Falkenberg, die ehemalige Eisenbahnerstadt

Abends ist der offizielle Strandbetrieb beendet, es wird herrlich ruhig und das ist die schönste Zeit für uns und ein Bad. Erfrischt haben wir noch auf dem Platz Boule gespielt und später gelesen. Ich, Becoming me von Michelle Obama. Es fesselt mich und nachher werde ich weiter lesen. Gudrun: Mein Leben mit Hemingway.

Heute Morgen gingen wir wieder ins Wasser, noch bevor die meisten aufgestanden waren. Es war herrlich sauber und hat viel Spaß gemacht. Später habe ich hinten den Mantel von meinem Fahrrad wechseln müssen. Irgend wann waren die Zahnräder sauber und der Dreck an meinen Fingern. Da reichte es heute Mittag zu einem guten Essen beim Inder.

Ich erhielt noch einen Tipp, wo sich ein Dampflokgrab befinden soll. Das wollte ich natürlich entdecken und kam auch an mehreren Stellen bis an einen Zaun. Wofür der Schrott hier aufgehoben wird, ist mir ein Rätsel. Der Rehkopf passte irgend wie gut dazu.

Auf der Rückfahrt kam ich noch an einer schön blühenden Lauchwiese vorbei.

Falkenberg (Elster)

Es zieht uns weiter in Richtung Berlin, aber da zwischen liegt noch die Eisenbahnerstadt Falkenberg und der Kiebizsee. Neben dem Campingplatz gibt es hier noch ein größeres Freizeitzentrum am See. So etwas hätten wohl auch einige größere Städte wie Falkenberg gerne, so ist hier auch am Anfang der Woche viel los und wir haben mit Mühe einen Stellplatz bis Mittwoch bekommen.

Kiebitzsee

Da wir früh auf dem Platz waren, bestiegen wir unsere Räder, um die Umgebung zu erkunden. So stammen die beiden nächsten Bilder aus Uebigau.

Den größten Teil des Nachmittags verbrachte ich am Kreuzungsbahnhof in Falkenberg und besichtigte auch das kleine Museum. Auf dem Bahnhof war viel los, den die Züge kamen und fuhren in 6 Richtungen auf 2 Stockwerken ab. Dazu kam einiger Güterverkehr und auch die Verbindungskurve zwischen oberem und unterem Bahnhof wurde häufig befahren.

Torgau: Elberadweg abwärts

Aber zuvor noch einen Nachtrag von gestern Abend. Neben dem Campingplatz liegt der Strand vom „Großen See“, einem städtischen Freizeitgelände mit neuerdings einem Strand. Dort fand auch eine gesponserte Musikveranstaltung mit einem Duo statt, das deutschsprachige Popmusik vortrug.

Gegen 22 Uhr wurde es ruhig und so waren wir heute Morgen ausgeruht und planten die nächste Fahrradtour. Zu Beginn mussten wir einige Gesperrt Schilder missachten, aber da Sonntag ist, war das kein Problem. Der Weg war entgegen der gestrigen Erfahrungen gut ausgebaut, attraktiv geführt, denn die Elbe selber gibt hier nicht all zu viel her.

Dieses Mal hatten wir Glück mit der Fähre. Wir kamen gut ans gegenüber liegende Ufer. Hier war die Suche nach einem Restaurant schwierig. Bei einem Campingplatz wurden wir fündig und es war wenigstens preiswert.

Die Rückfahrt auf dem rechten Elbeufer war nervig, zu größeren Teilen auf der Landstraße und zwischendurch einige nichts bringende Umwege. Auf jeden Fall sind wir gut zurück gekommen und genießen den weiteren Nachmittag hier auf dem Platz.

Torgau – Belgern auf dem Elberadweg

Heute Morgen ging es zuerst zur Elbebrücke, denn von hier kann man auf jeder Seite und in beide Richtungen auf den Elberadweg gelangen. Die Wege sind gut ausgeschildert. Wir fuhren rechts der Elbe und erreichten bald das Gut Graditz.

An den verschiedensten Orten waren hier Pferde zu sehen, auch im Innenhof des Gutes so wie auf den Weiden drum herum.

