Locmariaquer

2 Michelin-Sternchen haben uns hier hin gelockt. Sollte nach der Karte ganz einfach sein, wenn man auf die richtige Halbinsel abbiegt. Wie ihr richtig vermutet, haben wir es nicht getan, aber dafür einige schöne Plätze zu sehen bekommen, an denen wir sonst vorbei gefahren wären.

Nun der Reihe nach: Nach stern- und Mond klarer Nacht wurde es am Morgen schnell wärmer. Mit den Rädern fuhren wir entlang der Küste in östlicher Richtung und erreichten schnell Trinité-sur-Mer. Eine kleine Hafenstadt, mit, so sah es aus, mehr Segelbooten im Hafen wie Einwohner.

Der Ort liegt am Rivière de Crac’h, einem immerhin 12 km langen Flüsschen, das ganz imposant aussieht, wenn die Flut in die Mündung hineinströmt und sich weit ins Land hinein aufstaut. Von der Brücke über die wir fuhren hatten wir einen schönen Blick in beide Richtungen.

Chèvre des Fossés

Danach sind wir nach Kerano abgebogen, ein Sträßchen mit schönen Aussichten hinüber nach La Trinité. Auf einem ehemaligen Campingplatzgelände hat die Gemeinde für die bretonischen Ziegen angelegt. Ihre Hörner haben uns besonders gut gefallen.

Nur ein kurzes Stück weiter steht ein Brunnen auf der Wiese und dahinter eine Kirche, die gerade 12 Uhr schlug. Aber wo waren die steinzeitlichen Zeugen? Gründliches Studium der Karte sagte uns, dass wir zu früh abgebogen sind. Zurück zur Hauptstraße und weiter nach Locmariaquer. Da gab es auch wieder einen schönen Fahrradweg. Ein großer Parkplatz machte uns stutzig, so dass wir ihn anpeilten. Und siehe da, da war auch ein Kassenhäuschen.

Zu dem Ensemble gehören ein Dolmen, Eine Grabkammer mit einem langen Gang, der nicht zugänglich ist, dem Grand Menhir mit einer ehemaligen Größe von 20 Metern und einem Gewicht von 280 Tonnen. Der ist bei einem Erdbeben umgestürzt und zerbrochen.

Der Stein wurde in mehreren Kilometern Entfernung gebrochen und hier her transportiert. Reste einer Gravur lassen sich noch erkennen. Fehlende Steine konnten in anderen Gebäuden der Gegend nachgewiesen werden. Der dritte Teil besteht aus einem Tumulus, einem künstlich aufgefüllten Grabhügel, den man betreten kann. Die Gravuren im Stein sind Originale, etwa 4 tausend Jahre alt.

Hinterlasse einen Kommentar