Comacchio und Porto Garibaldi

Direkt bei Comacchio gibt es keine Campingplätze, nur einen Stellplatz. Der Strand liegt auch etwa 3 km entfernt. Dort sind wir auf einem sehr gepflegtem Campingplatz unter gekommen. Unter hohen Pinien ist er uns im Moment etwas schattig, aber es wird ja jetzt jeden Tag etwas wärmer.

Heute fuhren wir mit den Rädern nach Porto Garibaldi. Hier liegen an einem breiten Kanal viele Fischerboote. Zum Teil wurde der Fisch direkt vom Boot verkauft. Wir fuhren aber erst mal auf dem Fahrradweg, dem Kanal entlang nach Comacchio. Das sind nur 3 km. Mit den Fahrrädern ist es nicht ganz einfach durch den Ort zu kommen, da viele Wege an einer Treppe enden, die dann über einen Kanal führt.

Mit dem Fahrrad ist es aber kein Problem den einen oder anderen Umweg zu fahren. Auf jeden Fall haben wir noch einige schöne Stellen gefunden. Wie man den großen Kahn in einen der Kanäle zwischen 2 Brücken gebracht hat, blieb uns ein Rätsel, denn auch die Sträßchen entlang der Kanäle sind sehr schmal. Gegen Mittag fuhren wir nach Porto Garibaldi zurück. Die Fischlokale hatten es uns angetan.

Ein Lokal schien recht beliebt zu sein, also hin. Es gab nur Fischplatte, gegrillt oder frittiert, mit Pommes, auf Plastiktellern und Wein aus eben solchen Gläsern, aber die Platte war sensationell. Auf dem Foto kann man Jakobsmuscheln, Krabbenspieße und zweierlei Fisch sehen. Eigentlich viel zu viel für uns, aber da mussten wir nun durch. Es schmeckte viel zu gut, um etwas übrig zu lassen.

Fahrt nach Chioggia

Von solchen Fahrtagen gibt es selten viel zu berichten und lange Strecken legen wir wenn möglich über die Autobahn zurück. Die Tele-Box hat sich bewährt. Ich fand immer eine freie Spur und konnte mit gut 30 km/h durchfahren. Die Erleichterung wird in Frankreich noch größer sein, da dort die Zahlstationen in viel geringerem Abstand zu finden sind.

Porto Garibaldi

Von südlich Ancona ging es gestern strikt nach Norden und sind nun in Chioggia kurz vor Venedig. Auch hier erwarten uns Kanäle, Brücken, Häuser, die bis ans Wasser gebaut sind. Eigentlich sind wir in Sottomarina di Chioggia, einer größeren Insel direkt vorm Ort, die die Stürme anhält, aber einen sehr städtischen Charakter aufweist. Nördlich des Campingplatz wird er von hohen Wohnhäusern überragt, südlich, getrennt von einer Straße breitet sich ein breiter Sandstrand aus und ein Schirmchen steht neben dem anderen.

Comaccio Porto Garibaldi

Aber zurück zur Fahrt hier her: Von etwa Bologna bis hier her ist die Landstraße zu erst vierspurig, aber eng, dann nur noch zweispurig, ein LKW folgt dem nächsten und es herrscht 70 km/h und Überholverbot. Man fährt gemächlich in der Schlange mit. Aus- und vor allem Einscheren sind ein Problem. Zur Mittagszeit machte uns die Suche nach einem Restaurant größere Mühe. Meistens hatten die LKW´s den Parkplatz schon belegt.

Ein kühnes Ausscheren in einen Hafen, den wir von einer Brücke haben sehen können, brachten vollen Erfolg. An einem Kanal lagen Fischkutter an Fischkutter, die hier auf ihre nächste Ausfahrt warteten. Wir waren in Porto Garibaldi gelandet. Der Kanal verbindet den Hauptort Comacchio mit dem Meer. Und hier reihen sich auch die Fischrestaurants an einander.

Hier war es kein Problem einen Parkplatz zu bekommen. Das Essen gab es in einer Plastikschüssel, die mit Papier ausgelegt war, dazu Plastikteller und Besteck, für das Getränk erbaten wir uns ein Glas, Teller und Besteck holte ich aus dem Wohnmobil. Die gegrillten Sardinen und Tintenfische waren aber sehr gut, so zu sagen fangfrisch.

Nach dem Essen schauten wir uns den Ort noch etwas näher an, der auch einen schönen Strand aufweist. Im Ort gibt es schicke Häuser in gepflegten Gärten und einige Graffitis zu entdecken. Dann ging es über die Etsch und die Brenta hier her nach Chioggia.