Es ging an einem Elbe-Altwasser entlang auf recht unterschiedlichen Bodenbelägen, teilweise häuften sich die Löcher und der scharfe Splitt war auch nicht so ideal für die Reifen. Aber dann kam wieder Asphalt und eine lauschige Allee.

Um Köllitsch fuhren wir an einer Schafherde vorbei, die alle sich einen Platz im Schatten suchten, ja, es wird nun richtig schön warm.

Vor Belgern lag die Fähre an unserem Ufer und wir freuten uns schon, gleich übersetzen zu können. Da sich personalmäßig nichts blicken ließ, benutzte ich die Telefonnummer, die angeschlagen war und erfuhr, dass die Fähre erst wieder ab Montag in Betrieb geht. Also mussten wir zurück fahren.

In Graditz war jetzt die Cafékutsche geöffnet und wir bekamen eine gute Tasse Kaffee. Kurz darauf haben wir Mirabellen am Wegrand probiert und auf der Elbebrücke erwischten wir gerade noch einen Kahn, der sich nach Hamburg treiben ließ. Jetzt haben wir Sonne genug genossen und genießen den Schatten unter den Bäumen auf dem Campingplatz.

Torgau an der Elbe

Gestern gab es noch ein nettes Konzert auf dem Campingplatz, aber nun zog es uns weiter in uns unbekannte Gegenden und Orte. Einmal halb rund um Leipzig und wir hatten unser neues Ziel schon fast erreicht. Die letzten Kilometer auf der Landstraße waren eine Geduldsprobe, die LKW fuhren zwischen 60 und 70 km/h und überholen war nicht drin.

Das Navi wies uns kurz hinter dem Ortsschild von Torgau auf eine schmale Wohnstraße an deren Ende der städtische Campingplatz liegt. Eine große grüne Wiese auf der sich die Camper locker verteilen. Das Büro ist zweimal täglich kurz geöffnet, einfach und sauber und das Sanitärgebäude nagelneu, einfach aber sauber eingerichtet.

Nach dem Installieren des Wohnmobils mit anschließendem Verzehr einiger noch aus Crailsheim stammender Lebensmittel wollte wir uns anschauen, wo wir gelandet sind und sattelten unsere Fahrräder. Da die Kirchtürme meistens in der Ortsmitte stehen und gut sichtbar sind, dienten sie mal wieder der Navigation. Viele Straßen besitzen Radwege, so dass wir gut vorwärts kamen.

Am Rathaus und dem angegliederten Tourist-Informationsbüro bekamen wir alles, was wir für die nächsten Tage benötigen. Vom Schloss und der nahen Elbe hatten wir schon gehört und die wollten wir uns als nächstes anschauen. Die Brücke, die zum Innenhof des Schlosses führt überspannt gleichzeitig das Bärengehege, in dem wir auch 2 der Bewohner entdecken konnten.

Weiter ging zum Bahnhof, der im Moment nicht gerade einlädt, aber es scheinen Züge zu halten. Zurück in die Innenstadt kauften wir noch Brot ein und genossen ein Eis, während im Hintergrund die Parteien ihre Stände aufbauten und versuchten Wähler für sich zu gewinnen. Auf dem Heimweg im Kaufland fühlte man sich schon fast wieder wie zu Hause und jetzt auf dem Campingplatz geht es uns so richtig gut.

Jena

Eine liebe Freundin besuchen, ist natürlich immer ein Grund Jena zu besuchen, aber auch sonst hat die Stadt an der Saale immer etwas zu bieten. Weitläufige Parkanlagen entlang der Saale, der botanische Garten, großzügige Fußgängerzonen mit netten Geschäften, Markt, abwechslungsreiche Gastronomie.

Die Lage im Tal der Saale, umgeben von höheren Bergen mit schöner Aussicht und Ausflugswirtschaften stellt etwas ganz Besonderes dar. Das Saaletal mit dem Saaletal-Radweg führt mitten durch und auch sonst ist die Stadt gut durch Fahrradwege erschlossen. Man kann sich das Stadtgebiet auch gut mit der Straßenbahn erschließen.

Jena ist Universitätsstadt, das sich durch die Vielzahl von jungen Leuten und dem entsprechenden Kulturangebot zeigt. Das letzte Bild zeigt die Thüringer Wickelknödel mit Rindfleisch in einer leicht sauren Schnittlauchsoße.

