Nach 2 Stunden Fahrt inklusive Einkaufen im Supermarkt haben wir unser nächstes Ziel bei Dinan erreicht. Nach Kommissar Dupin müssen wir nun mit bretonischem Wetter rechnen, alle 4 Jahreszeiten können an einem Tag auftreten. Nicht ganz so schlimm, aber ähnlich ist es. Immerhin trauten wir uns am Nachmittag auf die Fahrräder.

Unser Ziel war Dinan. Da der Campingplatz auf der Höhe liegt mussten wir erst mal runter an die Rance. Die ist hier aufgestaut und mit Schleusen versehen. Zuerst war der Fluss gewaltig, wurde in Richtung Dinan aber immer schmäler. Hier gibt es einen kleinen Hafen mit etlichen Booten.

Zum Hafen gehört eine alte Brücke über den Fluss und ein Gässchen, das sich steil hinauf in die Stadt windet und einen Kunstladen neben dem anderen aufweist.


Für Fahrradfahrer ist aber ein etwas bequemerer Weg nach oben ausgeschildert. Ein langes Stück an der Stadtmauer entlang ging es und dann waren wir im mittelalterlichen Stadtkern. Hier gibt es noch Fachwerkbauten mit geschnitzten Balken. Hier ist sehr viel los, da mussten wir unsere Fahrräder schieben.


Mitten drin steht ein über 60 m hoher Beffroi, ein Wachturm mit Uhr und Glocken. Der Blick von oben war die vielen Stufen wert. Dinan bietet ein sehr geschlossenes Bild, Granit und Schiefer dominieren, Neubauten gibt es im Zentrum nicht. Verkehrstechnich bildet die Altstadt ein Problem, aber da kaum ein Auto hinein darf, ist es dort angenehm.

Der Rückweg gestaltete sich schwierig, wir mussten ja wieder runter und die Abfahrt, die wir fanden führte uns südlich des Ortes an den Kanal de Ille. Aber, wo ein Kanal ist, ist auch ein Fahrradweg, und nach wenigen Kilometern hatten wir den Hafen von Dinan erreicht und den Rest kannten wir ja schon.
