Heute kann ich ein paar Dreiräder anbieten, die nicht sehr bekannt sein dürften. Die Ape wurde eine Zeit lang als Kleinlaster betrachtet, bis man davon wieder Abstand genommen hatte. Diese Idee verfolgten aber einige andere Hersteller weiter.

In Bosa auf Sardinien fanden wir diesen Bremach a3. Dieser „Lastkarren“ wurde schon seit 1945 von der Firma Aeronautico Macchi hergestellt. Angetrieben wurde er durch einen 0,75 l Dieselmotor (18,4 kW) oder einem 1 l Ottomotor und verfügte über eine Traglast von 1,5 t. Das Modell wurdea wurde 1956 von der Firma Bremach in Varese (Italien) übernommen und bis in die 90er Jahre gebaut.
In Deutschland wurde zur selben Zeit (1955-1961) der Goli gebaut. Es war ein Produkt aus dem Hause Borgwart, der den GD 750 (1945-1955) ablöste. Er wurde von einem 0,5 l Ottomotor angetrieben, der 11 – 12,5 kW leistete und für eine Traglast von 0,75 – 0,95 t gut war. Dieses Modell gehört einer Gärtnerei, die es auf einer Landesgartenschau nutzte und ausstellte.
Da gab es aber noch ein weiteres deutsches Modell: den Tempo. Die Tempowerke wurden 1928 in Hamburg-Harburg gegründet. Ab 1948 wurde der Tempo Hanseat gebaut, der von Anfang an stark gegen die Konkurrenz von Goliath zu kämpfen hatte. So ging man ab 1953 dazu über nur noch 4-rädrige Nutzfahrzeuge zu bauen.
Ein weiteres Fahrzeug in dieser Reihe ist dieser Mazda, den wir auf dem Peloponnes fanden. In einer Internetinformation steht, dass dieses Modell mal in Griechenland sehr populär war. Technische Daten fand ich im Internet nicht.
Eine ganz andere Verwendung fand das Krause Duo. Es war konzipiert für Menschen mit Gehbehinderungen, vor allem Versehrte nach dem 2. Weltkrieg wollte man damit ein Stück Mobilität ermöglichen. Gebaut wurde das Modell in einigen Veränderungen von 1960 bis 1991 in Leipzig. Danach wurde die Firma abgewickelt und ein Osnabrücker Unternehmer baute die Fahrzeuge noch eine Zeit lang weiter. Aus der selben Firma stammte auch das Simson Duo, dass viele Teile der Simson Schwalbe verwendete. Das fotografierte Modell gehört einem Straßenkünstler, der damit seine Requisiten transportiert.

Bond Cars Ltd. war ein britischer Hersteller. 1949 begann man mit der Herstellung von Dreirädern. Sie besaßen einen Einzylinder-Zweitaktmotor mit 122 cm³ oder 197 cm³ und galten in GB als Motorrad mit Beiwagen. Der Minicar besaß eine Aluminiumkarosserie, die teilweise mit Kunststoff verstärkt war. Er wurde bis 1966 gebaut.





