La Halle de la Machine

Diese Ausstellungshalle liegt im Südosten von Toulouse. Das heißt, wir müssen einmal quer durch die Stadt, um dort hin zu kommen. Das war zum Glück nicht ganz so schwer, denn wir mussten uns die meiste Zeit parallel zum Kanal du Midi halten. Probleme machte es nur, wenn wir die Kanalseite wechseln mussten, dann mussten wir uns durch den Verkehr mühen, bis es entlang des Kanals weiter ging.

Die Halle liegt in einem Neubauviertel in das die Halle integriert ist. Hier gibt es außerdem einen großen modernen Spielplatz, ein Park und viel Platz, wo man gerade diverse Showgeschäfte aufbaute.

Bei unserer Ankunft kam uns die Hauptattraktion gerade entgegen. Der Minotaurus war von seinen Mitreisenden bestiegen worden und rollte, stampfte schnaufend, Dampf speiend, die Beine und den Kopf bewegend auf seinem Rundkurs. Er wird von 2 Personen bedient und einige Aufsichtspersonen sichern die Maschine ab, nicht dass neugierige Besucher und das Fahrzeug geraten.

In der Halle stehen abgestellt ein Skorpion mit ägyptischem Frauenoberkörper und eine riesige Spinne, die alle fahrbar sind. Die Gliedmaßen bewegen sich wie beim natürlichen Vorbild, haben aber keine tragende Funktion.

Ein weiteres Thema sind die mechanischen Musikinstrumente: Kleine Motoren, ausströmendes Gas, das sich auch mal entzündet machen immer wieder Spektakel. Hier geht es nicht Mozart zu interpretieren sondern Möglichkeiten auszuloten, wie man Töne erzeugen kann. Es kam mir vor wie Erzeugnisse eines Labors.

Draußen steht dann noch ein Karussell mit beweglichen Tieren. In der Mitte sind es Bison, Rind und ein weiteres, dass ich nicht entschlüsseln konnte. Die können immer mehrere Personen transportieren.

Außen herum laufen / rollen Insekten wie Käfer, Libelle oder Ameise, die man „reiten“ kann. Hier fiel uns mal wieder auf, dass man bei solchen Attraktionen immer auch preiswert essen kann.

Toulouse

6 km entlang des Kanals und schon waren wir mitten drin. Hier fängt auch der Kanal du Midi an, dem wir auf einem weiteren Fahrradweg halb um den Ort folgten, weil wir keine Brücke über den Kanal auf die andere Seite fanden. – Endlich waren wir drüben, nur ließ der Verkehr nicht erkennbar nach. Selbst was wie eine Fußgängerzone aussah, wurde von einzelnen Lieferwagen und Motorrädern genutzt.

Um die Kathedrale war es dann ruhig, hier bekam man einen Kaffee, den wir im Sonnenschein auf dem Platz genossen. Die Kirche sah ja schon von außen groß aus, aber von innen wirkte sie noch höher, und das bei einem romanischen Bauwerk. Der Altarraum war schön ausgemalt, nur ist es ziemlich dunkel hier drin. Auf einer Seite stehen eine Reihe von Heiligen-Büsten, die wir so noch nicht gesehen haben.

Die Auslagen der Geschäfte waren interessant und immer wieder blieben wir wegen interessanter Dekorationen stehen. Es ist uns aufgefallen, dass die Stadt ein sehr uneinheitliches Erscheinungsbild abgibt. Hier stehen vom Mittelalter angefangen so ziemlich alle Baustile neben einander.

Geprägt wird das Bild von Toulouse von seinen Wasserwegen, der Garonne, dem Kanal entre 2 Mer, dem Kanal de Brienne, der einen Zugang zur Garonne darstellt , la Saudrune und dem Kanal de Midi, der in einem großen Bogen 3/4 der Stadt umschließt. Hier befinden sich auch diverse Parkanlagen. Alles umschließt ein weiter Industriegürtel.