A8, die Küstenstraße Kroatiens

Die letzten 2 Tagen sind wir ein gutes Stück in Richtung Süden vorwärts gekommen , und das, obwohl wir die Autobahn gemieden haben. Wir wollten die Landschaft kennen lernen und dafür eignet sich die A8 trefflich. Jeder, der zügig vorwärts kommen möchte, der sollte lieber die Autobahn nehmen.

Die Straße ist gut ausgebaut, was nicht heißt, dass so manche Kurve nur mit 40 km/h befahren werden sollte und hier lohnt es sich den Geschwindigkeits-Tafeln zu folgen. Die maximal erlaubten 80 km/h kann man nur auf wenigen kurzen Stücken erreichen. Problematisch sind die Motorradfahrer, die sich an keine Regeln halten und immer mal wieder gefährliche Situationen herauf beschwören.

Gestern kamen wir bis in die Gegend von Zadar. Bei einem kurzen Stück Autobahn, funktionierte die ADAC-Mautbox und wir kamen ohne Anhalten durch die Stationen. Die Campingplätze waren mehr Stellplätze, sehr eng und ungemütlich so dass wir heute weiter fuhren.

Ab Sibenik wurde die Landschaft schöner, aber das meist steile Ufer lässt keinen Platz für Campingplätze. Wir waren schon froh einen etwas größeren Parkplatz für´s Mittagessen zu ergattern. Nun sind wir in Markaska gelandet und hoffen die nächsten Tage zu entspannen, was bei tagsüber um die 30°, nachts um die 20° nicht einfach ist.

Alpe-Adria-Radweg

Heute Morgen sind wir mit den Rädern zum Bahnhof von Gemona gefahren. Am Automaten bekamen wir unsere Tickets (5,90€+3,50€ p.P.) nach Tarvisio. Die Züge fahren stündlich. Unserer hatte vorne und hinten einen Großraumwagon nur für die Fahrräder. Nach etwa 45 Minuten stiegen wir mit vielen anderen in Tarvisio aus.

Dort suchten wir unseren Radweg in den Süden, der zuerst durch die Ortschaft Tarvisio führte und danach stetig bergauf bis zu einer Passhöhe von wo aus es fast nur noch bergab ging.

Hier oben führt der Radweg ausschließlich auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse, gut asphaltiert und durch Markierungen in 2 Spuren aufgeteilt. Vor allem im unteren Teil reihen sich die Tunnel aneinander, die zwar beleuchtet sind, um aber selber gesehen zu werden ist das Anschalten der Beleuchtung sinnvoll. Da zwischen hat man von Brücken schöne Ausblicke ins Tal und auf die Berge.

Raststationen sind meist 500 m vorher angekündigt und verteilen sich regelmäßig auf die Strecke. In den Ortschaften gibt es einen Pannenservice für Fahrradfahrer. Der Weg ist wirklich gut ausgestattet und führt von Gemona weiter über Udine nach Grado an die Adria.

So wundert es nicht, dass auf dem Weg in beiden Richtung viel Verkehr ist. Wir sind heute 74 km gefahren und da es sehr warm ist, sind wir geschafft und genießen erst mal die Dusche.

Chiemsee

Unsere erste Strecke führte uns bis zum Chiemsee Camping Rödlgries. Auf der dem Weg hier her mussten wir zweimal durch einen Stau und auch sonst war viel los. So waren wir recht froh hier problemlos unter zu kommen. Kein Wunder, obwohl der Platz sehr ordentlich ist, einen schönen Strand und auch sonst gepflegte Anlagen aufweist, liegt er direkt an der Autobahn und auch nachts sind die Rollgeräusche der Autos recht laut.

Nach unserer Ankunft waren wir spontan so begeistert vom Platz, dass wir beschlossen heute eine Radtour um den See zu unternehmen. – Nach dem sich der Morgennebel gelichtet hatte, machten wir uns auf den Weg. Das erste Stück führte uns an der Autobahn entlang, nicht so toll, aber die kürzere Variante, denn auch so hatten wir 60 km vor uns.

Im Irschener Winkel erreichten wir die Hauptroute und zudem ein kleines Ferienparadies, alles sehr gepflegt und wir ließen uns für einen ersten Kaffee in einer Strandbar nieder. Weiter ging es nach Prien, meist auf gesplitteten Wegen, die sich meist gut fahren ließen. In Prien stießen wir auf die Chiemseebahn, die den DB-Bahnhof mit dem Schiffsanleger zur Herren- bzw. Fraueninsel verbindet.

In Gstat konnten wir den umgebauten Schaufelraddampfer bei der Abfahrt beobachten. Optisch gibt er was her, ohne Zweifel, aber ohne das Geräusch der Dampfturbine fehlt etwas Entscheidendes.

Jetzt zähle ich nicht die weiteren Stationen auf, macht die Runde selber. Sie war sehr abwechslungsreich, die Orte liegen geschickt für zahlreiche Pausen. Der Blick ist vor allem vom Norden auf den See mit den dahinter liegenden Bergen ein Genuss.

Balkanreise im Spätsommer 2023

Nun ist es so weit, das Wohnmobil wird bepackt. Da die ersten Blätter sich gelb färben wird es Zeit für uns, uns noch mal auf den Weg zu machen.

Über die Tauernautobahn und Kärnten wollen wir nach Italien und dann weiter an der Adria entlang bis nach Albanien, um von dort über die Berge den Norden Griechenlands zu erreichen.

Die Strecke bis Igoumenitsa ist uns noch unbekannt, aber in Griechenland wollen wir einige Orte anfahren, die wir von früheren Reisen noch gut in Erinnerung haben. Da haben wir aber noch keinen genauen Plan und lassen uns treiben, vielleicht auf den Peleponnes, aber sicher ist, dass wir Ende Oktober in Patras die Fähre in Richtung Heimat nehmen wollen.

Alle, die Interesse an unseren Reiseerlebnissen haben, lade ich hiermit ein, uns per Internet zu folgen, am einfachsten, wenn ihr euch über die follow-Funktion mit den neuesten Informationen versorgt. Über die Kommentar-Funktion beantworte ich gerne Fragen zu den Orten, wo wir uns befinden.