Naugatuck Railroad und das Pumpkin Festival

Nach einer klaren frischen Nacht genossen wir wieder einen sommerlich warmen Tag. Zu erst mussten wir mal wieder ein Stück auf New York zu fahren. Landstraßen, die zum Ziel führen, zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen. Man wechselt dauernd von einer Autobahn auf die nächste, keiner hält sich an irgend eine Geschwindigkeitsbeschränkung und vom lässigen zuvorkommenden Fahrstil der US-Amerikaner ist hier nur selten etwas zu merken. Es herrscht das selbe Chaos wie zu Hause. Aber irgend wie sind wir dann doch in Thomaston angekommen. Hier gibt es ein Eisenbahnmuseum.

Als wir auf dem Parkplatz einbogen, sahen wir einen Zug am Bahnsteig stehen. Wir hatten noch eine halbe Stunde bis zur Abfahrt. Eine beeindruckende Diesellok von General Motors aus den 70er-Jahren stand vorne am Zug. Aber alles wirkte etwas in die Jahre gekommen.

Die Strecke, etwa eine halbe Stunde in ein Tal hinein war ohne Höhepunkte. Kurz vor Schluss wurde für die Kinder an einer Wiese angehalten auf der verstreut Kürbisse lagen. Hier durften sie sich bedienen und man konnte seine Kinder hinter lustigen Schablonen abfotografieren.

Wir liefen dann noch in den Ort, um einzukaufen, wo uns die Pumkins noch mal über den Weg liefen. Wir haben immer noch keinen fürs Handgepäck erstanden. In einem Seefoodrestaurant gab es noch mal Fisch, aber es war nicht mehr das. Das Sehnen nach europäischen (wenn nicht gerade Fastfood) Lokalen wird von Tag zu stark stärker.

Schön waren die beiden gelben Autos und natürlich unser heutiger Campingplatz. Wir sind zufällig bei einem Vergnügungspark gelandet. Wegen eines Wochenend-Special bezahlen wir nur 40 $ für 2 Tage, gestern waren es noch 76 $ für einen. Natürlich hofft der Besitzer, dass wir uns morgen mit Riesenrad und Achterbahn vergnügen. Da haben wir aber schon was anderes vor.

Mashantucket Pequot Museum

Der Volksstamm der Mashantucket Pequot lebt in Connecticat und hat in den 80er Jahren zur Amtszeit von Präsident R. Regan die Rückgabe seiner Ländereien, die ihnen von Präsident Washington zugesagt worden waren, erstritten.

In Erscheinung treten sie vor allem durch einen riesigen Casinokomplex. Für uns bedeutender war aber deren Museum, in dem sie ihre Geschichte von der Eiszeit bis heute darstellen. Kurz waren wir über den Eintrittspreis erschrocken, aber als wir das Gebäudebetraten, war uns klar, dass es es Schnäppchen war.

Im ersten Teil erfuhr man über das Leben der „Indianer“ während der Eiszeit, welche Tiere sie gejagdt haben und wie sie sonst lebten.

Der nächste Bereich widmete sich dem Leben bevor sie Kontakt mit dem „Weißen Mann“ hatten. Dazu hat man ein komplettes Dorf aufgebaut. Die Figuren sind lebensgroß und sind ausgestattet mit allem, was sie zum Leben brauchen.

Weiter ging es mit dem Kontakt zu den „Weißen Männern“, welche Erfahrungen und Güter man austauschte. Das war durchaus keine Einbahnstraße, denn die Nativ Americans zeigten den Neuankömmlingen welche Wild- und Kulturpflanzen hier angebaut werden konnten. Mais, Bohnen und Kürbisse waren ja total unbekannt und die ließen sich gut als Mischkultur anbauen. – Das traurigste Kapitel sind natürlich die Indianerkriege und die fast totale Enteignung und Entrechtung der Native Americans. Nun geht es aber wieder aufwärts, das Zusammengehörigkeitsgefühl ist wieder da und nicht zu letzt der Stolz ihrem Stamm anzugehören.

Im Anschluss haben wir noch im angeschlossenen Restaurant so gut wie selten in den USA gegessen. Überraschend konnte ich hören, wie sich 2 der Bediensteten auf Spanisch unterhielten.

