Auf der „Old Route 66 von Barstow zum Colorado

Bevor wir uns das lange Stück durch die Mojawe-Wüste vornehmen, biegen wir kurz nach Barstow auf die IS 15 Nord ab, um nach wenigen Kilometern die Ghost-Town Calico zu erreichen. Für Besucher der Ghost-Town ist der Campingplatz frei.

Die ehemalige Ortschaft ist abgebrannt, so hat man aus der Umgebung alles Verfügbare zusammen getragen und hat damit dieses Ensemble aufgebaut. Mit etwas Fantasie kann man sich vorstellen, wie die menschen in den Goldrausch-Zeiten gelebt hatten. Dafür sollte man vor Ort übernachten, um bei Öffnung des Parks da zu sein. Später stehen die Busse zuhauf vor dem Eingang und das Feeling ist wie in jedem anderen Freizeitpark.

Spaß hat die Fahrt mit der kleinen Dampfbahn gemacht, da der Lokführer uns über eine Lautsprecheranlage viel über den Ort und das ehemalige Leben hier in der Gegend erzählte. Man muss sich etwas Zeit nehmen, um die Kleinigkeiten zu entdecken, wie einen Badezuber eines Chinesen, der hinter einem haus im Freien steht.

Dann geht es aber weiter, das heißt ein Stück zurück, um zur IS 40 zu gelangen. Die alte Route 66 heißt hier National Trails Hwy und verläuft zu erst nördlich, später südlich des IS 40 meistens entlang den Gleisen der BNSF Eisenbahngesellschaft. Deren kilometerlange Züge etwa alle 10 Minuten zu beobachten sind.

Die Gegend ist eine der trockensten Wüsten der USA. Die Pflanzen sind nicht all zu dicht gesät, aber bei einem Stopp konnten wir doch etliche schöne Exemplare finden. – Die Straße senkt sich langsam hinunter zum Colorado River, der bei Needles so gar nichts mehr vom Grand Canyon an sich hat. Viel Wasser wird für die Landwirtschaft abgezapft, so dass kaum noch was nach Mexiko hinein fließt. Wer kann es den Mexikanern verdenken, dass sie dort hin streben, wo das Wasser her kommt.

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