Hier erfahrt ihr, was wir auf unseren Reisen erlebt haben.
Autor: kaktushorst
Bin Rentner und verheiratet, lebe in Nord-Württemberg, pflege seit Jahrzehnten eine Kakteensammlung, aber im Moment zieht es mich vor allem mit dem Wohnmobil Neues kennen zu lernen.
Süslich von Rochester erreichten wir wieder den Erie-Kanal. Der Morgen war ausgefüllt mit Großeinkauf beim Wallmart mit der Suche nach einem Verlängerungskabel, Duschmatte, Tischsets und natürlich Lebensmittel, wozu hier auch das Trinkwasser gehört. Das Stadtwasser, das wir ins Wohnmobil füllen, nehmen wir nur zum Waschen.
Einen Stop machten wir in Port Newark. Die Pfeiler der Brücken waren bemalt. In einer Ecke fanden wir das Portrait eines Indianerhäuptlings, den Präs. Washington sehr geschätzt haben soll. An den beidseitigen Anlegestellen waren Boote festgemacht. Das ergab eine nette Stimmung.
Die Nacht verbrachten wir auf einem Bauernhof, der über Jahre hinweg sich immer mehr zum RV-Park mit Golfplatz entwickelt hat. Er war sehr ordentlich bis auf die Sanitärgebäude, die werden von den US-Amerikanern kaum genutzt.
Auf der Weiterfahrt haben wir einige besondere Stellen eingesammelt. Mal war es die Rekonstruktion eines befestigten Blockhauses, mal die Reste eines Aquaduktes, hier eine Wandmalerei, dort nette Häuser.
Außerdem haben wir bei 2 Schleusen Halt gemacht, die noch die Technik des 19. Jahrhunderts verkörpern. Bei der zweiten Schleuse hatten wir das Glück, sie in Funktion zu erleben.
Heute Morgen machten wir uns auf die
Weiterfahrt. Zu erst folgten wir der Scenic-Route den Niagara entlang
bis zu seiner Mündung in den Ontario-See. Rechts und links der
Straße befinden sich wunderschöne alte Häuser in Gärten mit
großen alten Bäumen – eine Parklandschaft. Am Ausgang des Tales
liegen an beiden Seiten Forts von denen sich mal Engländer und
Franzosen mal heftig bekämpft haben. Die Briten gewannen, um kurz
darauf alles an die neu gegründeten Vereinigten Staaten zu
verlieren.
Die Scenic-Route führt am gesamten
südlichen Ufer des Ontario-Sees weiter. Manchmal direkt am Seeufer
entlang, meist befinden sich aber Privatgrundstücke direkt am Ufer.
Nur in den Orten und wo Wasserläufe in den See münden, kommt man
direkt an den Strand. Die Ort sind meist größere Dörfer, besitzen
kleine Häfen, wenige Geschäfte oder auch mal eine Künstlerboutique.
Es herrschte bereits Nachsaison und manch Laden machte nur am
Wochenende auf.
Auf der Fahrt vielen zu erst die
riesigen Rinderfarmen auf in denen Milch produziert wird. Bei der
Masse von Tieren stank es ziemlich. Später waren es vor allem
Obstplantagen an denen wir vorbei fuhren, auch gab es Hinweisschilder
auf Winzer.
Natürlich kommt man auch innerhalb der
Stateparks ans Wasser heran. Davon gibt es einige entlang des Sees.
Sie besitzen den nötigsten Komfort, sind großzügig angelegt und
füllen sich zum Wochenende. Ein Shop mit dem Notwendigsten fanden
wir und wir konnten auch Wäsche waschen. In einer guten Stunde stand
alles warm und sauber wieder zur Verfügung und das zu 4 $ waschen
und trocknen. Warum das in Griechenland einen halben Tag gedauert
hat, ist mir immer noch ein Rätsel. Dabei kommen die Amerikaner mit
110 Volt aus.
Eins muss ich noch richtig stellen:
Hier im State-Park bekamen wir einen ordentlichen Rotwein für 10$,
also etwa 10€. Das letzte Mal haben wir direkt beim Erzeuger in
einer Probierstube gekauft, das ist wohl nicht der günstigste Weg.
Heute haben wir die Wasserfälle des Niagara besichtigt. Diese bilden die Grenze zwischen den USA und Kanada. Etliche Parkplätze befinden sich in der Nähe, wo wir auch das Wohnmobil abstellen konnten.
