Brugge

Da das „u“ wie ein französisches ü ausgesprochen wird, klingt das wie gewohnt. Ja, da wollten wir heute hin, weil unsere Campingnachbarn so davon geschwärmt hatten. Sie hatten Recht. Nun aber erst mal von Anfang an. Die Regenwahrscheinlichkeit wurde für den ganzen Tag mit 23% angegeben und da es morgens trocken war, nahmen wir zwar den Annorak mit, fuhren aber los.

Mit der Fahrradkarte war der Weg leicht zu finden bis … eine Umleitung kam, was uns etwas vom direktem Weg weg führte. An größeren Straßen ist der Radweg generell vom Autoverkehr durch einen Grünstreifen getrennt. Bei kleineren gibt es nur gestrichelte Linien auf der Fahrbahn. In Brügge selber gibt es einige Fahrradstraßen, wo die Autos nur eine Nebenrolle spielen, was noch nicht alle begriffen haben.

Brügge ist über 2 Kanäle mit der Nordsee verbunden, die auch im Stadtgebiet einen Teil des besonderen Flairs ausmachen.

Wenn in einigen Städten das Rathaus mit seinem aufwendigem Äußeren heraus sticht sind es in Brügge gleich einige, die zudem an größeren Plätzen liegen, die alle von ansehnlichen Gebäuden umgeben sind. Auffallend sind die weißen Relieftafeln, die in die Klinkerfronten eingelassen sind. Und oben enden die Häuser oft in verspielten Erkern und Türmchen. Viele Häuser stammen noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Dazwischen mogeln sich etliche Neubauten hinein, die aber nicht störend auffallen.

Diese schöne Stadt zieht natürlich etliche Touristen an, die gruppenweise auftreten und mit ihrem fremdländischen Sprachen ein internationales Flair verbreiten. Dazu gehören natürlich die regional typischen Läden mit Schokolade und Pralinen, Stickereien und Gobelins, die einem nahe legen nicht ohne Souvenirs die Stadt zu verlassen.

Ach ja, das war dann auch der Zeitpunkt an dem es anfing zu tröpfeln, mal mehr, mal weniger. Einen Schauer konnten wir in einem Café absitzen, aber dann mussten wir uns auf dem Heimweg machen. Das erste Stück am Kanal war durch große Bäume gesäumt unter denen es noch trocken war, später ging es dann über Wiesenwege oder an der kahlen Landstraße entlang. Das war dann der Zeitpunkt an dem die Hosenbeine fest am Oberschenkel klebten und der Scheibenwischer an den Brillengläsern vermisst wurde. Am Campingplatz wurden wir wegen dringend nötiger Duschmarken auf den nächsten Morgen vertröstet. Ein Grund den Platz „De Duinen“ morgen zu verlassen.

Coq sur Mer

Heute wird ein Einkauf- und Waschtag eingeschoben. Das muss ja auch immer mal wieder sein. Mit den Fahrrädern fuhren wir nach De Haan hinein. Am Bahnhof befindet sich noch die alte Bezeichnung: Coq-sur-Mer und zwischen den Schienen ein Gusseisernes Schild der SNCF, dass man die Gleise nicht überschreiten soll.

Das Angebot die Fahrradreifen auf zu pumpen befindet sich auch am Bahnhof. Von hier ist es nur einen Katzensprung bis zu einem Supermarkt. Das Angebot war einfach SUPER. Wir hätten auch einen lebenden Hummer mitnehmen können. Nein, der ALDI war es nicht. Es macht aber Spaß aus dem großartigen Angebot auswählen zu können.

Später bin ich noch mal mit der Kamera in den Ort gefahren und fand nahe der schlichten Kirche einen weiteren Hahn. Die Promenade ist nicht zu zugekleistert wie in anderen Orten und es wird vielen etwas geboten.

