Burgos

Endlich in Spanien angekommen. Nach dem wir gestern die ersten 150 km durch langweilige Kiefernwälder fahren mussten, wurde es kurz vor der Grenze zu Spaniel sehr interessant. Die Autobahn schlängelt sich in engen Kurven um und durch die Ausläufer der Pyrenäen. Um dann in ein enges Tal abzubiegen und stetig dem Pass zu zu streben.

Dort oben waren wir dem Schnee plötzlich sehr nahe und die Landschaft änderte sich erheblich. Aus Grün und bewaldet wurde Gelb und offene Weiden. Hier fällt die Landschaft nur langsam nach Süden hin ab. In Burgos gibt es einen innenstadtnahen Campingplatz von dem wir heute in die Stadt hinein geradelt sind.

Nach 3 km durch einen Park erreichten wir die Kathedrale und die Innenstadt. Die Kathedrale erfordert eine gute Stunde Zeit, auch ohne Führung. Es gibt so viel zu sehen. Die Anzahl der Altäre scheint kein Ende zu nehmen. Die im Stil der floralen Gothik erbaute Kirche ist stark zergliedert und immer wieder durch raumhohe Gitter mit offenen Türen unterteilt, so dass der Raum als Ganzes gar nicht zu überblicken ist.

Durch Schilder wird man aber gut geführt und man kann die unterschiedlichsten Handwerkskünste der Malerei und Bildhauerei, Steimetzkunst bis zu den Fliesenlegern bewundern. Wieder draußen suchten wir uns etwas zu essen. Da kam das erste Mal der google-übersetzer zum Einsatz. Der übersetzte uns die handbeschriebene Speisekarte, so dass wir das Meiste verstehen konnten und damit auch bestellen.

In Burgos sind die verschiedenen Kirchen das Auffallendste. Dazu gibt es noch wenige städtische oder private Gebäude, die eine Betrachtung wert sind. Auch gibt es einige schöne Streetartgemälde, die uns gut gefallen haben. Als es uns kühl wurde machten wir uns auf den Rückweg.

Aprilwetter auf den Weg nach Salles.

Heute Morgen wurden wir zwar nicht von den Anglern geweckt, die waren aber eindeutig früher auf wie wir. Die Angler verteilten sich rund um den See und die Forellen machten die Runde, wo sich der beste Happen vom Haken abluchsen lässt. Während wir da waren, konnten wir keinen einzigen Fang beobachten.

Wir wollten ja auch nicht Forellen retten sondern weiter in den Süden fahren. Die gesamte Strecke war Autobahn oder Autobahn ähnlich ausgebaut. Über weite Strecken galt für über 3,5t Überholverbot und 80 km/h.

Bei Angoulême fuhren wir von der Schnellstraße runter, um einzukaufen und zu Mittag zu essen. Ein großes Industriegebiet zog uns mächtig an, da finden wir sicher einen großen Parkplatz. Die Lokale sahen alle ziemlich Fastfood-mäßig aus und es war noch ein Platz vorm Klo oder überhaupt nichts zu bekommen. Also zum Einkaufen ins Casino. Dort fanden wir einen freundlichen Asiaten, der uns etwas zusammen stellte, die Namen konnte ich mir nicht merken, aber es war preiswert und hat gut geschmeckt.

Danach fuhren wir an Bordeaux vorbei nach Salles. Hier hat mal wieder ein Campingplatz im März geöffnet. Nachdem wir auf der Fahrt immer mal wieder einen Wechsel von Sonnenschein und Regenschauer über uns ergehen lassen mussten, hatten wir bei unserem kleinen Spaziergang durch Salles auch nicht mehr Glück. Hier stammen auch die Aufnahmen her. Das Flüßchen hat Hochwasser und das kleine Schloss aus dem Jahre 1468 überraschte uns durch Rehe im Park und einem schönen Mammutbahn am Eingang.

