Weissenfels

Heute fahren wir die Saale abwärts. Der Weg ist gut ausgebaut und mal ohne größere Steigungen. Oft fließt die Saale direkt neben uns. Auf der anderen Seite breiten sich weite Felder aus oder am Prallhang ein dichter Wald.

Schönburg

Schönburg war uns ein paar Aufnahmen wert, dann ging es weiter. Kurz darauf kamen wir zu einer Schleuse. Von nun an ist die Saale auch für größere Boote schiffbar. Die Paddelboote werden von Motorbooten abgelöst.

Weissenfels ist recht nett von Ufer aus. Die Innenstadt ist gepflegt, nur ist der Leerstand in den Häusern oft zu sehen. Noch manches ist zu restaurieren, aber wofür, wenn die Menschen fehlen. Bei einen sehr guten „Italiener“ waren mit unserem gerade mal 2 Tische besetzt.

Der Stadtbrunnen zeigt markante Punkte der Weissenfelser Geschichte, wie oben die Schuhmacherin. Am „Kulturbahnhof“ vorbei fuhren wir eine Alternativroute zurück, die war leider lückenhaft ausgeschildert, so dass wir immer mal wieder einen Blick auf die Karte werfen mussten.

Zurück in Naumburg fuhren wir noch über den Markt, um uns diesen Teil der Stadt anzusehen. Hier war einiges los. Aufgefallen sind uns die seltsamen Rundbögen auf Höhe der Dächer bei einigen Gebäuden am Markt. Nach 50 km waren wir wieder am Campingplatz. Hier ist nun recht viel los. Es wird Zeit weiter zu ziehen.

Naumburg

Nachdem es die Nacht über weiter geregnet hat, scheint das erst mal vorbei zu sein. Wir packten ein und machten uns auf den Weg nach Naumburg. Das ist ja nicht weit, wenn da nicht 2 Totalsperrungen auf dem direktem Weg waren. Gleich nach Jena fuhren wir den anderen nach. Für LKW gesperrt, aber das fahren wir ja nicht, ziemlich eng war es bei Gegenverkehr trotzdem. Bei der zweiten Stelle gab es wenigstens eine Verkehrsampel, dafür war kurz darauf nicht mehr nach Naumburg ausgeschildert und so fuhren wir statt unten an der Saale entlang den Berg hinauf und kamn bei Bad Salzach wieder in ein Tal. Bad Salzach müssen wir demnächst extra anfahren, da sah interessant aus. Ja, und dann waren wir in Naumburg, am Campingplatz nahe der Saale.

Die ersten Sonnenstrahlen kamen heraus und mit den Rädern ging es gut in die Nahe Stadt. Zum Dom war es ausgeschildert, Fahrradständer gab es auch und ein Biergarten, der dann eine Pizzeria war, die von Griechen geführt wurden. Geschmeckt hat es aber, die Bedienung freundlich und kompetent.

Gestärkt gingen wir zum Dom. Mit einem Audioguide bewaffnet stand uns eine längere Besichtigungstour bevor. Nein, es war nicht langweilig. Der Dom fällt ziemlich aus dem Rahmen, was wir sonst so besichtigt hatten. Das liegt vor allem daran, dass der ältere Teil in rein romanischem Stil erbaut war, während nach Westen hin der gotische Einfluss von Säule zu Säule immer deutlicher wurde.

Dazu gibt es im Osten wie im Westen einen Altar. Im Westen stehen auch die berühmten Stifterfiguren wie die Uta und ihr Mann. Sie sind Teil der Säulen und tragen nicht nur symbolisch das Dach. Interessant sind auch die neuen Teile wie Metallfiguren auf den Geländern ins „Paradies“ und die neuen Fenster.

Vom Kreuzgang gelangte man zum Domschatz mit Altären und alten Folianten mit lateinischen Texten, die einst während des Gottesdienstes vorgelesen wurden. Heut zu Tage hält die evangelische Gemeinde ihren Gottesdienst im Dom ab, der aber in Staatsbesitz ist. Den Abschluss bildete der Garten hinter dem Dom.

Das reichte uns für heute und wir fuhren zum Campingplatz, wo wir uns noch schnell den Zugang zum Saaleradweg angesehen haben und die Möglichkeit die Fähre zu benutzen.