Richtung folgen.

Hier galt es einige Baustellenabsperrungen zu umfahren, was hier üblich ist, und bald erreichten wir das mittelalterliche Örtchen Mennetou. Eine Kapelle, die Feuerwehr in Ausgehuniform und eine größere Gruppe von Personen zog an uns vorbei. Über eine ehemalige Zugbrücke betraten wir den Ort und schauten uns ein wenig um.

Später fuhren wir dann weiter nach Villefranche-sur-Chér. Hier bekamen wir in einem Ausflugslokal am Chér etwas zu essen. 350 g Steak, da kann man zum Vegetarier werden, aber der warme Ziegenkäse mit Frites und Wurst war gut, nur zu viel. Zum Glück ließ sich die Wurst gut einpacken.

Mennetou

Wie immer verläuft die Rückfahrt viel schneller, wenigstens hat man den Eindruck. Jetzt gibt es nur noch eins: in der Sonne liegen, faulenzen und später eine Dusche genießen.