Weit sind wir nicht gekommen, aber bei dem schönen Wetter wollten wir nicht länger als nötig im Wohnmobil sitzen. Wir fuhren Saale abwärts. Bernburg ist eine Handelsstadt, die auch von größeren Schiffen über die Elbe erreicht werden kann. Der Campingplatz gehört zu einem Fluss-Wander-Verein und liegt am Stadtrand von Bernburg. Er ist so beliebt, dass wir mit dem letzten freien Platz vorlieb nehmen mussten.

Nach der Installation unseres Fahrzeugs bestiegen wir unsere Räder und fuhren das kurze Stück bis in den Ort. Immer wieder gab es was zu sehen oder zu beobachten, vor allem das Schloss. Im 13. Jahrhundert begann die Bautätigkeit mit einer Burg von der der sogenannte Eulenspiegelturm zeugt. So wohl in der Gotik wie auch dem Barock wurden Gebäude hinzu gefügt.


Die neuesten Gebäude stammen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Dieses Durcheinander von Stilen lässt sich vom Schlosshof gut erkennen. Vieles ist in einem Zustand, der eine aufwändige Renovierung notwendig erscheinen lässt. Direkt am Eingang wurde das krumme Haus erneuert und in ein heimatgeschichtliches Museum umgebaut.

Von den Dinosauriern über den Bergbau im Mittelalter bis zur DDR finden sich interessante Exponate. Danach wollten wir noch die Stadt auf der anderen Saaleseite besichtigen. Es gibt auch dort interessante Gebäude, aber das Kopfsteinpflaster machte uns und den Fahrrädern zu schaffen. Geschichte ist ja schön und gut, aber an einigen Stellen sollte man mit der Zeit gehen oder die Touristen bleiben aus.


Till Eulenspiegel trifft man überall im Ort an, der wird heftig vermarktet. Heute scheint ihm niemand mehr seine Streiche übel zu nehmen, obwohl er sich gerade in Berneburg einige geleistet hat. Was noch zu erwähnen bleibt, der Saalradweg führt direkt am Campingplatz vorbei.

