El Rocío

Kommt mit nach Argentinien, so stelle ich mir wenigstens eine Kleinstadt in Argentinien vor. Die Häuser liegen in Reihen aneinander und es ist viel Platz bis zum Gegenüber. Vor jedem Haus gibt es eine überdachte Veranda, davor horizontale Rundhölzer, wo man die Pferde fest machen kann. Die Straßen sind Sandpisten, der Wind wirbelt den Sand empor oder der Regen hinterlässt große Pfützen, was die Reiter oder Kutschen nicht stört.

Heute ist das für die vielen Touristen ein kleines Problem, wenn die SUV da durchrauschen. Auch wenn nur Einheimische in die Altstadt dürfen. Die Wallfahrtskirche ist ein besonderes katholisches Heiligtum. Die Madonna ist auf vielen Keramiken und Souvenirs abgebildet.

Damit haben wir endgültig Argentinien verlassen. Das Angebot der Läden richtet sich ausschließlich nach den Interessen der Touristen. Der Kaffee Solo war dennoch gut. Wer mag, kann mal die vielen Glocken in den Türmchen des Ortes zählen. Hoffentlich bimmeln die nicht alle auf einmal.

El Rocío liegt direkt an einem See des Nationalparks. So kann man von der Promenade Reiher und Flamingos beobachten. Etwas weiter weg befindet sich Grasland zwischen See und der Parkgrenze mit dem Wanderweg, hier befand sich eine größere Wildpferdherde. Durch den vielen Regen in letzter Zeit ist der See sehr voll und die Pferde halten sich nah der Besucherwege auf.

Später sind wir noch ans Meer bei Matalascañas.

Hier wechseln sich Hotels mit Appartementanlagen ab. Alles neu, ziemlich steril. Nichts für uns, haben einen Blick aufs aufgewühlte Meer geworfen und eine Paella gegessen und dann auf meist sehr schlechten Straßen zurück zum Campingplatz gefahren.

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