1886 wurde die Kusttram (Küstenstraßenbahn) eröffnet, die die gesamte belgische Küste (80 km) abfährt. 1889 wurde die Genehmigung zum Bau des Ortes von König Leopold von Belgien erteilt, der in der Nähe einen Golfplatz anlegen ließ. Er bestimmte den anglo-normannischen Baustil indem jedes Haus allein stehend und mit einem Garten umgeben sein muss.

Albert Einstein lebt 1933 für 6 Monate hier. In einem kleinen Park wird an ihn gedacht. – Auf der Promenade steht „Eternity – Poseidon“, von dem chinesischen Künstler Xu Zhen, der dem Gott des Meeres, einer griechischem Kopie, etliche Pekingenten auf die Arme gesetzt hat. (s. in der Diashow unten)

Fahrt nach Knogge

Beginnen möchte ich mit einem Nachtrag vom gestrigen Abend. Nachdem das Wetter immer besser wurde, beschlossen wir ans Meer zu laufen. Die Düne ist recht hoch und selbst über die Treppe hatten wir ganz schön zu tun, bis wir oben waren. Einen besonderen Blick muss man sich halt verdienen.

Und heute, nachdem wir uns mit Kartenmaterial im Bahnhof von De Haan (Touristeninformation) versorgt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Knogge. Natürlich hätten wir auch die Straßenbahn nehmen können, aber wir wollten unsere Haltestellen selber bestimmen können. Unser erstes Ziel war Wenduine. Es gibt einen schönen Strand, aber das meiste der Infrastruktur war schon aufgeräumt. Gegenüber erhob sich eine nichtssagende hohe Häuserfassade, ein Wohnsilo, aber immerhin mit Meerblick.

Nach einem kurzen Stück entlang von Wiesen mit Kühen erreichten wir Blankenberge. Das Touristenzentrum bildet der Yachthafen mit unzähligen Masten. Hier war am Strand uns auf der Promenade noch mehr los. Die hübscheren Häuser und Sträßchen befinden sich aber unterhalb der Düne im alten Zentrum.

Zeebrugge wird von seinem Hafen dominiert. Ob Container Terminal, Autotransporter oder Kreuzfahrtschiffe, hier ist alles zu finden. Darüber vergisst man leicht, dass es hier auch einen schönen Strand und Promenade gibt, ein Casino und das erste Menthe-à-l`eau dieser Reise.

Daran schließt sich nahtlos Knokke-Heist an. Diese beiden Ortsteile sind auch zusammen gewachsen. Da wir mitten in einen Triathlon hinein gerieten, wurden wir so durch Lautsprecher zugedröhnt, dass wir ohne ein Erinnerungsfoto den Ort verließen.

Fahrt ans Meer

Die erste Tagestour ging hinunter an den Albert Kanaal bei Herentals. Der kleine Campingplatz liegt leider näher an einer Straße als wie am Kanal. Früher war das wohl eine gut gehende Wirtschaft. Jetzt wohnen noch nicht einmal die Besitzer da drinnen. Trotz der extravaganten Toiletten ist der Komfort eher bescheiden.

Auf einer Fahrradtour am Nachmittag besahen wir uns den Kanal, der sehr künstlich durch die Landschaft getrieben war und viel Industrie versorgte. Dann wurde das Wetter immer schlechter, so dass wir am nächsten Morgen zusammen packten.

Neues Ziel war der Kurort De Haan an der Kanalküste. Regen machte uns das Abschied-Nehmen nicht schwer. An Antwerpen vorbei schüttete es, dass der Verkehr nur zäh vorwärts kam. Der Horizont erschien uns aber immer heller entgegen zu kommen und bei Brügge hörte der Regen auf.

Kurz vor 12 Uhr konnten wir in keinen Campingplatz mehr kommen. So fuhren wir zurück in den Ort De Haan, was irgend wie mit einem Hahn zu tun hat.

Auf der Promenade, am Strand und in den Lokalen war noch viel los. Hier herrscht noch Urlaubsstimmung. In Belgien scheinen viel mehr Personen Deutsch zu verstehen wie in den Niederlanden, im Lokalen hörten wir auch oftmals Französisch. Wir aßen zum ersten Mal in diesem Urlaub Miesmuscheln, die hier mit Mayonnaise serviert werden, wie auch die Fritten.