Auf US-Amerikanischer Seite ist das Gebiet ein State Park, so dass sich der Commerce in Grenzen hält. Um den Besuchern möglichst viel zu bieten, sind etliche Angebote in einem etwa 40 $ teuren Tagespass zusammen gefasst. Wir parkten auf der Insel Goat Island, die zwischen den „American Falls“ und den „Horseshoe-Falls liegt.
Unser erster Gang führte uns gleich zu den Hufeisen-Fällen und wir bekamen einen tollen Eindruck von der Gewalt des Wassers. Die Gicht stieg weit empor, so dass die Hochhäuser auf kanadischer Seite da hinter verschwanden.
Mit einem Aufzug fuhren wir dann hinunter an den Fuß der American Falls. Mit Gummisandalen und Plastikcape ausgerüstet konnten wir bis dicht an den äußeren Wasserfallarm heran. Es war aufregend schön, aber wir waren froh danach trockene Hosen und T-shirts im nahen Wohnmobil anziehen zu können.
Der nächste Gang ging an die Oberkante der zuvor von unten betrachteten Wasserfall. Über eine Fußgängerbrücke kamen wir zum Visitor-Center. Von hier ging es wieder hinunter, um mit einem Schiff nahe an die Wasserfälle heran zu fahren. Dieses Mal hatten die Caps eine andere Farbe, die Nässe war die Gleiche, nur mit kurzen Hosen und barfuß in Sandalen konnte nicht mehr so viel nass werden.
Im Anschluss daran konnte man noch auf eine Aussichtsplattform über dem Niagara. Zum Glück war kein Glasboden installiert. Im Visitor-Center zeigten sie einen Film über die Menschen an den Wasserfällen im Laufe der Zeit und berichteten über Menschen die sich die Fälle hinunter gestürzt hatten und überlebten. Da haben einige Familien mit Kindern fluchtartig den Saal verlassen.
Anschließend fuhren wir mit einem Shuttlebus zu einem kleinen Aquarium. Jetzt wurden die Schatten länger und mit einem Stopp bei den Inseln mit Namen: die drei Schwestern, wo ich 2 schöne Schlangen sah, fuhren wir zu unserem RV-Platz zurück.
Der Erie-Kanal erstreckt sich vom Erie-See bei Buffalo nach Osten, südlich des Ontariosees bis zum Hudson River, der die Verbindung zum Atlantik darstellt. Wie in Frankreich gibt es auch hier entlang des Kanals ein Treidl-Pfad, der jetzt zum Fahrradweg ausgebaut wurde. Wir umfuhren Rochester und erreichten in Brockport den Kanal.
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Die Scenic-Route 31 führt zwar nicht direkt am Kanal entlang, aber bei den auf dem Weg liegenden Städtchen treffen Kanal, Straße und Eisenbahn zusammen. Den ersten Stopp machten wir in Albion bei einem großen Trödelladen. Auch hier waren durchaus wertvolle Teile zu sehen. Uns faszinierte eine große Puppenstube, bei der jedes Zimmer liebevoll ausstaffiert war.
In Medina wollten wir eigentlich einen Kaffee trinken. Auf der Suche danach fanden wir ein Eisenbahnmuseum mit Modellbahnanlage in einem ehemaligen Güterschuppen. Vor allem die HO-Anlage faszinierte uns eine Weile. Vor dem Gebäude standen eine Lok der New York-Central und diverse Wagons mit denen Museumsbetrieb durchgeführt wird.
Unser letzter Stop für heute fand in Lockport statt. Dort konnten wird eine Hubbrücke in Aktion beobachten und direkt in der Stadt gab es eine Doppelschleuse. Da wir uns ja in einem Weingebiet befinden, nutzten wir den Hinweis auf eine Weinprobierstube, Gudrun durfte ja – probieren und ich dann zahlen. Für 20 $ bekommt man ein anständiges Tröpfchen. Die Ecke hier ist scheinbar etwas teurer.
Der angefahrene KOA-Campingplatz verlangte fast 100 $ pro Nacht, etwa das Doppelte wie gestern. Das war uns zu viel und so stehen wir heute hinter einem Motel mit einigen andren Wohnmobilen für 43 $, es geht auch anders.
