Die herbstliche Stimmung da draußen lässt meine Gedanken in wärmere Gefilde schweifen. Wer an eine Reise in die USA denkt, denkt selten vorrangig an Kakteen. Die USA hat ja auch so viel mehr zu bieten. Trotzdem lässt sich das meist ganz gut miteinander verbinden.
Wir hatten nie Standortlisten oder GPS-Daten dabei. Man entwickelt schnell ein Gespür, wo Kakteen stehen könnten. Was nicht geht ist eine geführte Bustour oder auch eine fahrt mit dem Greyhound Bus oder der Eisenbahn. Man sollte spontan anhalten können, so verbietet sich auch der Interstate Highway, aber mit Mietwagen und übernachten im Motel, einem Zelt oder im Wohnmobil, das geht immer. Wobei Zelt und Wohnmobil die Möglichkeit bietet in der Natur selbst zu übernachten. Das ist ein einmaliges Erlebnis und Stateparks gibt es im Abstand von bequemen Tagesetappen über all in den USA und die besitzen alle Campgrounds, die aber in der Ferienzeit der US-Amerikaner vorgebucht werden müssen, wenigstens einen Tag vorher, damit man nicht plötzlich vor dem Tor steht.
Hier ein paar Bilder von dem klassischen Route 66 Trip, diesmal von Los Angeles nach Chicago. Das ist im Frühjahr geschickter, denn es ist in LA noch nicht so heiß und wenn man in Chicago ankommt, ist es dort nicht mehr so kalt.
Das erste Bild stammt vom Cajon Pass, dort am Rande der Eisenbahngeleise stehen schöne Opuntien.
Richtig los gehen tut es mit den Kakteen, wenn man den Rio Grande überquert hat und auf der historic R 66 in die Berge fährt. Das zieht sich hin bis Kingman.
Eine ganz andere Vegetation findet man bei Flagstaff im Walnut-Canyon, dort ist man an die 2000m hoch und man läuft im Wald.
Der nördliche Teil des Petrified Forest nennt sich Painted Desert, da fanden wir Echinocereus fendleri und wieder ein Stück ostwärts bei Grant in den Lavafeldern den coccineus. New Mexiko ist so sehenswert, dass ich hier nicht anfangen möchte zu erzählen, sonst finde ich kein Ende. Was aber auch am Weg liegt ist bei Amarillo (Texas) der Palo Duru Canyon mit schönen Wanderwegen.
Und zum Schluss noch unser letzter Standort an der Serviceroute südlich der Interstate bereits im Staate Oklahoma.








