Beaucaire

Das ist die Fortsetzung unserer gestrigen Fahrt. Ich habe aber so viele Bilder, dass ich daraus 2 Teile machen kann, außerdem verbringen wir heute einen faulen Tag ohne große Aktionen.

Beaucaire liegt nur mal gerade über die Rhone-Brücke von Tarascon entfernt. Dabei gehörte die Stadt zum Königreich Langedoque, die andere, Tarascon, zu Frankreich. Beaucaire gehörte zu den Hugenotten und Tarascon war römisch-katholisch,

Wie es ausging sieht man an den Burgen, die von Tarascon steht prächtig dar, die andere ist nur noch eine Ruine. Aber dennoch hat uns Beaucaire viel mehr gefallen. Die Plätze in der Altstadt haben Flair, die Straßen sind sauber und aufgeräumt.

Außerdem besitzt Beaucaire einen Port de Plaisance, einen Hafen für Freizeitkapitäne und Kanalboote. Hier endet der Kanal Sête à Rhone.

Und hier endet auch unsere Reise, die nächsten Tage sind dann nur noch Fahrtage, darüber wird wohl nichts zu berichten sein. Der Kilometerstand fürs Fahrrad steht nun bei 8795 km, 649 km mehr als bei unserer Abfahrt in Crailsheim. Frankreich ist einfach sehr gut geeignet zum Fahrrad fahren.

Danke allen treuen Besuchern meines Blogs.

Tarascon

Heute fuhren wir auf dem „Voie verte des Alpilles“, der teilweise auf dem ehemaligen Gleisbett der alten Linie Orgon – St Rémy – Tarascon verläuft. Die Steigung hinunter zur Rhone ist minimal und der Weg ist gut ausgeschildert und mehere Straßenübergänge gut gesichert.

Den ersten Stopp machten wir am Ortsausgang von St. Etienne-du-Grès. Dort viel uns schon bei unserem ersten Besuch die Getreidehandlung auf. Wo nur eben möglich sind dort Wandbilder aufgesprüht. Einige waren uns schon vertraut, andere waren neueren Datums.

Um so näher man Tarascon kommt, um so mehr häufen sich die Industrieanlagen. Im Zick.zack, um auf keiner Hauptstraße zu landen wir man zum Bahnhof von Tarascon geführt. Von dort sind es nur ein paar Schritte zur Altstadt. Hier ist leider nicht viel los. Die Arkaden und das Rathaus waren schon die Highlights.

Herausragend ist aber das Schloss, wir würden eher von der Burg reden. Erbaut wurde sie im späten 15. Jahrhundert und ist noch vollständig erhalten. Mit 45 m Höhe wirkt sie sehr mächtig. Viele Jahre wurde sie als Gefängnis benutzt.

Ankunft in Tournon

Bei weiter strahlendem Wetter und wegen dem Sonntag LKW-Verbot fuhren wir in Richtung Norden. Die Klimaanlage musste die außen herrschenden 31° abkühlen. Über den Bergen sahen wir vereinzelte Kumuluswolken aufziehen, aber im Rhonetal blieb es sonnig und trocken.

In Tournon glaubt man sich am Rhein zu sein. Die steile von der Sonne beschienenen Hänge sind alle mit Wein bepflanzt und einzelne Burgen kontrollierten früher den Weg. Bis jetzt konnten wir mehr Passagierschiffe wie Frachtkähne beobachten.

Der Campingplatz liegt direkt am Stadtzentrum war im Laufe des Nachmittags bis zum letzten Platz belegt. Wir gingen, als es kühler wurde, in die Altstadt mit Fußgängerzone. Das Schloss liegt düster drohend auf einem Felsen, während man an eine Kirche zwischen den gotischen Fenstern außen Häuser angebaut hat (s.o.).

Leider waren die Gassen nicht so belebt wie sonst, denn die Läden waren geschlossen. Trubel herrschte nur am Park, auf dessen einer Seite die Bars und Lokale drängten. Hier haben wir auch einen Tisch bekommen und nach 19 Uhr auch gut gegessen.

Besondere Attraktion ist die noch im Originalzustand erhaltene erste Hängebrücke über die Rhone.