Grado

Etwa 10 km südlich liegt das Städtchen Grado auf einer Sanddüne , die man über einen Damm quer durch die Lagune erreicht. Das ist das letzte Stück des Alpe-Adria-Radwegs. Der ist gut ausgebaut und sehr beliebt. Den Weg kann man über Montfalcone nach Triest fortsetzen.

Auf der Insel hielten wir uns gleich rechts und erreichten das Fischerviertel. Hier liegt ein Fischerboot hinter dem anderen entlang des Kais. Hier wurden die letzten Fische ausgenommen und direkt von Bord verkauft und Netze geflickt. Hier findet man das eigentliche Gardo.

Weiter außen befindet sich der Hafen der Sportboote, die Schiffsanlegestelle und zum Meer hin die beiden langen Stände. Nur kam es uns vor, als wären wir an der Nordsee bei Ebbe. Um ins Wasser zu gelangen muss man einen größeren Spaziergang unternehmen. An Land breitet sich ein Heer von Sonnenschirmen samt Liegen aus.

Etwas zurück gezogen findet man den Altstadtkern um die Kirchen. Die Fußgängerzone war hier voll gestellt mit Autos. Vielleicht lag das am stattfindenden Gottesdienst. Einige wenige hübsche Gässchen gibt es, die schnell in moderne Hotel- und Appartementblocks übergehen.

Alles macht einen gepflegten Eindruck, nur man man einen solchen Urlaub mögen. Wir fuhren den Strand entlang nach Osten und kamen ins Naturschutzgebiet. Auf den großen Wasserflächen sahen wir kaum Vögel, war wohl die falsche Zeit. Dann fuhren wir über kleine Landsträßchen im Bogen nach Aquileia zurück.

Grado lohnt einen Besuch. An einem Vormittag hat man alles gesehen.

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