Der „neue Ort“ hat derweil auch schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel und liegt einige Kilometer den Kanal weiter in Richtung Agde. Bis wir ihn, mit Rückenwind, erreichten hatten wir noch ein schweiniges Erlebnis. Da kam uns doch wohlgemut ein schwarzes Borstentier, daher wohl der Name, Schwarzwild auf dem Sträßchen vom Campingplatz entgegen.

In einem nahen Pferdehof konnte ich die Besitzer ausmachen, die nun einiges vor sich hatten, den ein LKW trieb das Tier vor sich auf der engen Straße vor sich her. Wer weiß, wie die Story ausging, bitte mir schreiben. – Bis Bèziers ging es auf dem bekannten Radweg, den wir nun fortsetzten. Am Ortsausgang befindet sich ein Hochwasser-Ableitungs-Kanal. Die geeignete Leinwand für Grafittikünstler.


Die Besonderheit besteht darin, dass es keinen Zugang zu dem Kanal gibt. Über eine Strickleiter oder ähnlichem müssen die Künstler sich und die Farb-Dosen da hinunter bringen. Tagsüber ist der Kanal gut einzusehen, so dass die Malereien wohl nachts mit Stirnlampe ausgeführt wurden. Es gibt auch heute noch Abenteuer, ohne dass man weit fahren muss. Gibt es auch einen Paragrafen für die Verschönerung von fremden Eigentums?


Villeneuve-lès-Bèziers ist ein gepflegter alter Ort mit Marktplatz und einer schönen Malerei an einer Hauswand und direkt daneben eine Bar/Restaurant in dem wir gut und preiswert gegessen haben (3-Gänge-Menue mit 1/4 Wein 17,90 €.Da haben sich auch einige Touristen unter die Einheimischen gemischt. Ich sehe gerade, dass ich da oben noch Platz für meine Tomate habe. Die Tomaten in der Form einer Ananas (wortwörtliche Übersetzung) schmeckt besser wie alles andere. Da sie recht groß sind teile ich mir jeden Abend eine mit Gudrun + Olivenöl, Balsamikumessig, Kräutersalz und ein Stück trocken Brot, einfach köstlich.