Von Nord nach Süd erstrecken sich etliche Seen von beachtlicher Länge. Zwischen ihnen befinden sich Hügelketten, wo sich Amish-People niedergelassen haben. Hier soll man auf Kutschen aufpassen. Unterwegs sahen wir zwei Kinder am Straßenrand laufen, über ihrer „historischen Kleidung“ Warnwesten tragend.
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Weiter zu den Seen hin befinden sich viele Weingüter, im Uferbereich Ferienhäuser und andere Urlaubseinrichtungen. Hier verbrachten wir auch unsere letzte Nacht, idyllisch im Wald mit Zugang zum See. Auf einer Wiese im Campground ästen 3 Weißwedelhirsche. Alles war schön, bis wir am Morgen von Schüssen aufgeschreckt wurden, nicht auf dem Platz, aber es verdarb die Stimmung.
Am Nordende des Seneca Sees liegt Geneva, ein nettes kleines Städtchen. Hier waren wir bummeln. Etwa 20 Meilen weiter liegt Canandaigua am gleichnamigen See. Hier bekamen wir die Pizza auf der Tortenetagere, die hat uns mal wieder zu zweit genügt: Angus-Fleisch, Pilze, Käse mit Balsamico-Essig. Das war mal was Besonderes.
Es ist die Hauptstadt der Ontario-Region, etwa wie ein Landkreis. Für den Regierungssitz wurde die Form des Capitols gewählt mit goldener Figur auf der Spitze, die die Justitia darstellt. Selbst im Internet konnte ich kein besseres Bild finden. Zu Fuße in einer kleinen Anlage fanden wir einen Gedenkstein von 1994, der das hundertjährige Friedensabkommen der USA mit den „6 Indianerstämmen“ würdigt. Die Rückseite des Steins zeigt eine Zeichnung der native Americans.
In der Nacht hatte es ganz schön geregnet, aber am Morgen riss der Himmel auf. Wir hatten nur ein paar Meilen zufahren und erreichten bald das Welcome-Center von Corning. Das ist ein großer Parkplatz am Stadtrand mit einem Besucherzentrum wo man seine Informationen zu einer Stadtbesichtigung erhält. Außerdem fährt von hier ein Bus in einer Schleife alle Sehenswürdigkeiten ab und das umsonst.
Die erste Station war gleich das Glasmuseum. Zum Einen zeigte man uns verschiedene Techniken um das Glas. Von der Bearbeitung als Glasbläser oder mittels der Gasflamme einige Glaskünstler, die Funktion der Glasfaser wie auch das Zerbrechen verschiedener Gläser wurde demonstriert und die Ergebnisse erklärt.
Der andere Teil beschäftigte sich mit der Entwicklung der Glasverarbeitung von den Anfängen bis heute. Die wichtigsten Glasmanufakturen wurden dabei besonders vorgestellt, wie zum Beispiel Murano bei Venedig. Viel Raum nahm auch die Präsentation zeitgenössischer Glaskünstler ein. Irgend wann war es uns zu viel zum Schauen und wir nahmen den Bus in die Altstadt.
Die Altstadt muss man sich anders vorstellen wie in Europa. Oft ist es nur eine Straße, die mit 2-3-stöckigen Backsteinbauten bebaut ist. In den Nebenstraßen findet man nur noch einstöckige Holzbauten. Hier in Corning ist die Altstadt etwas größer und stattliche Häuser mit interessanten Geschäften findet man hier. Natürlich auch Restaurants. Mit denen gehen wir diese Reise etwas am Krückstock, denn zum Dinner werden meistens nur Hamburger, Sandwich oder Wrapps (im Taco Eingewickeltes) angeboten. Fast- und Fingerfood, ein Teller und Besteck findet man selten. „Mexikaner“ haben wir noch gar nicht gesehen, aber wenn man Glück hat findet man einen „Italiener“ .
Als Erstes war auf dem Campingplatz das
Hufeisen-Werfen angesagt. Zwei Mann, Frauen spielten nicht mit,
bildeten eine Mannschaft und warfen je 2 Eisen, die um eine etwa 12 m
entfernte Eisenstange zum Liegen kommen sollten. Aber auch die Profis
taten sich schwer damit. Es war zudem frisch und als es anfing zu
tröpfeln, beschlossen wir ein zu packen und weiter zu fahren.
7 oder 7C, da hieß es sich zu
entscheiden. Die 7 führte autobahnmäßig weiter, die 7C war die
alte Landstraße, mit der wir durch die Ortschaften kamen. Orte waren
immer über die Autobahn ausgeschildert, um die Landstraße vom
Durchgangsverkehr zu befreien. Später hieß die 7C „Old 7“.
