Nachdem wir gestern nach dem Mittagessen noch ganz schön nass geworden sind und es fast die ganze Nacht geregnet hat, war es heute Morgen wieder trocken und wir beschlossen vor der Weiterfahrt noch mal in die Stadt zufahren. Dieses Mal blieben wir außerhalb der Festung und schlenderten durch ein Bazar ähnliches Altstadtviertel.

Teilweise fanden wir Fußwege, die mit interessanten Kacheln ausgelegt waren, restaurierte Häuser mit kleinen Balkonen und reich verzierten schmiedeeisernen Geländern. Die über die Mauern des Erdgeschosses hinaus ragenden Erker und Geschosse erinnern sehr an arabische/türkische Traditionen.

Leider gab es aber auch etliche Häuser, die auf den Abriss warten. Manche Fassaden wurden durch großflächige Graffitis verschönert und stehen in krassem Gegensatz zu den Läden mit alten Handwerkstätigkeiten.
Bedeutung für Ioánnina haben die Silberschmiede, die hier schon lange ansässig sind. Neben vielen Souvenirläden mit Industrieangeboten findet man aber auch Ateliers von jungen Silberschmieden, die ihre eigenen Kreationen verkaufen. Daneben haben die klassischen Artikel wie Lampen, Schalen oder Besteck noch immer ihre Bedeutung.
Neben den klassisch eingerichteten Tavernen fanden wir aber auch modern eingerichtete Lokale, die gerne Antiquitäten als Dekoration in modernen Räumen verwenden und statt auf griechische Folklore auf zeitgenössische westeuropäische Musik und Jazz setzen.

Leider fing es nach dem Mittagessen wieder zu regnen an. So fiel das Abschied nehmen leicht und nach gut einer Stunden befanden wir uns wieder auf dem Campingplatz Elena bei Igoumeniza. Es hat aufgehört zu regnen und die ersten blauen Lücke reißen am Himmel auf.




