St. Gilles liegt nur etwas über 20km entfernt von Arles, also durchaus mit dem Fahrrad machbar. Auf der Karte ist noch eine Eisenbahnlinie eingezeichnet, aber von der ist nur noch die Trasse erkennbar. Außerhalb des Städtchens fanden wir ein Fahrradweg-Zeichen, das uns weg von der Hauptstraße, zuerst in ein Industriegebiet und dann durch die Felder führte. Die Straße war nur für 70 km/h zugelassen, da sie als Fahrradroute ausgeschildert ist.

Auf den Feldern fanden wir Reis und Linsen, aber es wird auch Wein und Äpfel angebaut. Auf einem Feld fand gerade die Ernte der Süßkartoffeln statt. Die Blätter der Pflanze haben gar nichts mit einer Kartoffel zu tun. Es sind lange Triebe wie bei einem Kürbis, aber ohne erkennbaren Früchten.
Bei Fourques überquerten wir die „Kleine Rhone“. Diese alte Brücke ist seit kurzem für den Autoverkehr gesperrt und wir konnten die Überfahrt entspannt genießen. Damit waren wir auch schon in Arles. Im Zick-zack führte man die Fahrräder durch eine Siedlung, um dann auf einmal in einen Tunnel unter der Autobahn einzutauchen.

Auf der anderen Seite standen wir dann in der Altstadt, deren Gassen wir erkundeten. Wir kamen zum Rathausplatz und schauten in die Kathedrale, deren Schönheit im Figuren-Fries des Hauptportales bestand. Hier war es uns schon wieder zu laut und voll. Zurück auf einem kleinen Platz haben wir nett gegessen und dann ging es für uns wieder zurück nach St. Gilles.
Wir fanden den Autobahntunnel wieder und nahmen uns die Zeit die vielen Graffitis zu bewundern, die sich auf einer Seite quer über die Rhone erstrecken. Zurück kommt einem ja vieles kürzer vor, vor allem, wenn der Wind stetig von hinten schiebt. Jetzt wird ausgeruht, später noch etwas Obst eingekauft und die morgige Fahrt geplant.