Newport: The Cliff Walk

Am späten Nachmittag kümmerten wir uns um den Campingplatz. Der, den wir im Internet gefunden hatten, den gab es nicht mehr. Uns verwies man auf einen stadtnahen am Surf-Strand gelegenen Platz. Es war kaum noch was los und auch sonst hatte der Platz nur einen horrenden Preis zu bieten, aber was soll´s, immer hin gab es einen schönen Sonnenuntergang.

Eine der Sehenswürdigkeiten von Newport RI ist der Cliff-Walk, der gut 3 Meilen an der Steilküste entlang führt und dabei einige besondere Blicke auf die Villen und Herrenhäuser bietet.

Nahe des Startpunktes der Wanderung gab es einen großen Parkplatz, wo zum Glück nicht mehr kassiert wurde. Der Weg, so weit wir ihn gegangen sind, war asphaltiert. Die Warnhinweise waren dramatisch und passten nicht zum eher harmlosen Weg. Wir genossen vor allem die Sonne und den warmen Wind.

Danach verließen wir die Stadt und mussten über 2 hohe Brücken fahren. Die eine hatten wir gestern schon vom Hafen aus gesehen. Die anderen Bilder zeigen die Brücken überden Cape Cod Kanal. Alle sind Stahlkonstruktionen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und sind Nietkonstruktionen.

Da die Eisenbahn den Höhenunterschied, der für die Segelschiffe und heute für die der Kreuzfahrtschiffe notwendig ist, nicht schaffen, baute man für sie Hubbrücken. Bei kleineren Flüssen verwendet man auf Dreh- oder Kippbrücken.

Newport Rhode Island (RI)

Heute Morgen haben wir Cape Cod verlassen in dem wir in schwindelnder Höhe den Canal auf dem Highway 6 überquerten. Davon gibt es kein Bild, denn die Spur war sehr schmal und ich hatte genug mit dem Lenken zu tun.

Es ging den Hwy 6 nach Süden, ausgezeichnet ist er nach Westen. In New Bedford durften wir noch mal Brücken fahren. Eigentlich ist es bis Newport nicht weit, aber abseits der Interstate Hwy fährt man von Ampel zu Ampel und die Straßenränder sind zu gebaut mit Wohnhäusern und Geschäften.

In Newport fuhren wir den Schildern zum Visitorcenter nach und fanden in dessen Nähe einen Parkplatz. Für 30$ bekamen wir einen Platz im Einfahrtbereich, sonst war alles voll. In der Fußgängerzone konnten mir zwischen den Gaslaternen bummeln und fanden auch ein nettes Lokal.

Im Anschluss benutzten wir den Hafen-Shuttle. Für 12$ pro Personen konnten wir 2 Boote benutzen, die den ganzen Tag durch den Hafen touren und einen jede halbe Stunde an jeder Haltestelle absetzen bzw. abholen.

Es ging an den Piers entlang, unterhalb der Mansions (Herrenhäuser), Fort Adams, Goat Island, um nach einer knappen Stunde an den Fähranlegestellen wieder an zu kommen. Wir unterbrachen unsere Tour beim Fort Addams. Hier hatten wir einen schönen Blick zurück auf Newport. Auch lag hier ein schöner alter Dreimaster. Etwas weiter draußen lagen 2 Kreuzfahrtschiffe vor Anker.

Viele Boote in allen Größen waren auf dem Wasser. Es war ein tolles Schauspiel. Aber irgend wann hieß es: Zurück fahren, dann den Campingplatz suchen. Der aus dem Internet war im Navi nicht auffindbar. So schickte man uns zu einem nahen Strand und dort war ein Campingplatz, wo wir für schlappe 85$ bleiben können. Immer hin gibt es WIFI.

Cape Cod: Die Nordküste

Heute Nacht hat es geregnet, darüber haben wir schnell weiter geschlafen, aber heute Morgen tropfte es von den Bäumen so aufs Dach, dass wir genervt aufstanden, aber feststellten, dass sich der blaue Himmel schon wieder breit macht.

Also auf und schauen, was der Tag so für uns bereit hält. – Aus dem State Park hinaus und weiter westwärts auf der 6A. Schon nach ein paar Meilen sehen wir an der Straße ein großes rotes Feld. Es steht unter Wasser und an der Oberfläche schwimmen lauter rote Beeren. Wir erleben wie die Granberries geerntet werden.

