Zuerst möchte ich noch einige Bilder nachreichen. Da befand sich gestern ein massiver Backofen bei einem Bauernhof. Ob der noch genutzt wird? – Ein Streckenwärterhäuschen war zu einer Kitschidylle umfunktioniert. So fürchterlich, dass es schon wieder schön war. Auf der anderen Seite im Garten stand ein Gips-Zoo. – Das kleine Lokal hatte leider geschlossen, so haben wir vor der geschlossenen Garten-Terrasse zwei Stück Birnenkuchen vom nahen Bäcker gegessen. Zwischen den Pflastersteinen hatten sich Stiefmütterchen und sogar eine Petunie selbst ausgesät.

Der Wetterbericht kündigt Regen an. So wollten wir den Tag nutzen, um nach einem gemütlichen Frühstück in Richtung Rouen weiter zu fahren. Da es in Supermärkten selten regnet, haben wir den Leclerc ausgiebig ausgekundschaftet. Mit gut gefülltem Kühlschrank fuhren wir weiter. Da wir Zeit hatten, nahmen wir die Landstraße. Im Ort Jumièges, wo unser ausgesuchter Campingplatz liegt, fuhren wir erst mal in den Ort, den sicher war die Rezeption um die Mittagszeit nicht besetzt.
Da das Nobelrestaurant voll belegt war, nahmen wir mit einem Platz in einer kleinen Brasserie vorlieb. Das stellte sich als ein wahrer Glückstreffer heraus. Es gab ein 3-Gänge-Menü zu 15 €. Wir haben richtig gut gegessen. Gegenüber befindet sich die berühmte Ruine der Klosterkirche. Die Abtei von Jumièges ist eines der ältesten und bedeutendsten Benediktinerklöster der Normandie. 654 wurde sie von Saint-Philibert, dem Höfling von König Dagobert I. erbaut. 841 zum ersten Mal von den Wikingern zerstört, fand sie ihr Ende mit der französischen Revolution. Viktor Hugo bezeichnete sie einst als die schönste Ruine Frankreichs.
Aber auch einige richtig nette Häuser gab es zu bestaunen, so wie den Hinweis auf einen Campingplatz am See, warum ihn nicht anschauen, ob er für uns was bietet? Ja, so sind wir hier gelandet in einer Fluss-Schleife der Seine und Fahrradweg in beiden Richtungen. Mal sehen, was das Wetter so macht.