Hier stehen auch etliche schöne Villen, daneben schicke Ferienappartements.

Wir freuen uns schon auf den ersten Gang über die Dünen und am Strand.

Silbermuseum

Das war ein Programmpunkt, der uns noch fehlte. Da es in der Nacht mal wieder geregnet hatte, gingen wir es am Morgen langsam an. Frühstück vor dem Wohnmobil war heute nicht angesagt. Als wir dann kurz vor 11 Uhr am Silbermuseum ankamen, war man gerade dabei es auf zu schließen.

In den verschiedenen Abteilungen wurden die Verarbeitung von Silber mit den unterschiedlichsten Techniken mit Filmen und Exponaten gezeigt. In einer anderen Abteilung widmete man sich den unterschiedlichsten Gegenständen in ihrer Zeit, die man aus Silber herstellte oder bei denen man Silber verwendete. Das waren dann sogar Puppenstubenmöbel .

Eine besondere Ausstellung zeigte das künstlerische Werk einer Silberschmiedin bei der es mehr um Kunst- als um Gebrauchsgegenständen ging.

Im Ort gibt es dann noch einige Juweliere, die Silberwaren anboten. Das war die günstige Gelegenheit für Gudrun, den schon seit längerem gewünschten Silberreif zu erstehen.

Nach einem ausführlichem Käseessen im Wohnmobil schnappten wir uns noch mal die Räder und fuhren entlang des Tek aufwärts. Auch hier sahen wir viele schöne gepflegte Höfe. Auffallend sind die schönen Gärten, wo auch jetzt noch allerlei blühte. Auf dem Land entdeckten wir viele Vögel und andere Tiere. Nichts wirklich seltenes, aber bei den Enten und Blässhühnern fragten wir uns doch, ob die noch frei lebten oder schon zum Inventar der Höfe gehören.

Lek abwärts nach Krimpen a. L.

Nachdem wir gestern über Land gefahren sind hielten wir uns heute an den Lek. Durch Schoonhoven waren wir zügig durch, obwohl heute Markt war. Das kam uns einfach zu früh. Schon im Ort führte der Weg uns oben auf den Damm und wir hatten eine tolle Aussicht auf den Lek mit seinen Schiffen und auf der anderen Seite die oft kleinen Häuser, die sich hinter den Deich duckten, um in dessen Sicherheit aus zu harren.

Der Fahrradweg führt über eine Nebenstraße mit aufgemalten roten Streifen, die etwas an Sicherheit vermitteln. Die meisten Autofahrer hielten sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung und hielten zu uns Fahrradfahrern den nötigen Abstand.

Uns fielen die verzierten Kirchtürme auf, deren aus Ziegeln gemauerten Türme dagegen ziemlich schwerfällig wirken. Viele Häuser besitzen aufwändige Kaminabdeckungen. So findet man hier neben dem Wetter-Hahn auch Wetterkühe und sogar einen Wetter-Radfahrer.

Ammerstol und Lekkerkerk sind nette Ortschaften auf unserem Weg und direkt bis an den Fluss gebaut. Die Bedeutung des Ortsnamens Lekkerkerk ist uns nicht geläufig. Die Ableitung: Kirche zum Anbeißen möchte ich auf jeden Fall verwerfen. Fähren stellen die Verbindung zur anderen Seite her.

Die Heusilos bestehen aus drei bis vier hohen Pfosten an denen Seile ein Dach nach oben bzw. unten bewegen können, je nachdem wie viel Heu eingelagert ist. Wo man sie nicht mehr braucht, sieht man, dass man Wände eingezogen hat.

Wir sind ja nicht weit von Gouda weg, und so verwundert es nicht, dass am Wegrand auch Käse angeboten wird.

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Fahrradtour an Vlist und Ijssel

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Die Vlist ist durch Bäume und Büsche begrenzt und mäandert gemütlich durch die Landschaft. Der erste Höhepunkt war eine hübsche alte Windmühle. Nicht alle sehen so gepflegt aus. Am Fahrradweg entlang befinden sich etliche Bauernhöfe, manchmal bieten sie Produkte aus der Landwirtschaft an.

