Hier erfahrt ihr, was wir auf unseren Reisen erlebt haben.
Autor: kaktushorst
Bin Rentner und verheiratet, lebe in Nord-Württemberg, pflege seit Jahrzehnten eine Kakteensammlung, aber im Moment zieht es mich vor allem mit dem Wohnmobil Neues kennen zu lernen.
Vor dem Campingplatz liegt ein gepflegter Strand, aber nur wenige Schritte nach links beginnt ein natürlicher Streifen, der bis ans Wasser reicht. Er ist geprägt durch fast weiße Kalksteinfelsen, einige Büsche und unterschiedliche Blütenpflanzen.
Je nach dem wie viel Humus sich angesammelt hat oder wie stark die Stelle dem Sonnenschein ausgesetzt ist, befinden sich andere Pflanzen. Da wo Gärten in der Nähe sind, haben sich Mittagsblumen oder auch mal Goldlack ausgebreitet. Von einem Garten aus haben sich Opuntien auf den Weg in die Freiheit gemacht. Wenn man ihren Drang nicht stoppt, werden sie die Landschaft in ein paar Jahren bestimmen.
Mit etwas Glück entdeckten wir Orchideen, die zum Teil schon verblüht waren. Eine Italienerin zeigte mir die Stellen von weiteren Arten, an denen ich erst vor kurzem vorbei gelaufen bin. Einmal sah ich eine ziemlich große schwarze Schlange, die vor mir enteilte und mir kein Foto gönnte.
Immer wieder sieht man Löcher im Felsen, sie sehen aus wie frühere Keller, aber nur selten kann man Mauerreste erkennen. In einem Garten sahen wir einen Mann, der mit einem Wildschwein spielte, sein Hund lag daneben und verzog keine Miene.
Über Nacht hat der Wind nachgelassen und blauer Himmel lädt zur ersten Erkundigung ein. Wir verlassen unsere Bucht und radeln nur wenige Kilometer bis in die Stadt und das an einer wunderschönen Felsküste entlang.
Heute ist Markt und wir müssen überraschend wenig für Gemüse und Obst bezahlen. Hier scheint die Erdbeerzeit schon begonnen zu haben. Einige Bauern kamen auch mit Käse und Wurst, Honig und Eingemachten zum Markt. Was dort nicht zu bekommen war, gab es im Eurospin gleich neben an.
Damit war unser Vormittag gut ausgefüllt. Mittags probierten wir das Restaurant nahe des Campingplatzes aus. Auch hier waren wir sehr zufrieden.
Nachmittags schaute ich mir noch einen Trabucco an, eine Plattform von der man große Netze ins Wasser lässt. Von diesen Gestellen sieht man hier etliche am Ufer stehen.
Da wir eben erst sehr gut Fisch, genauer Schalentiere gegessen hatten, habe ich ein Stück Felsenufer von Netzresten befreit. Das Bild ist also schon historisch. Aber es gab auch etliches Schönes zu beobachten, auch blüht es herrlich, aber die Bilder hebe ich mir für einen anderen Beitrag auf.
Es war Regen angesagt und mit uns verließen noch einige andere den Platz. Unser Weg sollte uns nach San Marino führen. Um nicht den Verkehr rund um Bologna mit zu bekommen, war unsere Richtung vorerst Venedig, um dann Richtung Rimini und Küste nach Südosten abzubiegen. Dadurch fuhren wir etliche Kilometer Landstraße und waren im Endeffekt sicher nicht schneller, als wenn wir über Bologna gefahren wären. Die Zufahrt zum Campingplatz auf halber Höhe war gut zu finden, noch höher befindet sich ein Wohnmobil-Stellplatz, wie wir später heraus fanden.
Der Platz unter holländischer Leitung war sehr gut und überraschend preiswert.
Nach einer Regennacht war es am nächsten Morgen nur noch windig. Wir fuhren an Ancona vorbei, sahen eines der Fährschiffe und es kamen schöne Erinnerungen an unsere Griechenland-Reisen hoch. Aber wir wollten Neues erkunden. Der Stellplatz, den wir uns heraus gesucht hatten, war leider unauffindbar. So fuhren wir zur Autobahn zurück und ließen den Wagen zur Halbinsel Gargano laufen.
Lago di Verano
Bei Sonnenuntergang erreichten wir Vieste und dann begann die Sucherei nach dem einzigen offenen Campingplatz. Das Problem war unter so vielen Schildern das richtige heraus zu finden. Wir fanden es dann doch noch und der Chef erwartete uns an der Rezeption und hatte noch einen Platz für uns. Er scheint wie ich Liebhaber von Kakteen zu sein, nur dass seine das ganze Jahr draußen bleiben können.
