Lek abwärts nach Krimpen a. L.

Nachdem wir gestern über Land gefahren sind hielten wir uns heute an den Lek. Durch Schoonhoven waren wir zügig durch, obwohl heute Markt war. Das kam uns einfach zu früh. Schon im Ort führte der Weg uns oben auf den Damm und wir hatten eine tolle Aussicht auf den Lek mit seinen Schiffen und auf der anderen Seite die oft kleinen Häuser, die sich hinter den Deich duckten, um in dessen Sicherheit aus zu harren.

Der Fahrradweg führt über eine Nebenstraße mit aufgemalten roten Streifen, die etwas an Sicherheit vermitteln. Die meisten Autofahrer hielten sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung und hielten zu uns Fahrradfahrern den nötigen Abstand.

Uns fielen die verzierten Kirchtürme auf, deren aus Ziegeln gemauerten Türme dagegen ziemlich schwerfällig wirken. Viele Häuser besitzen aufwändige Kaminabdeckungen. So findet man hier neben dem Wetter-Hahn auch Wetterkühe und sogar einen Wetter-Radfahrer.

Ammerstol und Lekkerkerk sind nette Ortschaften auf unserem Weg und direkt bis an den Fluss gebaut. Die Bedeutung des Ortsnamens Lekkerkerk ist uns nicht geläufig. Die Ableitung: Kirche zum Anbeißen möchte ich auf jeden Fall verwerfen. Fähren stellen die Verbindung zur anderen Seite her.

Die Heusilos bestehen aus drei bis vier hohen Pfosten an denen Seile ein Dach nach oben bzw. unten bewegen können, je nachdem wie viel Heu eingelagert ist. Wo man sie nicht mehr braucht, sieht man, dass man Wände eingezogen hat.

Wir sind ja nicht weit von Gouda weg, und so verwundert es nicht, dass am Wegrand auch Käse angeboten wird.

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