Vlist ist nett und hat einen passablen Bäcker, der nichts damit zu tun hat, dass wir später sein Brot in die Ijssel geschmissen haben. Nach wenigen Kilometern erreichten wir Maastrecht. Eine hübsche Holzbrücke führt hier über die Ijssel, die für Privatboote schiffbar ist und über Schleusen mit anderen Wasserläufen verbunden ist.

Wirklich sehenswert ist das Städtchen Oudewater. Es besitzt einige schöne Kirchen, eine von ihnen besitzt ganz sicher ein Glockenspiel, das man alle 15 Minuten hören kann. Eine Klappbrücke verlangte unsere Aufmerksamkeit. Ein Foto gelang mir, dann erfasste eine Winboe mein Fahrrad und schmiss es um. In dem Moment, wo ich es aufhob, kippte auch Gudruns um, ausgerechnet in Richtung Kanal. Aus dem Korb rollten das Brot s. o. Und ihr teurer Fahrradhelm. Zum Glück schwimmt der ja. Der Wasserspiegel im Kanal war aber zu niedrig dass ich ihn erreichen konnte. Zum Glück kam dann ein Boot, deren Besatzung uns den Helm heraus fischte.

Darauf war erst mal ein Kaffee in der netten Innenstadt fällig und wir bewunderten die aufwändig verzierten Häuser aus dem 17. Jahrhundert bis hin zum Jugendstil.

Immer an Kanälen entlang fuhren wir auf neuen Wegen zum Campingplatz zurück.

Schoonhoven

Ohne Hast sind wir von Almere aufgebrochen und überließen das Suche der Route dem Navi. Bei diesem Gewirr von Autobahnen und anderen Straßen war das die einzige Möglichkeit zügig aus der Gegend heraus zu kommen. Unser Ziel war Schoonhoven.

Warum wir diesen Campingplatz heraus gesucht haben? Es ist ein städtischer Campingplatz am Rande des Städtchens und am Lek gelegen. Vom Platz aus können wir die Schiffe beobachten. Diese verkehren hier wir auf der Autobahn, denn der Lek ist ein Mündungsarms des Rheins und fließt ziemlich direkt auf Rotterdam zu.

Schoonhoven war einmal eine Festung, konnte aber seine mittelalterliche Innenstadt bewahren. Ein Kanal aus dem Norden, die Vlist, verbindet Gouda mit dem Lek und führt mitten durch den Ort. Etliche Parkanlagen schaffen einen Grüngürtel um den Ort und auf den Plätzen findet man moderne Kunstwerke.

Anziehungspunkt für die Touristen ist das Silber-Schmiedehandwerk, das noch heute bei verschiedenen Betrieben ausgeübt wird. Ein Silbermuseum zeigt dagegen die historische Komponente auf, das wir aber noch besuchen werden. Dank der alten Straßen geht es manchmal ganz eng zu und schnell kann da mal was im Wasser landen.

Floriade 2022

Ein Tipp von guten Freunden war es, die Floriade in Almere zu besuchen. Nachdem wir uns gestern ein wenig kundig gemacht haben, wie das mit dem Fahrrad funktioniert, fuhren wir so los, dass wir kurz nach Öffnung um 10 Uhr dort eintrafen. Die ersten Busse waren schon da, aber das war kein Vergleich zu den Fahrrädern. Es fällt uns immer wieder auf, dass hier viel mehr und bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorhanden sind, selbst an Bushaltestellen.

Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir entlang der Kanäle durch die Stadt. Nach dem Abstellen und Abschließen der Fahrräder begaben wir uns zu den Ticketschaltern. Dort wurden wir von Personen abgefangen, die mit dem Bus gekommen sind und zu viele Karten geordert hatten. Schnell waren wir uns über den Preis einig und schon waren wir drin.

