Schon bei der Planung dieser Reise war es uns klar, dass wir noch einmal nach Albi wollen. Ein kleines Problem stellte der Weg dort hin dar, da es keinen ausgeschilderten Fahrradweg gibt. Dank der App Komoot, erhielten wir einen ungefähr 15 km weiten Vorschlag, dem wir heute Morgen folgten.

Albi liegt am Tarn, der aus dem Massif Central kommt und über viele Kilometer eine Aufsehen erregende Schlucht bildet. Albi liegt schon in der Ebene und wird deswegen leicht links liegen gelassen. Hoch über dem Tarn verbunden durch etliche spektakuläre Brücken für Straßen und Eisenbahn, liegt das Centrum wirklich spektakulär auf einem Felssporn 180° vom Tarn umrundet.


Die fast 50 Tausend Einwohner zählende Stadt wurde bereits von den Römern gegründet und war im Mittelalter ein Zentrum der Katharer. In der Auseinandersetzung mit dem französischen König und dem Papst wurde die Stadt (1209-1229) fast vollständig zerstört. Zehn Jahre später wurde der Bau der Kathedrale St. Cäcilia begonnen und etwa 100 Jahre später weitgehend beendet. Auf Grund der Kriege gegen die Katharer, wurde sie wie eine Wehrkirche konzipiert.

Die Mauern sind bis zu 6 m dick und schaffen so den größten Backsteinbau auf Erden. Der Innenraum ist dagegen prachtvoll in Blau- und Goldtönen gestaltet. Neben Figuren bilden die Fresken mit ihren räumlich dargestellten Personen und Landschaften einen Höhepunkt.


Direkt neben der Kathedrale befindet sich das Toulouse-Lautrec- Museum. Sein Geburtsschloss befindet sich nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Heute haben wir uns für ersteres etwas Zeit genommen und haben uns einen Überblick über sein Werk verschafft.

Danach folgte ein Stadtbummel, bei dem wir viele nette Gassen und Plätze durchstreiften. Interessante Läden und Gaststätten finden sich über all. Nach den vielen Eindrücken machten wir uns dann wieder auf die Rückfahrt, wobei uns unser App geschickt aus der Stadt hinaus führte.