Von solchen Fahrtagen gibt es selten viel zu berichten und lange Strecken legen wir wenn möglich über die Autobahn zurück. Die Tele-Box hat sich bewährt. Ich fand immer eine freie Spur und konnte mit gut 30 km/h durchfahren. Die Erleichterung wird in Frankreich noch größer sein, da dort die Zahlstationen in viel geringerem Abstand zu finden sind.

Von südlich Ancona ging es gestern strikt nach Norden und sind nun in Chioggia kurz vor Venedig. Auch hier erwarten uns Kanäle, Brücken, Häuser, die bis ans Wasser gebaut sind. Eigentlich sind wir in Sottomarina di Chioggia, einer größeren Insel direkt vorm Ort, die die Stürme anhält, aber einen sehr städtischen Charakter aufweist. Nördlich des Campingplatz wird er von hohen Wohnhäusern überragt, südlich, getrennt von einer Straße breitet sich ein breiter Sandstrand aus und ein Schirmchen steht neben dem anderen.

Aber zurück zur Fahrt hier her: Von etwa Bologna bis hier her ist die Landstraße zu erst vierspurig, aber eng, dann nur noch zweispurig, ein LKW folgt dem nächsten und es herrscht 70 km/h und Überholverbot. Man fährt gemächlich in der Schlange mit. Aus- und vor allem Einscheren sind ein Problem. Zur Mittagszeit machte uns die Suche nach einem Restaurant größere Mühe. Meistens hatten die LKW´s den Parkplatz schon belegt.

Ein kühnes Ausscheren in einen Hafen, den wir von einer Brücke haben sehen können, brachten vollen Erfolg. An einem Kanal lagen Fischkutter an Fischkutter, die hier auf ihre nächste Ausfahrt warteten. Wir waren in Porto Garibaldi gelandet. Der Kanal verbindet den Hauptort Comacchio mit dem Meer. Und hier reihen sich auch die Fischrestaurants an einander.

Hier war es kein Problem einen Parkplatz zu bekommen. Das Essen gab es in einer Plastikschüssel, die mit Papier ausgelegt war, dazu Plastikteller und Besteck, für das Getränk erbaten wir uns ein Glas, Teller und Besteck holte ich aus dem Wohnmobil. Die gegrillten Sardinen und Tintenfische waren aber sehr gut, so zu sagen fangfrisch.

Nach dem Essen schauten wir uns den Ort noch etwas näher an, der auch einen schönen Strand aufweist. Im Ort gibt es schicke Häuser in gepflegten Gärten und einige Graffitis zu entdecken. Dann ging es über die Etsch und die Brenta hier her nach Chioggia.