Zwei Personen auf ganz besonderen Gefährten fahren über die Beerenfelden mit einem Art Rasenmäher mit dem sie die Beeren von den Sträuchern lösen. Die Gummireifen der Fahrzeuge sind so groß, dass die Männer keine nassen Füße bekommen. Im Fernsehen habe ich mal gesehen, wie danach die Beeren mit einer Art Staubsauger von den Feldern abgesaugt werden.

Ein gutes Stück weiter kamen wir nach Sandwich. Der Reiseführer preist vor allem sein Glasmuseum an. In diesem Ort gab es viele Jahre eine wichtige Glasbläserei, später aus Kostengründen eine Glaswarenfabrik, die ausschließlich Pressglas herstellte.

Das Museum erklärt vor allem die Geschichte des Werkes hier am Ort. Wir konnten aber auch einem Glasbläser zusehen. In weiteren wurden geschickt die Produkte der Fabrik dargestellt.

Gudrun sah auf dem Hinweg einen Farmermarkt, den wir anschließend besuchten. Auf einer Wiese befanden sich etliche Stände mit Obst und Gemüse, weiter verarbeiteten Produkten wie Marmelade und Nudeln, Gewürze, Schönheitsmitteln und 2 Essenständen Nicht schon wieder Fritiertes dachten wir beide und steuerten den Pizzastand an.

Auf dem Hänger brannte ein Feuer im Ofen und wir konnten zuschauen und wünschen. Der Teig war super dünn und die Zutaten machten einen frischen Eindruck. Dass es uns dann auch geschmeckt hat, ist ja klar. Nicht zuletzt wegen einer 2-Mann-Kapelle, die für die Stimmung auf dem Markt sorgte.

Uih, ich sollte zum Schluss kommen, aber da war noch einiges, das kommt dann auf jeden Fall in den Film. Hier aber noch ein Bild von unserem Strand-Spaziergang und ein Bild von einer der 3 Brücken, die Cape Cod mit dem Festland verbinden.

Cap Cod

Das war mal eine Halbinsel, die man durch einen Kanal vom Festland getrennt hat. In der Mitte durch führt eine Autobahn und für die Anrainer ein schmales Sträßchen, das die Orte der Reihe nach abklappert, dabei gehen die Orte sanft in einander über.

Hyannis Port ist ein wichtiger Hafen. Zum einen gehen von hier die Fährschiffe zu den Inseln Marthas Winyard und Nuntucket Island ab, zum anderen starten hier viele Ausflugsschiffe zur Walbeobachtung, Hochseefischfang oder einfach für eine Sightseeing-Tour zwischen den Inseln hindurch.

Dort wo die kleineren Schiffe anlegen befinden sich nette Geschäfte und Lokale, wo es sich gut bummeln lässt. Hier ist immer was los, auch in der Nachsaison. Noch sitzt man draußen und verwöhnt sich mit Muscheln (Clams), Krebse, Shrimps und Hummer.

Wir fuhren die Küste weiter entlang bis Chatham. Der Ort besitzt ein kleines nettes Zentrum, aber man ist schnell durch. In einem Hardware-Laden sah ich diese Tret-Pedal-Autos, einfach toll. Von hier ging es nordwärts die 28 weiter bis Orleans. Hier in der Nähe soll es einen hübschen Statepark mit Campingplatz geben. Ich war einfach müde vom vielen Fahren.

Der Nickerson-State-Park ist recht groß. In ihm liegen 3 Seen und etliche Tümpel mit Seerosen. In einem der Seen hatten wir einen weißen Strand und sind gleich ins Wasser gegangen. War auch nicht kälter wie das Meer dieses Jahr in Griechenland.

Die Duschen und Toiletten waren einwandfrei, Strom oder WIFI gab es allerdings nicht, dafür asphaltierte Fahrradwege und mehrere Wanderwege.

Plymouth und die Pilgrim-Väter

Auf dem Weg dort hin fuhren wir über kleine Landstraßen mit 35-40 Meilen in der Stunde, etwa 60 km/h. Das hatte den Vorteil, dass wir uns in Ruhe die Landschaft, die Häuser und auch die Granberry-Felder ansehen konnten. Diese werden wie Reisfelder unter Wasser gesetzt.

