Bad Muskau

Das war ja nun wirklich keine große Strecke, einfach die Neiße abwärts. Der Campingplatz liegt etwas versteckt, eine große Wiese, wohl mal ein Fußballplatz. Ein „Bungalow“ für Toilette und Waschbecken, daneben im Freien eine Dusche, deren Wasser von der Sonne erwärmt wird und es gibt Strom. Alles ist sauber. Wenn ich den Platz überschaue, sind es im Moment 5 Wohnmobile. Mehr wie 8 nimmt er, der Herr Endlich, gar nicht auf. Der Preis ist dafür deutlich unter dem von Görlitz.

Gegen Mittag fuhren wir auf den Platz. Schon bald machten wir uns mit den Rädern auf den Weg, etwas zu Essen zu finden. Direkt an der Grenze nach Polen verlief am Straßenrand eine schräge Kante auf der ich mit dem Vorderrad abrutschte. Mit den Hanänden versuchte ich mich abzufangen, was nur mäßig gelang. Dafür war die Grenzpolizei sofort da und wollte einen Sanka anrufen. So schlimm war es zum Glück nicht.

Vor unserer Nase befand sich aber ein „Italiener“, in den wir uns für eine Mittagspause zurück zogen. Die haben einen sehr guten Koch: Gemischte Vorspeisen und eine Pizza mit Pfifferlingen und Parmaschinken teilten wir uns.

Ausgeruht und gestärkt fuhren wir noch ein Stück entlang den Gleisen der Bad Muskauer Waldeisenbahn. Wir hörten sie mehrmals pfeifen, konnten sie aber nicht erspähen, vielleicht morgen.

Großsporiger Kiefernröhrling

Der heftige Wind trieb uns dann auf den Campingplatz. Nach dem Kaffee drehte ich noch eine Runde im nahen Wald. Es gibt Heidel- und Preiselbeeren, Maronen, Hexenröhrlinge und Steinpilze und eine Gruppe von Großsporigen Kiefernröhrlingen. Nach Google eine invasive Art aus den USA, die sich in den letzten Jahren stark ausbreitet. Nachher werden wir sie zu den Resten unserer Pizza probieren.

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