Erfurt BUGA Petersberg

Wir sind am Sonntag gut von zu Hause weg gekommen. Leider gab es in Richtung Norden ziemlich viele Baustellen auf der Autobahn, wo etwas zäh lief. Den Autohof bei Kitzingen werden wir nicht mehr anfahren, das ist es durch Umbauten sehr eng geworden und Parkplätze für Wohnmobile gibt es keine mehr.

Bad Neustadt a.d.Saale

Auf der A71 sind die Ortschaften meist etwas weiter von der Autobahnweg, so mussten wir zum Mittagessen runter ins Saaletal fahren. Im recht netten Bad Neustadt gab es nicht nur einen großen Parkplatz gleich außerhalb der Stadtmauer, sondern in der fast vollkommen autofreien Innenstadt eine nette Auswahl an Restaurants.

Stellplatz Erfurt

Ausgeruht geht es durch den Thüringer Wald und nach Erfurt. Zu dem Campingplatz führte uns das Navi sicher. Leider mussten wir dort feststellen, dass wir ein Problem mit dem Strom und dem Gas haben. Das Stromkabel konnte ich in der Zwischenzeit reparieren, aber wegen des Gases hoffen wir auf Hilfe, wenn wir in Jena eintreffen. Nun aber zu unserem ersten Besuchstag: Mit den Fahrräder fuhren wir zum Domplatz, wo wir unsere Fahrräder abstellten.

auf der Zitadelle

Von hier ging ein Weg, im oberen Teil ein Aufzug hinauf in die Zitadelle, dem Petersberg. Die Buga hatte man dazu benutzt, einiges zu restaurieren. Es gibt einige schöne Blumenbeete und eine Ausstellung zur historischen Gartenkunst. Man sieht, dass man das Gelände in den städtischen Bereich integrieren will, nach dem hier oben lange Zeit die Zitadelle als Gefängnis genutzt wurde.

Noch etwas hungrig nach Neuem fuhren wir in den nicht offiziellen Buga-Bereich an der Gera. Der Fahrradweg war schon das letzte Mal sehr zu fahren, jetzt aber reihen sich hier die Freizeiteinrichtungen aneinander. Einfach wunderschön für die Erfurter.

Erfurt: EGA-Gelände

Mit dem Fahrrad war es nicht ganz einfach das Gelände der Bundesgartenschau zu finden, mehrmals mussten wir fragen, aber das war ja nicht schlimm. Dann schlossen wir unsere Fahrräder beim unteren Eingang ab und kamen problemlos hinein, denn hier gibt es keinen Parkplatz, nur die Straßenbahn.

Von hier ging es stetig bergauf durch die Staudenbeete, die vor allem durch ihre geschickte Farbzusammenstellung auffielen. Der Japangarten verbreitete durch die Steine und den Wasserfällen einen ganz besondere Atmosphäre.

Um so höher wir kamen, um so mehr nahm der Publikumsandrang zu. Liliengarten, Rosengarten, Dahlien, … es war alles da, was man sich nur vorstellen konnte. Natürlich auch ein großer Spielplatz mit Wasser, Kinder in Badeklamotten und viel Spektakel.

Ich möchte hier nicht alles aufzählen, was es zu sehen gab, aber beim Rückweg fiel uns eine Nische auf in der Upsycling Gegenstände gezeigt wurden, also aus Abfall hergestellte Produkte, Giraffen aus Badelatschen oder Handtaschen aus Dosenklips, Tassen aus Kaffeesatz und noch einiges mehr, aber nie sah man den Dingen an, dass sie lediglich aus Müll bestehen.

Zum etwas verspätetem Mittagessen fuhren wir in die Innenstadt und genossen italienische Küche auf einer großen Terrasse. Dann ging es zurück zum Stellplatz und Wohnmobil, wo wir uns von den vielen Eindrücken erholen werden. Die BUGA war ein Erlebnis, vieles hat man zwar wo anders auch schon gesehen, aber zusammen genommen mit der Stadt selber und den Möglichkeiten die sie bietet, ist ein Besuch lohnend.