Schon wieder ein Tag voller Sonnenschein und ich wäre doch kein richtiger Deutscher, wenn ich mich nicht beklagen würde, denn wer kümmert sich um meine Arme, die rot sind und brennen? Aber lassen wir das, wir stiegen auf die Fahrräder, zuerst nach Ortona, runter zum Hafen, bzw. Bahnhof, wo die Via Verde beginnt.

Jetzt wissen wir auch warum sie Via Verde heißt, wenn die grüne Farbe auch nur wenige hundert Meter gereicht hat. Weitaus kunstfertiger sind die Streetart-Bilder entlang des Weges. Hier nur eine kleine Auswahl. Insgesamt führt der Fahrradweg über etwa 50 km bis Vasto mit einer Unterbrechung.


In Ortona befinden sich mehrere Fahrradverleihstationen, an den folgenden Stationen ebenso. Heute, an einem Werktag Morgen, begegneten wir vielen Menschen, mit Hund und Oder Smartphone, sportlich oder bummelnd, das Gleiche per Fahrrad in beiden Richtungen.

Bekannt ist dieser Küstenabschnitt auch für seine Trabocco, auf Stelzen stehende Fischerhütten von denen aus große Netze ins Meer hinab gelassen werden. Nur noch wenige Fischer arbeiten damit. Mehrmals sahen wir, dass dort Bars und Restaurants eingerichtet worden sind, von denen es genügend entlang der Strecke gibt.

Schwieriger wird es, wenn man in den Orten den ganz alltäglichen Einkauf tätigen will. In einer Baracke fanden wir einen „Tante Emma“-Laden. Es gab so ziemlich alles, aber die beiden Damen waren so etwas von umständlich. Trotz dessen war die Tour schön, aber morgen soll es weiter gehen. Lasst euch überraschen, auch wir wissen noch nicht wo hin der Weg uns führt.