Neufchatel-en-Bray

Gestern hatten wir uns eigentlich vorgenommen bis in die Gegend von Rouen zu kommen. Gegen Mittag haben wir hier gut gegessen und dann fing es auch schon wieder zu regnen an. Ein Schild wies uns zu einem, wie sich dann heraus stellte, sehr gepflegtem Campingplatz.

Da das Städtchen einen netten Eindruck machte und zudem eine Voie Verte direkt am Campingplatz vorbei führte, waren wir gerne bereit unsere Planung über den Haufen zu werfen. VOIE VERTE bezeichnet man einen Fahrradweg, der auf eigenen Trasse verläuft, oft, wie hier, auf der ehemaligen Trasse einer Eisenbahnstrecke. Schranken gibt es nicht mehr, dafür sind die Straßen durch Stoppschilder gesichert.

Nach kalter Nacht wachten wir bei wolkenlosem Himmel auf. Wir mussten nur langsam machen, damit sich die Luft erwärmen konnte. Dann machten wir uns auf den Weg in Richtung Dieppe an der Küste, dem Ende der Strecke. Hier auch noch das Bild vom Startbahnhof und eine typisches Motiv aus dem Tal der Bresle. (Bray bezeichnet eine Landschaft)

Ein besonderer Hingucker ist natürlich das Schloss in Mesnières-en-Bray. Leider kann man es nur im Juli und August besichtigen. Der Renaissance-Bau wurde 1534 beendet und wurde 2004 durch einen Brand stark zerstört. Heute beherbergt es ein Hotel, Restaurant und ein Gymnasium mit über 400 Schülern/innen.

Leider zog sich der Himmel kurz vor Dieppe immer mehr zu, so dass wir umkehrten. In einer Bäckerei gab es Birnenkuchen als Stärkung. Der Weg lässt sich gut fahren, ist abwechslungsreich, aber auch, heute am Sonntag, gut besucht.

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