Da hatte doch jemand behauptet oben auf dem Grat würde es nur so von Orchideen wimmeln. Das wollte ich genau wissen und zog mit einer Wasserflasche und der Kamera los. Auf den niedrigeren Grat führte ein Pfad hinauf, aber oben gab es eigentlich nur hohes Gras und Steine (s. Oben).


Das heißt natürlich nicht, dass ich nichts Erwähnenswertes gefunden hätte. An einer Stelle von etwa 10 Metern Durchmesser fand ich den echten schwarzen Kümmel. Ich hielt sie zuerst für eine blasse Form der Jungfer im Grünen. Ein gutes Stück weiter sah ich dann die ersten gelben Tulpen. Ich dachte Tulpen wären Steppenpflanzen, aber hier standen sie im Kiefernwald. Ihre Blütezeit war schon fast vorbei.

Auf meiner letzten Wanderung fanden wir nur noch verblühte Exemplare der Frühlingsschwertlilie. So hoffte ich, dass ich weiter oben am Berg sie noch blühend vor zu finden. Fand ich auch, aber auf dem Rückweg sah ich sie dann überall, auch unten beim Campingplatz in Blüte. Die öffnen ihre Blüten erst nach Sonnenhöchststand und das letzte Mal waren wir Vormittags unterwegs.


Ähnlich ging es mir mit dem italienischen Knabenkraut, von dem ich weiter oben nur noch verblühte Exemplare fand, während sie unten in der Nähe des Campingplatzes noch häufig blühte. Am selben Standort habe ich auch das Ohnhorn – Aceras anthropophorum gefunden. Auch das ist eine Orchideenart.


Zum Schluss hier noch 2 Pflanzen, die ich ganz oben am Berg fand. Zum Einen das Brandkraut, dessen syrische Variante überall im Wald zwischen den Kiefern steht, während die gelbe Form sich nur ganz oben am Grat finden ließ. Hier stehen auch einige Exemplare dieser wilden Gladiole.