Gestern habe ich keinen Blogbeitrag geschrieben, da ich den ganzen Tag am Pfarrhaus in Loitz (gesprochen Lötz) stand und einem Grafitti-Künstler beim Malen zugesehen habe. Es war echt spannend wie so ein großes Bild entsteht. Der Pfarrer hat sich das zum Ruhestand gewünscht und stellt ein Märchen aus dieser Gegend dar, bei dem es sich um 3 Wünsche handelt.

Heute sind wir nun nach Stralsund aufgebrochen. Der Stellplatz nahe der Altstadt hatte keine Plätze frei, so sind wir ein bisschen nach außerhalb gefahren, um von dort mit den Fahrrädern die Innenstadt zu erreichen. Zu Beginn kam immer mal wieder die Sonne heraus und es war schön warm.

Unsere Entdeckertour begann am Hafen. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Rügen-Brücke (s.o.). Außerdem bilden die Häuser entlang der Kais eine schöne Kulisse. Hier liegt auch die Gorch Fock I, der Vorgänger des Schulschiffes, dessen Renovierung in die Schlagzeilen gekommen ist.

Daran angrenzend kann man durch eine mittelalterliche Seniorenanlage schlendern. Als Hansastadt konnte man sich das leisten. Wir fuhren an der Stadtmauer entlang und fanden einige Stadttore. Die Wege sind alle in einem historischen Zustand. Das Kopfsteinpflaster ist kaum befahrbar und auch zu Fuß ist es nicht angenehm. Der Neue Markt und die angrenzende Fußgängerzone ist für Fahrradfahrer gesperrt. Zur Mittagszeit wurde es windig und ich plädierte dafür einen Platz im Haus auszuwählen. Das erwies sich als eine gute Idee, denn schon bald sah man wie die Passanten ihre Schirme aufspannten.
Von da ab hörte aus immer nur ganz kurz mal auf zu regnen und wir beschlossen einfach drunter durch zum Wohnmobil zu fahren. Ein letzter Blick ging noch hinauf zur Marienkirche, deren Turm ich gerne bestiegen hätte, aber nicht bei diesem Wetter.

Klitschnass kamen wir beim Wohnmobil an. Natürlich konnten wir trockene Sachen anziehen, aber Möglichkeiten zum Trocknen oder eine Waschmaschine bot der Stellplatz nicht, so haben wir auf gut Glück einen Platz zwischen Stralsund und Rostock angefahren, war wir den letzten freien Platz bekamen.


