Nachdem es gestern eine größere Belastung für unsere Sitzmuskulatur war, beschlossen wir heute es bei einer kürzeren Tour zu belassen. Wir waren ja noch nicht flussabwärts gefahren. Es sollte trocken bleiben und ab Mittag auch wärmer wie gestern, das vernahmen wir gerne.

Auf einer kleinen Landstraße fuhren wir durch Friedeburg (Saale). Diese Häuser Ansammlung hat noch nicht einmal einen Automaten zum Einkaufen, fast am Ende der Welt. Hier nähern sich die Uferberge der Saale, so dass außer dem Fluss nur noch der Fahrradweg Platz hat. Die Straße muss bei Brucke die Seite wechseln. Dafür gibt es eine kleine Fähre (5t). Für 1,30€ pro Fahrrad durften wir mitfahren. Wir beiden waren bei dieser Fahrt die einzigen Gäste und schnell waren wir auf der anderen Seite.

Und damit auch in Rothenburg. Hier steht eine der wenigen überlebenden Alt-Industriebetriebe, jetzt unter dem Namen Westfälische Drahtwaren. Es gibt noch einen Eisenbahnanschluss, weitere Firmen sind dem Verfall überlassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wo die Arbeiter her kommen sollen. Rothenburg ist ein unscheinbares Dorf.



Über ein Stück Kopfsteinpflaster gehoppelt und schon waren wir wieder auf einem gepflegten Weg, der unterhalb der roten Sandsteinfelsen entlang führte. Es blühte entlang des Weges, während das Tal sich wieder öffnete und plötzlich die Georgsburg direkt am Ufer vor uns lag. Mal wieder eine Ausflugsgaststätte im rechten Moment. Es war 12 Uhr. Die Karte italienisch/indisch.
Gut gestärkt fuhren wir ins nahe gelegene Könnern, wo es einen Supermarkt gibt. Wir konnten unsere Vorräte auffüllen und traten danach die Rückfahrt an. Die Fähre ließen wir rechts liegen und fuhren bis Wettin auf dem offiziellen Radweg. Dort gönnten wir uns an der Fähre einen Kaffee, bevor wir übersetzten und die letzten Kilometer bis zum Campingplatz hinter uns brachten. Heute waren es nur 37 km und morgen geht es weiter.