Owego
In Binghamton sahen wir von einer
Brücke mehrere Loks der Susquahanna Rail Road. Dort hin machten wir
einen kurzen Abstecher. Der Ort war für unseren Geschmack schon zu
groß. In der Innenstadt wechselten sich alte Gebäude mit neuen
gesichtslosen Fassaden ab. Einige alte Gebäude waren abgerissen und
die Grundstücke waren asphaltiert. Es sah aus wie ausgefallene Zähne
in einem Gebiss. Also weiter.
In Owego wurde auf historische Häuser
hin gewiesen. Dort stellten wir das Wohnmobil ab und bummelten einige
Straßen ab. Hier waren die alten Häuser meist gut gepflegt und auch
die Gartenanlagen waren hübsch, vor allem blühten die baumgroßen
Hortensien üppig. An einer Stelle hatte man einen Blick über den
Fluss. Zwei Golfspieler versuchten mit einem Schlag die Bälle über
den Fluss zu schlagen, was ihnen fast gelang. Wie sie ihre Bälle
wieder heraus geholt haben, konnten wir nicht verfolgen.
Etliche Lokale waren wegen des
Ferienwochendes geschlossen. Zu zweit gönnten wir uns eine Pizza
Stromboli, eine Calzone, die oben eingeschnitten war, so dass man
durch die Öffnungen die rote Lava sehen konnte. Für 20 $ incl.
unsweeted Eistee und Kaffee wurden wir beide gut satt. Danach gingen
wir in einen Antquitätenladen, um ein Schneidebrett fürs Wohnmobil
zu suchen. Über 2 Stockwerke waren die Stücke verteilt und es gab
alles, was man nur denken kann, vom Ramsch bis zu wertvollen Stücken.
Wollte man nichts übersehen so hätte man bestimmt einen ganzen Tag
gebraucht. Und so haben wir zwar kein Schneidebrett (war zu teuer),
dafür aber ein Tablett gekauft und ich habe einen Güterwagen für
meine Eisenbahn gefunden.
Wenn dann nicht die elende Suche nach
einem Campingplatz gewesen wäre. Der heraus gesuchte State Park war
nur primitiv, der nächste KOA war bis zum letzten Platz gefüllt und
jetzt stehen wir schief im Wald und suchen nach dem Frühstück das
Weite.
Da es hier im Kellystone Park absolut
nichts zum Kaufen gibt, mussten wir für das Wochenende noch
Einkaufen fahren. Vor allem hatten wir noch kein vernünftiges Brot
gefunden. Unser erstes Ziel war Afton. Uns fielen ein paar nette
Häuser auf. In einem Hardware-Store suchten wir nach einem
vernünftigen, nicht zu langem Besen, auch fehlte uns ein
Fußabstreifer. In einem nahen Café stärkten wir uns mit einem
guten Kaffee. Mit regionalen Produkten aus Ahornsirup, Schmuck und
einigen Bildern peppte sie das Angebot ihres Ladens auf.
Im nächsten Ort, Bainbridge setzten wir die Suche nach Brot fort. Ein kleiner Ortsbummel führte uns schließlich zu einem Restaurant mit Pizzeria. Gudrun bestellte nur ein Stück Pizza, ich Fleischbällchen auf Spaghetti, dazu bekam ich einen Salat in 4 aus Pizzateig gebackenen Brötchen. Vom Salat mit den Brötchen allein hätte ich satt werden können, so nahmen wir einen Teil der Brötchen und die Hälfte der Fleischklöße mit ins Wohnmobil. Was das kostet?: 9,80 $. Mit Gudruns Pizza und weiterem Salat und anschließendem Kaffee kamen wir mit 25 $ hin.
Unsere Brotsuche ging weiter. In
Sidney, was bekanntlich etwas größer ist, fanden einen „Greater
America“ Supermarkt, der seinem Namen gerecht wurde. Gleich nach
dem Eingang sahen wir ein reiches Brotangebot, u. a. Der Typ
Heidelberg, das man getrost in die Hand nehmen konnte, ohne dass man
es zerdrückte. Hier gab es auch eine reiche Auswahl Obst und Gemüse.
Sonst machte der Ort einen etwas herunter gekommenen Eindruck. Gut
war die Bibliothek von der ich die beiden letzten Blogbeiträge
absenden konnte.