Eine Seilbahn mit Gondeln verband den Norden mit dem Süden der Anlage. Das war eine schöne Gelegenheit die Beine ausruhen zu lassen. – Ich bringe die Bilder hier am Anfang, um einen Überblick über das Gelände zu vermitteln. – Am Ende der Bahn stieg niemand aus. Alle machten so eine Pendeltour über die Anlage. Die Hausfassade des dritten Bildes scheint aus bemalten Glas- oder Keramikfarben zu bestehen.

Über all waren Pläne ausgehängt, so dass man sich gut orientieren konnte. Es gab natürlich auch schöne Blumenbeete, andere waren deutlich durch die Hitze geschädigt oder einfach verblüht. Hier wird nicht wie bei uns immer wieder nachgepflanzt. Das Thema Nachhaltigkeit wird ganz wichtig genommen.

Das beginnt bei der Pflanzenauswahl, über die Wasserversorgung, Forman des Gärtnerns bis hin zu den Tiny-Häusern und der Stadtplanung. Manchmal gab es Informationen auf Deutsch, meistens mussten wir uns die Bedeutung zusammenraten. Es ging aber.

Auffallend war der deutsche Pavillon, der größte von allen, natürlich mit einem Angebot an „deutschen“ Speisen. Er zog uns nicht näher an und so ließen wir ihn links liegen. Da sahen wir die Gärten und Pavillons aus China und Japan, die vor allem Bambus verarbeitet hatten, was sehr schön aussah.

Ich hoffe, die wenigen Bilder geben ein wenig den Eindruck wieder, was die Floriade so bietet. Auf dem Nachhauseweg fuhren wir an einem großen Hausblock vorbei, dessen Durchgänge mit sehr gelungenen Bildern bemalt waren. Nach kurzem Halt fuhren wir zurück und genießen jetzt den Schatten ums Wohnmobil.

Ankunft in Almere

Dank Navi fanden wir unseren Campingplatz „Waterhout“ auf einer Insel zwischen der Stadt Almere und dem Meer. Hauptgrund weswegen wir hier gelandet sind, ist die „Floriade“, eine Veranstaltung, die unseren Bundesgartenschauen ähneln soll.

Aber noch einmal zurück zu meinem gestrigen Blog. Auch aus Unglück soll man ja was lernen können: Die angebauten Fahrradschlösser sind dazu da, dass man die Fahrräder einfach klauen kann und die Hersteller ein neues verkaufen kann. Es hilft nur eine geschlossene massive Kette, die um einen massiven Gegenstand geschlungen wird. Ja, die ist schwer, hilft aber. Den Computer zu entfernen ist gut, reicht aber nicht aus, wie ich jetzt weiß.

So, nun aber zu etwas Erfreulichem. Auch in eine größere Stadt zu fahren, war problemlos möglich, auch hier wurden wir wie auf dem Land von Knoten zu Knoten geführt. Die Strecke in die City war nicht die Kürzeste, aber sie war sicher und abwechslungsreich. Ich glaube, über so viele Brücken bin ich in so kurzer Zeit noch nie gefahren.

Das Stadtgebiet wird durch Kanäle durchzogen, meist umgeben von Grünstreifen und Bäumen. Historische Gebäude fanden wir überhaupt nicht, alles erscheint in den letzten Jahren erbaut worden zu sein. Um das World Trade Center wetteiferten moderne Architekten um die Wette. Nicht alles begeistert, aber langweilig war kein Gebäude.

In der Innenstadt fielen diese Fahrradkuriere auf, meist junge Leute, die mit ihren E-Bikes unterwegs waren.

Nach einer Pause in der Fußgängerzone fuhren wir eine andere Route zurück, wieder entlang von Kanälen und Häusern, die jeweils eine Seite zum Wasser zeigten und natürlich alle einen Bootsanleger besaßen. Kaum hatten wir die letzten Häuser verlassen, fuhren wir entlang eines Vogelschutzgebietes. Bei den Beobachtungsstationen hatten wir leider nicht das Glück etwas Besonderes zu sehen.