Spree-Radweg

Die Tour hatte ich ja schon im letzten Beitrag angekündigt, und nachdem es heute Nacht heftig geregnet hatte, scheint jetzt wieder die Sonne. Wir hatten uns entschieden den Weg Spree abwärts zu nehmen. Der erste Wegpunkt war der Spree-Stausee. Damit kamen wir in die Ausläufer des Spreewaldes.

Oft verlief der Weg auf einem Damm zwischen Teichen, die alle miteinander verbunden sind wie die Reisfelder. Die Wege waren meist in gutem Zustand, teilweise musste man aber mit Wurzeln rechnen. An den Wegrändern stehen fast überall Bäume, so dass man durch einen grünen Tunnel fährt. Besonders fielen uns die Eichen auf, mit bis über 50 cm Durchmesser. Unbedrängt wachsend waren es imposante Erscheinungen.

Alle paar Kilometer kamen wir in eine Ortschaft, die aber meist nur aus wenigen Häusern bestand. In Guttau fanden wir eine Bäckerei direkt neben der Kirche, die auch einen Kaffee anbot. Alle Ortschaften waren sehr gepflegt, in den Gärten blühte es üppig. Hier gibt es keinen Wassermangel.

Wenn man unterwegs essen gehen möchte, muss man das gut planen, die Auswahl ist gering und es nicht gewiss ob geöffnet ist.

Ein Anziehungspunkt der Gegend sind natürlich die Vögel, die den Wasserreichtum lieben. Ein Eisvogel flog uns über den Weg, ein Raubvogel saß auf dem Feld, zog aber schnell davon, als wir anhielten. Einfacher ist es einen Schwan, eine Gans, Enten oder einen Frosch aufzunehmen. Jetzt lade ich die Fahrräder wieder auf und bereite einiges für die morgige Fahrt nach Görlitz vor. Wieder ein Fluss, aber vermutlich von ganz anderem Charakter.

Bautzen

Ich hoffe, jemand hat meine Beiträge vermisst. Auf jeden Fall, hier kommt der Neueste. – In der Zwischenzeit waren wir am Sonntag Boule spielen im Kupark von Schönebeck und am Tag drauf ging es mal ein längeres Stück bis hier her nach Bautzen. Das hier ist ein sehr gepflegter Platz, was sich auch bei den santären Anlagen wiederfindet. Er ist als Ganzjahresplatz ausgewiesen und dafür ist er auch tauglich.

Spree Stauseen

Dann haben wir gestern noch gewaschen, was nicht ganz einfach war, weil wir die Maschinen nicht kannten und wir sie nicht richtig trocken bekamen. Also Wäscheleine ziehen und aufhängen. Zum Glück hat das Wetter mitgemacht.

Wir sind hier an der Spree, ganz in der Nähe gibt es einen Stausee mit Bademöglichkeiten. Wir interessieren uns vor allem für die Stadt. Von der Autobahn sahen wir sie schon hoch über der Spree liegen. Mit dem Fahrrad waren es gerade mal 4 km in die Innenstadt und dann kam das Kopfsteinpflaster, dass man am besten zu Fuß bewältigt.

Mit einem Stadtplan liefen wir die besonderen Hingucker ab und waren erstaunt immer mal wieder einen weiteren Turm vor uns zu haben. Die Stadt ist ganz allgemein in einem ansehnlichen Zustand. Viele aufwändige gestaltete Bürgerhäuser sahen wir. Da wo es sich nicht mehr gelohnt hat zu restaurieren, standen nun moderne, schön gestaltete Neubauten.

Wir sind hier bereits im Siedlungsgebiet der Sorben, so sind die Straßenschilder zweisprachig, es gibt Lokale mit spezieller sorbischer Küche, ein sorbisches Heimatmuseum und ein sorbisches Theater. Der Besuch der Stadt hat sich gelohnt. Morgen bleiben wir noch mal hier. Mal sehen, wo uns unsere Fahrräder hinfahren.