St. Desert – ein netter Zwischenstop

Nachdem die Nacht uns Frost beschert hat und der Heizlüfter durchgehend in Betrieb war, kamen wir bald los und genossen den Sonnenschein. Épinal liegt an der Mosel, bald erreichten wir bei Vittel die Marne und wenig später bei Vesoul die Marne. Danach ging es nach Süden entlang der Saone, bis wir nach Südwesten dem Canal du Centre folgte, an dessem Ende wir die Loire überquerten.

Die meisten Kilometer fuhren wir auf der Autobahn. Auf neueren Strecken wird man auch bei laufendem Verkehr unter den Mautbrücken registriert. Irgend wann kann man auf der Autobahn nicht mehr bar zahlen.

Gegen Mittag sahen wir die Ausfahrt nach St. Desert im Burgund und den Ort an einem Weinhang liegen. Gleich im Ort fiel uns das Lokal Auberge de la route des vins auf. Mit viel Glück auch einen Parkplatz fürs Wohnmobil. Aus mehreren Lieferwagen strömten Arbeiten ins Lokal, also nichts wie hin.

Das 3-Gänge-Menue mit einer Quiche, Hühnchenbrüste mit Beilagen und einer Karamelcreme für 16€ für mich, war ich sehr zufrieden. Gudrun hatte sich ganz andere Speisen ausgesucht. Nach dem Kaffee bummelten wir noch ein wenig durch den Ort, wo die Bilder geschossen wurden. Das Kirchturmdach ist, was typisch ist fürs Burgund, mit farbig glasierten Schindeln gedeckt.

Gegen 16 Uhr erreichten wir den Camping de l´Étang-de-Sault. Ein kleiner sauberer Platz. Am nächsten Morgen war das Ufer mit Anglern besetzt. Die Jagd auf die Forellen hatte begonnen.

Von Crailsheim über Rambervillers nach Épinal

Von den Nachbarn wurden wir noch mit dem Kommentar: „Ich dachte, ihr wärt schon längst weg!“ verabschiedet. Wenn die wüssten, was alles ordentlich hinterlassen werden muss, wenn man sich für einige Zeit verabschiedet. Auf jeden Fall haben wir unseren Kangoo noch der Fa. Stoll übergeben und sind dann in Richtung Speyer auf die Autobahn.

Wir fahren das Rheintal generell linksrheinig hinunter, da ist einfach weniger los auf der Straße. Hinter Haguenau ging es kurz in Richtung Paris über die Vogesen und dann entlang der Vogesen nach Süden. Die Landschaft erinnerte uns an das Allgäu.

In Rambersvillers hielten wir an einem großen Platz an und liefen auf der Suche nach Kaffee und Kuchen in die City. Von dort stammen alle Fotos. Nachdem wir nichts gefunden hatten, kehrten wir zum Parkplatz zurück, dort bekamen wir auch einen Café allongé und quer gegenüber ein frisches Baguette und 2 süße Stückchen.

Nur wenige Kilometer weiter stehen wir jetzt auf dem Camping du Chateau in Épinal. Außer uns steht hier noch ein Wohnwagen aus Deutschland, alles recht gepflegt und ruhig. Hier werden wir gut schlafen bis es morgen weiter geht.

Frühlingsreise in die Extremadura

Es ist März, herrlicher Sonnenschein und das Wohnmobil ist bereit für eine neue Reise.

Wenn wir bald losfahren, sollte es für uns nicht zu heiß werden im Süden Spaniens. Quer durch Frankreich durch, mit wenigen Stopps, und dann quer durch Spanien, Madrid liegen lassend immer nach Südwesten hoffen wir in einer Woche den Süden Extremaduras zu erreichen.

Und natürlich haben wir genügend Reiseführer und Karten dabei, eine ADAC-Karte von Spanien und Portugal aus dem Jahre 1978. Wir sind also nicht die ersten Henßens, die sich so weit nach Westen trauen. Was wir dort erleben, werde ich wie gewohnt, hier schildern.