Blick über die Bay

Also ich meine das Plymouth, wo die Mayflower 1620 etwa 200 hungrige, verlauste und frierende Britan an Land gesetzt hat. Wenn man obiges Bild dazu nimmt, dann stellt sich für einen Nicht-US-Amerikaner die Frage: Waren das Piraten?

Wenn man sich hier an diesem Geschichtsträchtigen Ort befindet und den Ernst empfindet mit dem die ersten Schritte zur Besiedelung, später Eroberung dieses Teil des Kontinents über all dargestellt werden, dann wird einem der Ernst dieser ersten Stunden, ja Jahre bewusst. Der Nachbau der Mayflower befand sich leider zur Reparatur in einer Werft.

Die Lage in einer Bucht ist ansprechend und der Hafen liegt voll von Freizeitbooten. Für größeren Tiefgang ist der Hafen nicht geeignet. An der Promenade liegt der Stein in den 1620 die Ankommenden diese Jahreszahl eingeritzt haben. 2 Häuschen im Stil der Anfangsjahre stehen in einem Park und fungieren als Souvenir-Shops.

In einem Terassenlokal mit Blick auf den Hafen gönnten wir uns in einem Selbstbedienungsrestaurant eine Fischplatte für 2 Personen, die wir nicht geschafft haben, aber gut schmeckte.

Ein Museum besuchten wir anschließend, wo uns die besondere Bedeutung der Frauen der ersten Stunde erklärt wurde. Die Männer auf Seiten der Native Americans wie der Britten schlossen den Vertrag (der einzige zwischen Ihnen, der nie gebrochen wurde!), für das Überleben während der ersten Jahre waren aber die Frauen auf beiden Seiten maßgeblich beteiligt.

Es war 29°C warm und so machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Campingplatz auf Cape Cod.

Salem MA (Massachusetts)

Heute Morgen versuchten wir zuerst so nah wie möglich an der Küste zu bleiben. Es gibt da zwar eine Straße, aber vom Meer sieht man nicht all zu viel, da immer noch ein Grundstück zwischen Straße und Küste liegt. Wenn dann aber doch mal kurzfristig die Straße ganz vorne entlang führt, dann steht da bestimmt: No parking any time.

Es war ziemlich frustrierend, da wir auch in den Orten keinen Parkplatz für Wohnmobile fanden. Ein Baugrundstück nutzten wir für einen kurzen STOP. Dazu kommt natürlich, dass wir Samstag haben, es ist herrlich warm und halb Boston sucht einen Platz am Strand. Zwischen schroffen Felsen gibt es immer wieder sandige Buchten wo die Wellen zu beachtlicher Größe auflaufen.

Ein paar Eindrücke haben wir nun von der Halbinsel nach Cap Ann. Aber langsam hungrig ließen wir uns vom Navi nach Salem führen. Das Städtchen, dass zum Einen wegen seiner Schulen und der Kunst bekannt ist, nennt sich außerdem die Hauptstadt der Hexen, da gerade hier im 18. Jahrhundert noch etliche angebliche Hexen ermordet wurden. Nicht kann so fürchterlich sein als dass man daraus nicht noch ein Geschäft machen kann.

Etliche Hexenmuseen gibt es und jetzt vor Halloween boomt das Geschäft in vielen Geschäften mit Zubehör, um als „richtige“ Hexe oder Zauberer durchgehen zu können. Trotzdem ist die Innenstadt mit Fußgängerzone sehenswert. Hier stehen etliche schöne Brigbauten (Ziegelstein), deren dunkles Rot an die Hansestädte erinnert.

Außerhalb des historischen Kerns entdeckten wir etliche Streetartkunstwerke, vom kleinen Bild bis zur kompletten Hauswand findet man hier alles. Tolle Künstler waren hier am Werk und ich wundere mich, dass in keinem von mir gelesenen Reiseführer darüber berichtet wird. Wer mehr von den Bildern sehen will, sollte meinen zukünftigen Videovortrag nicht verpassen.

