Völkerkundemuseum in San Bartolomé und Montana Cuervo

Heute stehen 2 Punkte auf der Tagesordnung, die wir bisher irgend wie nicht hin bekommen haben. Die Öffnungszeiten des Museums hatten wir nun langsam begriffen und so standen wir bald vor einer offenen Tür. Das Museum verteilt sich auf mehrere Gebäude und beinhaltet so ziemlich alles was die Leute hier mit der Zeit gesammelt und irgend wann dann gestiftet haben.

Gleich nach Betreten fallen die Kunstwerke an den Wänden, die Mosaikfußböden und der Garten auf. Man stutzt, denn irgend ein Stil lässt sich nicht erkennen, alles scheint erlaubt. In den Räumen ist alles voll gestellt, Raum für eigenes Suchen, finden und staunen. Manchmal hat man das Gefühl, da wäre ein Messi am Werk. Dann wieder findet man eine schöne Sammlung an Gegenständen einer Bodega, Möbel, Porzellan und Trachten.

Bilder an den Wänden, die käuflich erworben werden können wechseln sich ab mit alten Fotografien und einem Herbarium, deren Pflanzen aus den Seiten fallen und einem fast die Tränen kommen, was da alles durch mangelnde Sorgfalt verfällt. Ich möchte hier nicht zu kritisch sein, vermutlich fehlt es dem Museum an Sachverstand und Geld, was nicht heißt, dass sich ein Besuch nicht lohnt.

Wir haben fast 2 Stunden für den Besuch gebraucht und fuhren dann in Richtung Süden zur Montana Cuevo. An einem kleinen Parkplatz bekamen wir einen Platz, da gerade ein Bus davon fuhr. Von dort führt ein fast ebener Weg an den Fuß des Vulkans. An der Nordseite ist der Krater wohl einst aufgeplatzt, so dass man heute durch eine Scharte bequem in den Krater hinein steigen kann.

Es ist schon beeindruckend in einem Krater zu stehen, wenn auch keine giftigen Gase aufsteigen und die Lava nur handwarm ist. Einige Pflanzen haben sich um ihn angesiedelt. Vor allem sieht man Geranien, die auch schon blühen. Auch das Mineral Olivin kann man hier häufig finden.

Den Abschluss unserer letzten Autofahrt feierten wir auf dem Balkon von Fermés in einem Lokal mit tollem Fensterplatz einem Auflauf alla Pépé mit Patatas arrugatas (Salzkartöffelchen) und als Nachtisch einem Schokoladenkuchen.

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