Les Orgues à Ille-sur-Têt

Gudrun hat die Idee gehabt dem Wind ein Schnippchen zu schlagen und in eines der Täler der Pyrenäen auszuweichen. Die Fahrt heute Morgen verlief sehr entspannt und der Blick auf die vordersten Berge der Pyrenäen war fantastisch. Lange fuhren wir direkt auf den Mont Cannigou (2487m) zu. Das wird wohl auch der Berg gewesen sein auf den ich gestern zu gefahren bin.

In Ille-sur-Têt fuhren wir von der Schnellstraße ab und schlängelten uns durch die Gassen, immer dem Hinweisschild, Les Orgues, folgend. Beim letzten Stück wurde es mir mulmig, denn das Sträßchen war so schmal wie unübersichtlich. Dass wir uns auf einer Einbahnstraße, in der richtigen Richtung, befanden, erkannten wir erst als wir auf dem Rückweg waren. Ein großer Parkplatz für Wohnmobile hatte man eingerichtet.

Freie Sanitäranlagen, wie es sie auch auf den Autobahnen üblich sind, gab es neben dem Ticketschalter mit Souvenirshop. Den Führer gab es dann auch in deutscher Sprache. Von hier führte ein 900m langer Fußweg zum eigentlichen Gebiet der Orgues. Auf halbem Weg erregten eine Reihe von Metallfiguren unsere Aufmerksamkeit. Zum Teil aus Abfall hat da jemand Tiere zusammen geschweißt.

Das Gebiet öffnet sich wie ein Theater mit Wänden aus bis zu 12m hohen Säulen. Mit jedem Regen verändern sie ihr Aussehen, Sand wir fort getragen. Die Säulen tragen meist größere Steine an der Spitze, die sie vor Erosion schützen. Fallen sie, dann ist die ganze Säule heftiger Erosion ausgesetzt und verschwindet allmählich. Hier befinden sich tiefe Schluchten. Andererseits bilden sich am Rand des „Theaters“ neue Säulen.

Später fuhren wir auf den Camping Municipal, der recht nett angelegt ist. Heute hatten wir den vorerst wärmsten Tag mit 23°, dafür haben sich jetzt Wolken ausgebreitet. Hier ist alles staubtrocken, so dass etwas Regen gut für die Natur wäre.

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