Isla di Dino

Nein, wir haben keinen Dinosaurier gefunden. Die Insel gegenüber des Capo dell‘ Arena bei Praia a Mare leitet ihren Namen möglicherweise aus dem griechischen „Wirbel“ her, da der Felsen bei Sturm eine Gefahr für die Schiffsleute darstellte. Andere vermuten, dass es auf der Insel einen Tempel der Aedina gegeben haben soll.

Im Reiseführer ist auf jeden Fall von einigen Grotten die Rede, die mindestens genau so schön sein sollen, wie die auf Capri. Also hatten wir beschlossen, eine Bootsfahrt zu unternehmen.

Zu erst fuhren wir aber den gut 8 km langen Strand ab, Der größte Teil besitzt einen separaten Fahrradweg. Mit einem Fisch wird auf die Vermeidung von Plastikmüll hin gewiesen. Auf der Suche nach der City fanden wir Schilder zur Altstadt. Denen folgten wir eine Weile den Berg hinauf, entdeckten Orchideen und da kein Ziel in Sicht war, kehrten wir um. Schön war es wegen unserer E-Bikes schon.

Am Campingplatz vorbei fuhren wir zu den Strandbars gegenüber der Insel. Ein Schild bot Tretboote an. Den Tag für 12€. Das nahmen wir gleich war. Ließen uns ins Wasser schieben und los geht`s. Nein, nicht so schnell. Gudrun konnte ihr Knie nicht steil genug abknicken und konnte so nicht mit treten. Für mich war der Platz für die Schuhe zu eng, so dass ich erst mal die Schuhe ausziehen musste. Dann versuchte ich den Sitz um 40 cm nach hinten zu verschieben, was leider nicht möglich war.

Gudrun streckte also lässig ihre Beine aus und ich quetschte mich hinter die Pedale. Damit ist das Negative erzählt. Wir steuerten in die gewünschte Richtung, was auch immer besser klappte und kamen der Felswand immer näher. Einfach imposant vom Wasser aus. Nicht weit entfernt erreichten wir die erste Grotte in die wir hineinfahren konnten. Tropfsteine hingen von der Decke, einfach zauberhaft.

Neben den 3 Grotten in die man mit flachen Booten hinein fahren konnten, gibt es noch etliche über der Wasserlinie, die oft von Möwen besiedelt sind, wie wir an den Jungvögeln erkennen konnten.

Die schönste Grotte überraschte uns durch einen Schwarm Fische, die ganz nah am Boot vorbei schwammen, dazu gesellten sich auch einige größere, die wie eine Dorade aussahen. Das Wasser war von einem unwahrscheinlichem Blau, das die darüber liegenden Felsen auch Blau färbte. Dazu kam noch das Geräusch des Wassers, eine verzauberte Welt.

So eine Fahrt ohne Motor können wir nur empfehlen, auch wenn der Antrieb etwas Mühe bereitete.

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