Wir haben bewusst die Autobahn gemieden, aber landschaftlich bot die Strecke entlang der Adria nicht viel. Nachdem wir an Venedig vorbei waren, wurde wenigstens der Verkehr weniger und wir konnten zügig von Kreisverkehr zu Kreisverkehr fahren. Vom Platz aus sehen wir das slowenische Karstgebirge und direkt am Campingplatz vorbei verläuft der Alpe-Adria-Fahrradweg, auch hier auf ehemaliger Eisenbahntrasse. Aber dazu in den kommenden Tagen mehr.

Da heftige Gewitter angesagt waren, machten wir uns auf den Weg in den Ort. Dabei stolperten wir direkt beim Eingang des Campingplatzes in den römischen Flusshafen. Bis hierher hatten die Römer ihre Handelswaren verschifft, um sie dann für den Weg nach Osten auf Wagen zu verladen. Das muss man einfach den Fachleuten glauben, erkennen kann man es nicht wirklich.

Von dort gelangt man in den Ausgrabungsbereich eines vermögenden römischen Kaufmanns. Hier hat hat die Mauerreste und die Mosaikböden entdeckt. Um sie zu schützen hat sie teilweise mit neuen Mauern und einem Dach in Form des möglich historischen versehen. So entsteht in etwa die Atmosphäre, die man einst im Haus spürte.

Wenn man danach weiter zur Basilika läuft kommt man zur Kasse und dem Souvenirshop, denn auch für die Basilika braucht man ein Ticket, genauer gesagt, für alles eines. Damit kann man die Basilika betreten. Der Hauptraum ist leer. Nein, nicht leer, sondern von einem riesigen Mosaik bedeckt. Um es nicht zu zerstören läuft man auf einem Glasboden mit Abstand zu dem Mosaik.

In den Jahren 314-319 wurde eine Basilika mit dem Mosaik gebaut. Kriege und Erdbeben führten mehrmals zur Zerstörung und Neubau, dabei wurde das Mosaik verschüttet und erst im Jahre 1909 wiederentdeckt. Auffallend sind die vielen Fische, aber auch Medaillons mit Köpfen von Personen und Personen bei ihren täglichen Arbeiten.



Später wurde im Altarbereich eine Krypta erbaut, um die Märtyrer von Aquileia zu begraben. Der Raum wird von einer interessanten bemalten Holzdecke überspannt, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Vom Kirchenschiff aus gelangt man zu einer Ausgrabung aus der Römerzeit, die darauf hinweisen, dass die Basilika auf den Resten römischer Häuser gebaut wurde. Auch hier sieht man Mosaike.

Außerhalb befinden sich noch 2 weitere Gebäude mit Zeugnissen aus der Vergangenheit. Ist ist überwältigend. Kein Wunder, dass Aquilei zum Weltkulturerbe gehört.
Um den Beitrag nicht zu groß werden zu lassen, habe ich die vielen Außenaufnahmen weg gelassen.
Heute Nacht hat es dann geschüttet, ein Gewitter ist über uns herein gebrochen, hat aber nichts zerbrochen.






































