Da wir nördlich von Boston keinen freien Platz in einem Campingplatz fanden, durchquerten wir am späten Nachmittag die Großstadt und checkten beim nächsten KOA Campground ein.

Shaker Village in Canterbury NH

Heute wollten wir mal wieder ins Landesinnere, da es doch einen eigenständigen Charakter gegenüber der Küstenlandschaft aufweisen soll. Zudem haben wir den Tipp bekommen, uns dieses Freilandmuseum anzusehen.

Die Shaker waren eine freie Gemeinde, die von den Quäkern abstammte. Ein wesentliches Merkmal war die absolute Einhaltung des Zölibates, wodurch sie letztendlich ausstarben. Männer und Frauen waren in allen Bereichen absolut gleichberechtigt. Im Handwerk strebten sie einen höchstmöglichen Qualitätsstandard an. Was ihre Werkzeuge und Möbel noch heute sehr begehrt macht.

Bei der Besichtigung des Dorfes kann man so wohl einzelne Häuser besichtigen, die weitgehendst eingerichtet sind als auch einigen Handwerkern bei der Arbeit zusehen. Wir hatten das Glück die Druckerei zu besichtigen in der ehemals ganz Bücher gedruckt worden sind als auch einem Schreiner beim Stuhlbau zu sehen. Vor allem der Sitzkomfort überzeugte uns. In der Kaffeeteria konnten wir auf solchen Stühlen sitzen. Für 273 $ waren sie auch zu kaufen.

Mit Schule, Krankenstation und eigener Stromerzeugung waren sie autark. Bekannt wurden auch ihre Sämereien, die von anderen Farmern gern gekauft wurden.

Auf dem Heimweg fuhren wir noch mal über Land, also nicht auf einem Interstate Highway. Meine Suche nach einer aktiven Eisenbahnstrecke führte uns nur an einem historischen Bahnhof vorbei. Als Trost hielten wir dafür an einem Eisstand an und bekamen 2 Babyportionen, die wir gerade so eben schafften. Die Sortenauswahl war immens. Zum Abendbrot nahmen wir uns auf dem Weg noch eine Pizza mit, eine SMALL, die war so groß wie bei uns NORMAL.

Vom Straßenbahnmuseum nach Portsmouth

Ihr kennt doch sicher Kennebunkport, seht ihr, und knapp 1 Meile davor liegt das Straßenbahnmuseum mitten im Wald. Mit über 280 Exponaten soll es das Größte seiner Art sein. Auf jeden Fall gibt es einen Bahnhof wie bei der Eisenbahn und einen riesigen Betriebshof mit etlichen Gebäuden und Außenanlagen, die alle mit dem Fahrdraht überspannt sind.

Am Schönsten ist aber die Strecke, um auch mal richtig das Straßenbahnfeeling zu bekommen. Es geht etwa 1 Meile immer gerade aus bis zu einer Wendeschleife mit Haltestelle, wo einem viel Interessantes über das Museum berichtet wird. Auf der Rückfahrt saß ein „Red Tailed Seahauk“ Rotschwanz-Bussard im Gleisbett.

Wie fast über all in den USA wird das Museum ausschließlich mit freiwilligen Kräften betrieben. Die Personen an der Kasse und im Souvenirshop, die Fahrer und Schaffner, die Gleisbauer und die Elektriker, Schlosser und Schreiner in den Werkstätten.

Pferde-Straßenbahnwagen von 1884

Mehrmals konnten wir direkt bei den Arbeiten zusehen. Und es gibt noch viel zu tun. Wie bei vielen historischen Vereinen liegt viel Material im Freien herum und vergammelt. Einige aufbereitete und fahrbereite Fahrzeuge zeigen aber, was die Leute können.

Irgend wann mussten wir uns losreißen und fuhren weiter nach Kennenbunkport. Hier gab es aber in der Nähe des Ortskern kein Platz für ein Wohnmobil. Erst in Yorkbeach war es etwas ruhiger, so dass wir uns etwas umsehen konnten.

Danach fuhren wir nach Portsmouth. Vor dem Ort mussten wir über eine ziemlich neue Hubbrücke und hatten von da oben einen herrlichen Blick über den Ort, der uns dort hinein abbiegen ließ. Die Atmosphäre am Wasser wie auch die Häuser im Ort gefielen uns gut.