Nach Peschiera hinein ist zwar meistens ein Fahrradweg ausgeschildert, direkt an der stark befahrenen Hauptstraße, der aber mehr Stress wie Urlaub ist. Als wir das Zentrum erreichten, hieß es dann absteigen, hier sind nur Fußgänger erwünscht. Am Rande fanden wir ein nettes Restaurant wo wir sehr gut zu Mittag gegessen . Wie schon fast üblich teilten wir uns je eine Vorspeise, dieses Mal einen Salat und ein Hauptgericht. Über den Salat konnten wir absolut nicht meckern.
Es kam doch wieder Urlaubsstimmung auf, vor allem da wir gegenüber dem Lokal ein Hinweisschild zum Mincio-Fahrradweg sahen.
Entlang des Festungsgraben erreichten wir den Fluss und auf einem gut ausgebautem Fahrradweg sausten wir nur so bergab in Richtung Mantua. Bei einem Wehr mussten wir den Fluss überqueren. Eine Ape erregte meine Aufmerksamkeit und Gudrun deren Inhalt, leider nur abgepacktes Eis, das lies uns kalt und weiter fahren.
Die nächste Brücke war dann in Monzambano, wo wir nach einem richtig guten italienischem Eis kurz an unserem früheren Stellplatz vorbei fuhren. Alles sah ordentlich aus und es war ganz schön was los.
Also ging es weiter über die Felder zurück, vorbei an Ponti di Mincio und wieder zum R6, der uns bis Peschiera führte. Der Rückweg war nicht besser wie der heute Morgen, aber wir kannten ihn ja jetzt schon und die Erwartungen waren dem entsprechend niedrig. Die Akkus werden gerade aufgeladen, die Fahrräder sind schon in der Garage, denn Morgen geht es weiter.
Nach einer ruhigen Nacht und Frühstück vor dem Wohnmobil unternahmen wir unsere erste Fahrradtour, nach Sirmione.
Der Weg führte die meiste Zeit am Ufer entlang, eine etwa 5 km lange Strandpromenade. Vor der Altstadt mussten wir die Fahrräder abstellen, ab da geht es nur noch zu Fuß weiter.
Wir durchquerten das Stadttor und befanden uns in einem großen Kaufladen. Hier gibt es so ziemlich alles, was man nicht braucht und deshalb treffen hier auch so viele Menschen auf einander. In den Seitengassen ist es ruhiger und wir fanden gemütliche Ecken. Zum Glück war nur ein gewöhnlicher Wochentag, wie das an Ostern sein wird, wag ich mir nicht vor zu stellen.
Auf jeden Fall blieben wir nicht all zu lange, so dass wir zum Mittagessen wieder auf dem Campingplatz waren, wo man uns verwöhnt hat.
Nach der Siesta spielten wir auf dem Platz Boule, dem sich ein Nachbar dazu gesellte. Es wurde immer wärmer, so dass wir uns zum Kaffee zurück zogen, lasen und den Tag gemütlich ausklingen ließen.
Kurz vor Abfahrt fing es in Crailsheim an zu regnen, aber das Meiste war schon verpackt. So fuhren wir gegen 10 Uhr weg. In Randenweiler viel zu teuer getankt, ging es zügig links an den vielen LKW in Richtung Süden. Ab Kempten wurde es trocken, auf den Straßen leerer und auch wärmer.
Bis Imst kletterte das Thermometer auf 17°C. Selbst auf dem Rechnenpass waren es noch 10° plus.
Bis Schlanders war es dann nicht mehr weit und am Bahnhof war noch ein langer Parkplatz für uns frei. – Um uns etwas Bewegung zu verschaffen, bummelten wir in den Ort und kaufte Brot ein, die berühmten Vinschgauer.
Die Nacht war ruhig bis dann die ersten Züge an uns vorbei fuhren, aber das kennen wir ja schon. Der Blick auf die Berge war beeindruckend und nach einem Frühstück im Bahnhofslokal ging es weiter in den Süden.
Hier zwischen Peschiera und Sirmione hat der Campingplatz Tiglio schon geöffnet. Es stehen auch schon etliche Wohnmobile und Wohnwagen am See. Mittags haben wir hier im Restaurant für 24€ das Tagesmenue gegessen mit Vorspeise Hauptgericht, Salatgang, Wasser, Wein und Kaffee inklusive. Und es hat geschmeckt. So darf es weiter gehen.
