Palea Epidavros

Ich erwähnte das letzte Mal, dass ich noch ausführlicher über den Ort berichten würde. Den Namen des Ortes habe ich in der griechischen Version geschrieben, das geht in den Medien munter durcheinander und es ist nicht einfach sich zu orientieren.

Gestern Nachmittag habe ich noch einige Pflanzen am Wegrand fotografiert. Auf dem Titelbild erkennt man die Meerzwiebeln und griechische Zyclamen im Olivenhain. Clematis terniflora und den Madeirawein sind die nächsten Bilder.

Leider ist hier nicht mehr Platz, aber die anderen Bilder zeige ich im Film, später zu Hause. Heute Morgen haben wir mal wieder den Sonnenaufgang genossen und wenig später waren wir schon im Wasser, es ist trotz stürmischer Nacht noch angenehm warm.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit den Rädern die Zufahrt nach Norden ab. Es ging ganz schön hinauf nach dem Ort, bot uns aber dafür eine schöne Übersicht auf den Ort. Der Campingplatz liegt direkt gegenüber und ist nicht zu erkennen, da ihn der niedrige Buckel der Halbinsel verdeckt.

Da wir langsam anfangen an Zu Hause zu denken, haben wir bei einem Biobauern einen Kanister Öl eingekauft und beim Essen sahen wir noch eine Idee für unsere Freundin Maria für ihren nächsten Griechenlandurlaub.

Palea Epidaurus

Man könnte es wohl als „Alt Epidaurus“ übersetzen, denn es gibt hier gleich 2 Amphitheater, die wohl älter sind wie das berühmte und größte im 13 km entfernten Epidaurus. Am nördlichen Ende der Bucht gibt es einen kleinen Hafen, an den sich das Einkaufszentrum anschließt.

Südlich davon und abgetrennt durch eine schmale Halbinsel befindet sich der Sandstrand mit etlichen Campingplätzen, die teilweise offen und noch gut belegt sind. (Wir sind auf dem Platz Bekas.) Kein Wunder, denn die Lage ist traumhaft.

Da ist zum Einen die schöne Landschaft, zum anderen die Pflanzenwelt. Plantagen mit Orangen und Granatäpfel wechseln sich ab. Die Granatäpfel leuchten rot zwischen den dunklen Blättern hervor. Die Orangenblüten duften und an den Zweigen sieht man meist grüne, aber auch schon die ersten orangenen Früchte.

Scheinbar gibt es hier genug Wasser, denn hier herrscht Grün als Farbe vor, aber auch die Gartenblumen profitieren davon. Wo an anderen Orten die Bougainvilleas vertrocknete Blüten zeigen, blühen sie hier in vielen Farben und voller Pracht.

Der Ort bietet alles, was man sich wünscht, einen für deutsche Ansprüche guten Bäcker, Läden für jeden und jedes, Bars, Lokale, Tauchschulen und vieles mehr, ja mehr werde ich morgen erzählen.

Akro Korinthos

So, nun sind wir endlich auf dem Peleponnes gelandet. Nachdem die Temperaturen am Olymp deutlich unter 30° gesunken sind, sind sie jetzt wieder bei 31°, was sich auch an der Temperatur des Meeres bemerkbar macht. Nun aber mal eins nach dem anderen. Die Fahrt an Athen vorbei über die Berge war landschaftlich sehr schön und so fuhren wir am frühen Nachmittag den Campingplatz Isthmia südlich von Korinth an.

Im Hintergrund Hafen und Raffinerie von Korinth

Das letzte mal wuchsen uns hier die Orangen in den Mund, so hatten wir das Gefühl. Jetzt machte alles einen etwas vertrockneten und abgeschafften Eindruck. Außerdem war der Straßenlärm viel größer. Zwei Schulklassen belegten den größten Teil des Platzes und so sind wir nach nur einer Übernachtung weiter gezogen.

