Für heute hatten wir uns vorgenommen den Tarn abwärts nach Gaillac zu fahren. An Wiesen und Feldern über kleine Landstraßen erreichten wir bald Brens. Ein Café auf einem kleinen Platz kurz vor der Tarnbrücke war uns einen Stopp wert.

Gaillac ist ein kleines Städtchen, das wie Albi von der Backstein-Architektur geprägt ist, dem hier günstigsten Baustoff. Vor allem die älteren Gebäude sind nicht verputzt, so dass das schöne Rot der Ziegel das Aussehen der Gebäude bestimmt.

Weintrinkern wird der Name Gaillac bekannt sein. Was wir probiert haben, waren alles kräftige Weine mit einem relativ hohem Alkoholgehalt. 14% sind hier die Regel. Im Klosterhof gibt es eine Weinverkostung mit Verkauf, in der viele der umliegenden Winzer vertreten sind und die Preise schienen mir moderat, während selbst auf dem Campingplatz keine Flasche unter 10 € angeboten wird.


Mit etwas Dusel erwischten wir den Markttag. Über mehrere Plätze und Gassen erstreckte sich ein reichhaltiger Markt. Nicht nur das Übliche wie Obst und Gemüse, Fleisch- und Brotwaren, sondern auch Austern, Kleidung, Haushaltswaren und Bücher … waren zu haben. Dazu eine französische Eigenheit: Ob im Supermarkt oder hier auf dem Wochenmarkt findet man immer ein reichhaltiges Angebot an Comics. Da scheinen die Lesegewohnheiten doch anders wie in Deutschland zu sein.

Eigentlich hätten wir uns nun gerne in eines der Restaurants auf das Trottoire gesetzt und gemütlich zu Mittag gegessen. Aber der Wetterbericht sagte ab Mittag heftige Gewitter voraus. Es sah noch nicht danach aus, aber was kann in einer halben Stunde Fahrt über die Felder nicht alles passieren. – Es passierte nichts und das Regenrisiko fiel plötzlich auf 2%. Wenn ich den Zuständigen zu fassen bekomme. Was lernen wir daraus?, nicht alles glauben, was das Internet erzählt.