Den Gardasee müssen wir uns hier mit einer Gruppe Schildkröten teilen, die hier neben vielen Enten und Goldfischen zu Hause sind.
Mit einer kurzen Tour nach Karlsruhe haben wir unser Wohnmobil getestet.
KSC-Fanclub und ehemaliges Grafitti-Gebiet
Von den ehemals vielen Wandgemälden ist kaum mehr etwas vorhanden. Wir werden sehen, was hier entsteht. – Nachdem diese Fahrt gut verlaufen ist, wollten wir eigentlich heute auf dem Weg in den Süden sein.
Crailsheim am 03.04.2022
Wenn es schon bei uns so aussieht, wie wird es wohl oben am Fern- und Rechenpass aussehen? Also beschlossen wir noch bis zum 5. April zu warten, dann soll der Spuk vorbei sein.
Das ist grob unsere Hinreise, bei der wir versuchen so schnell wie möglich in den warmen Süden zu kommen. Ab da bestimmen Reiseführer, das Wetter, die Menschen um uns wie wir uns über den Stiefel bewegen. Wir werden immer mehrere Tage an einem Ort bleiben und die Gegend erkunden, aber davon in den nächsten Beiträgen mehr.
Wir werden Kalabrien im Süden, das nördlich an schließende Basilikata, den Sporn: Apulien und die am Tyrrhenischen Meer gelegenen Kampanien und Basilikata besuchen.
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Nach dem das Wetter heute noch mal mitgespielt hat, fuhren wir heute von Campingplatz aus nach Norden. Die Wege waren wie schon gestern durchgehend in gutem Zustand und gut ausgeschildert. Als erstes sahen wir auf der Höhe den „Tour penchée de Soyons“. D 86 und die Eisenbahn fahren knapp am Felsen entlang, wovon wir am Ufer der Rhône nichts mitbekommen.
Ab Ortsende verlaufen dann Straße, Eisenbahn Fahrradweg und Fluss direkt parallel zu einander. Kurz vor Guilherand-Granges (im Département Ardèche) fahren wir an einer Scheune vorbei, die den Sprayern wohl gefallen hat. In Sichtweite davon führt die D 96 über die Rhône. Die Rampe zur Brücke ist in Form eines Viadukts gebaut mit viel Platz für die Sprayerszene. Auch hier werden die Bilder immer wieder übermalt, so dass die Galerie immer wieder Neues zu bieten hat.
Guilherand-Granges ist ein nettes Städtchen, wird aber kaum wahr genommen, da sie direkt gegen über von Valence (im Département Drôme) liegt. Auf Höhe der Brücke sahen wir nach drüben, was aber nicht wirklich viel her gibt, denn die Autobahn läuft anstatt einer Promenade direkt am Ufer entlang. Unter der Brücke befindet sich ein Bild, das die Geschichte der Brücken zwischen den beiden Städten wieder gibt.
Die Durchfahrt durch die Stadt gestaltet sich sehr angenehm, da man schon außerhalb auf einer Promenade entlang der Rhône durch den Ort geleitet wird. Durch den Auenwald gelangten wir als nächstes nach Cornas, das einen Park- und Picnicplatz für Fahrradfahrer errichtet hat. Ein Häuschen, ähnlich der für Bahnwärter wurde mit Bilder geschmückt.
Unser Tagesziel sollte dann Châteaubourg sein. Wir kamen nur bis zur Eingangstür, da es sich in Privatbesitz befindet. Bemerkenswert ist die dortige kostenlose sich selbst reinigende Toilette. So etwas wünscht man sich häufiger. Für ein Lokal ist der Ort zu klein und so fuhren wir zuerst nach Cornas zurück und dann ins nahe gelegene Saint-Péray. Da wir vor allem nach Restaurants schauten, haben wir den Ort nicht sehr gewürdigt.
Wir haben uns für 2 verschiedene Gratins entschieden und suchten dann den kürzesten Weg zum Rhôneradweg zurück. Der Besuch in einem riesigen Auchan-Supermarkt kostete dann noch etwas Zeit. Im Ort Guilherand-Granges sahen wir noch 2 vortrefflich gestaltete Hauswände. Dann hatten wir den Rhôneradweg wieder erreicht und wir kämpften uns gegen den Wind zum Campingplatz zurück.
Morgen ist Abreisetag und es geht zügig nach Crailsheim zurück. Ob es noch zu einem weiteren Blogbeitrag kommt, kann ich nicht versprechen. Trotzdem, danke für´s verfolgen unserer Reise und den wenigen, die mir mitgeteilt haben, dass sie den Blog verfolgen.