Fahrt zu den Colli Euganei

Das hieß für uns, den Appennin zu verlassen und quer durch die Po-Ebene bis nahe der Alpen zu fahren. 240 km, eigentlich kein Problem. Wir machten aber daraus eine kleine Herausforderung, weil wir nicht dem Lauf der Flüsse von West nach Ost gefolgt sind, sondern uns einen Weg direkt nach Norden gesucht haben.

So mussten wir direkt vom Campingplatz unseren ersten Pass angehen. Kurz vor der Passhöhe fand ich einen größeren Parkplatz, wo ich einen Pflanzen-Erkundungsstopp einlegte. Vom Auto aus hatte ich schon mehrfach Orchideen entdeckt, konnte aber immer nicht anhalten.

Dann ging es in Kehren wieder hinunter ins Tal. Hier verläuft die Autobahn Rimini-Rom, die wir nur überquerten, um den nächsten Pass anzugehen, wir sind natürlich gefahren und unser Fiat brummt gemütlich den Hang hinauf. Landschaftlich war es atemberaubend. Gudrun hat gefilmt, aber ich konnte wie meist an den schönsten Stellen nicht anhalten.

Aber auch hier fand sich irgendwann, kurz vor der Passhöhe eine Haltemöglichkeit mit traumhaft schönen Wiesen mit einer Vielzahl von Blumen. Eigentlich sollte noch ein dritter Pass folgen, aber kurz nach Ortsausgang standen bei einem Haus Sanka und Feuerwehr so auf der Straße, dass nur ein schlanker PKW vorbei passte. Ich drehte das Wohnmobil indem ich das Ende in ein Feld drückte und so genügend Platz bekam, dass ich die Motorhaube in die entgegen gesetzte Richtung bekam.

Der Rest ist schnell erzählt. Es ging hinaus in die Poebene und auf langweiligen schlechten Straßen eingereiht zwischen LKW bis kurz vor Padua. Von der Autobahn konnten wir die Colli sehen und nach einem Einkauf waren wir kurz darauf auf unserem uns bekannten Camping Alba, direkt unter blühenden Linden. Der Duft ist berauschend. Es ist schwül warm und wir warten auf ein erfrischendes Gewitter.

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