Erster Anlaufpunkt war der Akro Korinthos, einer Festungsanlage, die den Gipfel des Berges einnimmt. Am Fuße erinnerten wir uns noch an eine Quelle, wo wir alle leeren Flaschen auffüllten.

Der Blick vom Berg in die Landschaft ist nach allen Richtungen beeindruckend. Das gilt natürlich auch für die Burgruine. Aber statt da hinauf zu steigen, kletterte ich weiter rechts an die Felsen heran. Dort hatte ich Anfang Mai eine besondere Glockenblume entdeckt und auch dieses Mal gab es für mich eine Überraschung.

Hier standen 2 Schönheiten beieinander, die gelbe Sternbergia und die Efeublättrige Cyclame mit ihren fast weißen Blüten. Weier unten blühten auch noch die Meerzwiebeln. Als die Aufnahmen gemacht waren, rollten wir gemächlich den Berg hinunter und schauten hinab auf die Ausgrabungsstätte von Korinth (s. unsere Reise 2018).

Kamena Vourla

Der nächste größere Ort an der Küste ist Kamena Vourla. Erliegt dort, wo die Berge nah an das Meer heran rücken. Vom Campingplatz aus nahmen wir die parallel zum Wasser verlaufende Straße, später Weg oder Piste, bis wir am Ortsrand der nächsten Siedlung wieder durchgehend auf Asphalt fuhren. Hier hatte der Regen einiges unter Wasser gesetzt und mit einem Bagger mit großer Schaufel hatte man den Weg frei geschoben.

Die nächste Siedlung war wohl nur eine Feriensiedlung, die nun von Hunden beherrscht wird. Als uns an die 10 Hunde bellend umringten, war uns nicht sehr wohl und wir flüchteten. Die Griechen fahren Auto und dann ist es ihnen egal. Uns nicht und das wird unsere weitere Urlaubsplanungen beeinflussen. Der Strand hier ist auch ziemlich dreckig, wohl größten Teil dem letzten Unwetter gedankt, da ist noch viel Arbeit. Schwieriger wird es sein die Ruinen zu entsorgen, die sich über all befinden.

Total im Gegensatz dazu sind die Kirchen im Innern ausgestattet. Eine andere, vor allem uns Protestanten und Atheisten ungewohnte Kultur.

Zurück konnten wir die Hundemeute umfahren und bis sie uns entdeckten, waren wir schon weit genug weg, so dass wir nur noch deren wütendes Geheul hörten. Überraschend war für uns einen blühenden Birnbaum am Wegesrand zu entdecken. Die wilde Birne trägt bereits ihre harten Früchte, blühte trotzdem an vielen Zweigen. Die Wetterkapriolen haben die Pflanze aus dem Konzept gebracht.

Weiterfahrt nach Süden

Heute geht es weiter, kurz vor der Hauptstraße bot sich uns noch mal ein Blick auf die Burg und hinter uns auf den Olymp. Die Landstraße nach Larisa ist noch immer gesperrt. Von der Autobahn konnten wir noch große Verwüstungen erkennen, die die Wassermassen verursacht hatten. Ähnliches sahen wir immer wieder auf der Fahrt in Richtung Volos.

In einem unserer letzten Gespräche meckerten Deutsche über die Autobahngebühren. Wenn ich aber die Möglichkeiten vergleiche, so ziehen wir eine gut ausgebaute wenig befahrene Autobahn einer schlechten Landstraße mit vielen Ortsdurchfahrten vor, vor allem wenn ein größeres Stück des Wegs vor einem liegt.

Gegen Mittag fuhren wir bei Rafail ans Meer. Im Ort ging es mal wieder eng her, aber plötzlich öffnete sich der Ort zum Strand hin. Hier lagen viele, meist kleine Boote, an der Promenade. Da hinter lagen etliche Restaurants und Bars. Hier waren wir unter Griechen. Der richtige Ort für eine Rast.