Ich habe ja noch zwei Bilder vom Wohnmobil, dass die Slide-Out Teile zeigt. Vor allem im Schlafzimmer erhalten wir damit einen Zugang zum Schrank, der sich am Fußende der Querbetten befindet. Die Teile machen einen stabilen Eindruck, quietschen aber fürchterlich beim Herein- bzw. Herausfahren. Die Elektromotoren funktionieren nur bei eingeschaltetem Auto-Motor. Aufpassen muss man natürlich, dass direkt neben dem Wohnmobil nichts steht.
Als die Sonne den Morgennebel
vertrieben hatte, machten wir uns auf. Zu erst wollten wir uns Port
Jervis anschauen. Beim Bahnhof konnten wir gut parken. Dort
entdeckten wir eine alte Drehscheibe und mehrere alte Loks und
Wagons. Der alte Bahnhof wurde wieder restauriert, beherbergt aber
nun andere Besitzer. Der neue Bahnhof sieht wie bei uns aus: Ein
Automat, ein paar Aushänge und eine Bank. Neben leeren Läden fanden
wir auch ein paar neu eingerichtete mit einem modernen Angebot.
Nach dem Stadtbummel folgten wir dem
Highway 97, einem Scenic Bayway. Neben schönen Blicken auf die
Flusslandschaft fanden wir nette kleine Siedlungen, urige Läden und
ein außergewöhnliches Restaurant.
Hinweisschilder machten uns auf einen
ehemaligen Aquadukt aufmerksam. Ein Canal kam von Hudson River hier
her und überbrückte mit dieser Brücke den Delaware Fluss. Heut zu
Tage kann man hier mit dem Auto den Fluss überqueren.
Wenige Kilometer weiter fanden wir auf
einem kleinen Spaziergang eine alte Steinbogenbrücke. Gesehen haben
wir im Vorbeifahren das alte Fort Delaware, dass aussah, als wäre es
einem Western entsprungen. Aber mittlerweile fing die Suche nach
einem Campingplatz wieder an. All das, was ich heraus geschrieben
hatte, entpuppte sich als einfache Zeltplätze ohne jeden Komfort.
Jetzt sitzen wir in einem Golfressort
und erwarten ein volles Programm über dasLabourday-Wochenende. Zum
Einkaufen oder Essen gehen, müssen wir 7 Meilen in den nächsten Ort
fahren, aber davon das nächste Mal mehr.
Der Tag begann mit einem für
amerikanische Verhältnisse opulenten Frühstück. Wir konnten es
genießen, da wir erst um9:30 Uhr von einem Taxi abgeholt wurden. Auf
einem kurzen Spaziergang zur Bahnlinie entdeckte ich eine Bisamratte
oder so was ähnliches in der Straßenböschung. Der Taxifahrer
brachte uns dann direkt vor die Türe des Wohnmobilvermieters.
Wir bekamen einen Film über die
wichtigsten Einrichtungen zu sehen, dann wurde uns noch mal alles am
Fahrzeug erklärt und dann konnten wir unsere Sachen einräumen. Beim
Herd und am Abwasserstutsen musste noch etwas repariert werden, aber
da war gleich jemand zur Hand, der das erledigte.
Die erste Fahrt führt uns immer zu
einem Supermarkt. Dort konnten wir den Kühlschrank auffüllen und
bestellten etwas zu essen, denn es war schon längst Mittag geworden.
Ach ja, wir bekamen doch noch ein bezahlbares Navi angeboten, das uns
gleich gute Dienste leistete, denn wir stellten es auf: Mautstraßen
vermeiden ein. Hier um New York herum gibt es einige Tall- Roads und
Brücken. Das Navi brachte und zügig aus dem Moloch um New York
heraus und die Fahrspuren reduzierten sich langsam auf 2 pro
Fahrtrichtung.
Direkt am Delaware River erreichten wir
einen Campingplatz, der aber geschlossen war. So fuhren wir durch
landschaftlich wunderschöner Strecke am Delaware weiter nordwärts,
fanden aber nur Zeltplätze für Wanderer und Kanufahrer.
Es war schon ziemlich spät als wir den
RV-Platz in Port Jervis erreichten. Dort konnten wir für die Nacht
bleiben. Während der Platz landschaftlich schön liegt, waren die
sanitären Einrichtungen mehr als primitiv, ganz abgesehen vom Krach
der nahen Interstate-Highway.