Nun war es nicht mehr weit, das heißt aber nicht, dass es dann schnell geht, denn schon kurz nach Ortsende blühte es auf einer Wiese. Hier standen hunderte griechische Alpenveilchen und da, wo der Boden offener war Herbstblausterne.

Dann ging es auf die letzte Etappe und nach einem Sträßchen durch den Schilfgürtel der Ebene erreichten wir das Meer und den sehr gepflegten Campingplatz Venezuela. Der Laden ist immer noch geöffnet und enthält das Wichtigste, was man braucht und was nicht verfügbar ist besorgt einem die Chefin bis zum nächsten Morgen.

Panteleimonas

Hier sind wir seid ein paar Tagen auf dem uns schon bekannten Campingplatz Poseidon unter gekommen. Im Moment sind wir zu dritt – drei Wohnmobile. Der Strand gehört uns fast ganz alleine.

Burg Platamon

Weiter unten gibt es ein Jugendhotel, von dem immer mal wieder Gruppen von Jugendlichen vorbei kommen. Überraschend viele, wenn auch kleine Supermärkte haben noch offen, so wie einige Lokale.

Vor uns sehen wir über das Meer bis zur Insel Kassandra und hinter uns thront der Olymp, meist in Wolken. Es wird nachts langsam kühler, aber tagsüber scheint die Sonne und wärmt die Luft bis auf 25° auf.

Olymp

Entlang der Küste kann man gut Fahrrad fahren, die Hauptstraße führt parallel, aber etwas weiter vom Ufer weg. Wir haben mal wieder alles durch gewaschen und werden weiter in Richtung Athen ziehen.

Nea Agathoupoli

Gestern war ein richtiger Faulenzertag. Wir haben den Campingplatz und die Landschaft genossen, die Ruhe, das Grün und auch die letzten Blümchen. Für uns war der Aufenthalt an der Westküste Sithonias einfach paradiesisch. Einen schöneren Küstenabschnitt haben wir auf Griechenland nirgends gefunden.

Nachmittags haben wir noch Boule gespielt, gebadet im klaren Wasser und gelesen. Mit einem romantischen Sonnenuntergang ging der Tag zu Ende.

Heute mussten wir erst mal einen Supermarkt finden, um unsere Vorräte auf zu füllen. Das Erste, was wir anfuhren war ein Obst- und Gemüsestand. Die Frau ließ uns alles probieren und so bekamen wir seit langem mal wieder reife Pfirsiche. Ein Bäcker entlang der Straße versorgte uns auch mit Kaffee und der Supermarkt da neben versorgte uns mit dem Rest.

In Thessaloniki spielte das Navi einen Streich, anstatt uns per Autobahn außen herum zu leiten, führte es uns mitten hindurch. Irgend wann waren wir auch da durch und wieder auf der Autobahn. In Nea Agathoupoli wollten wir zu Mittag essen. Warum ausgerechnet da?

Wir hatten einfach Hunger und fuhren von der Autobahn hinunter und kurz darauf standen wir vor einem Strandlokal. Die Muschel in roter Soße mit Ziegenkäse war mal wieder sooo gut und auch die Anchovis wurden bis zum letzten Schwanz aufgegessen.

Interessant waren die vielen Graffitis, was aber auch bedeutet, dass so manches Haus leer stand. Dann waren es nur noch 50 km, am Olymp vorbei zum Camping Poseidon, wo wir die nächsten Tage bleiben wollen.

Fahrradtour nach Toroni

Die Tour kannten wir schon von unserem letzten Aufenthalt, wollten sie aber noch mal unternehmen. Das erste Stück war noch asphaltiert, aber dann wurde es eine Staubstraße mit oft losen Steinen und Felsen. Insgesamt hat sich der Zustand gegenüber dem letzten Mal verschlechtert.

Geblieben ist eine Straßenführung die uns von einer Bucht in die nächste führte. Da zwischen ging es teilweise heftig rauf und runter. Die Buchten sind traumhaft schön, meist noch naturbelassen, wenn auch oft von frei stehenden Wohnmobilen in Besitz genommen.

Am Wegesrand fanden wir nicht viel interessantes, aber es gibt immer noch ein paar Herbstblüher. Verschiedene Kakteenarten wuchsen neben einander und überreich an Beeren bestückt. Da würde es sich lohnen Kakteen-Marmelade ein zu kochen.

Es war mal wieder sehr warm und so nahmen wir das erste offene Lokal in Toroni, um uns auszuruhen und uns zu stärken für den Rückweg. Es lagen ja noch mal etwas über 15 km vor uns, auch wenn wir zurück über die asphaltierte Landstraße fahren wollten. Die ging höher als der Küstenweg am Berg entlang, war aber genau so bergig wie der Hinweg.

Neben der Straße fuhren wir an einem der vielen Ziegenställe vorbei, wohin sie abends zurück kehren und gemolken werden. Wir sind gut zurück gekehrt, brauchten aber erst mal eine kalte Dusche und einen Liegestuhl.

Sithonia Westküste

So sehr wie den Platz bei Sikia genossen haben, es steht noch mehr auf unserer Wunschliste. Wir fahren also weiter im Uhrzeigersinn um Sithonia herum. Ganz unten befindet sich die Hafenbucht Porto Koufo. Nur eine schmale Meerenge gestattet das Ein- und Ausfahren der Schiffe. Im Osten befindet sich ein schöner Sandstrand, während sich im Westen der Hafen befindet mit seinen Lokalen. Leider unverschämt teuer!

Weiter ging es um die Kurve in die Bucht von Toroni. Hier gibt es einen langen Sandstrand, viele Bars, Hotel und Apartments, von denen etliche erst in den letzten Jahren erbaut worden sind. Hier haben wir auch gut gegessen: Gefüllte Aubergine, Sardinen und fritierte Auberginenscheiben. Leider schien der Kellner mehr an seinen Urlaub zu Saisonende zu denken, als uns freundlich bedienen zu wollen, aber Schwamm drüber.

Toroni

Für das letzte Stück unserer Fahrt mussten wir uns ganz auf unsere Erinnerungen verlassen, denn einen Namen hatten wir nicht. Trotzdem fanden wir die richtige Ausfahrt und Abfahrt zur Küstenstraße und die Einfahrt in den Campingplatz. 2 Nächte können wir bleiben, dann will man auch hier zu machen.

Camping Areti

Der Platz ist weiterhin sehr gepflegt mit Stellplätzen, die einen direkten Blick aufs Meer ermöglichen. Auch gibt es einen schönen Sandstrand und das Meer ist sauber und gut zugänglich, einfach traumhaft.

Camping Areti

Im Tal von Sikia

Heute wollten wir über Sikia hinaus das Tal erkunden. Das war nicht so einfach, denn in Sikia geht es eigentlich nicht weiter. Das Smartphone zeigte uns aber einen Weg zu einem griechisch-orthodoxem Heiligtum.

Der Asphalt heute mit dem Ende der Bebauung auf, und der Weg stieg kontinuierlich an. Das war aber kein Problem für uns bzw. mit den E-bikes. Einmal kam uns ein Pic-up mit einem Wasserfass entgegen, der von einem der Ziegenställe kam, die wir häufig sahen.

Leider wird auch hier Müll einfach den Hang hinunter entsorgt. Weiter unten standen noch viele Olivenbäume, später war es Macchia / Strauchvegetation, in der sich nur noch Ziegen wohl fühlen. Hier fanden wir am Wegrand die herbstblühende Erika und Golddisteln.

Nach gut 10 Kilometern machten wir kehrt, noch ein Stück weiter und es wäre bergab zur Westküste hinab gegangen. In Sikia selber haben wir ein anderes Restaurant ausprobiert. Es gab griechischen Salat und Oktopus gegrillt, was uns geschmeckt hat. Nun wartet auf uns ein fauler Nachmittag. Wenn der Wind nachlässt gehen wir baden sonst nur Boule spielen.